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96 stellt Schaaf frei, Stendel übernimmt

Trainerwechsel 96 stellt Schaaf frei, Stendel übernimmt

Hannover 96 hat Trainer Thomas Schaaf mit sofortiger Wirkung freigestellt. Nach langen Gesprächen entschloss sich der Club zu diesem Schritt. Nachfolger für die restlichen sechs Spiele wird A-Juniorentrainer Daniel Stendel, der am Montag in einer Pressekonferenz vorgestellt werden wird. 

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Nicht mehr länger Trainer von Hannover 96: Thomas Schaaf.

Quelle: Nigel Treblin

Hannover. Hannover 96 hat sich sechs Spieltage vor Saisonschluss von seinem Trainer Thomas Schaaf getrennt. Bis zum Saisonende übernimmt Daniel Stendel, der bislang die A-Junioren der "Roten" trainiert. "Wir haben uns die Entscheidung ganz bestimmt nicht leicht gemacht. Thomas ist seiner Arbeit immer sehr akribisch und zielorientiert nachgegangen. Er hat zusammen mit seinem Trainerteam alle Möglichkeiten ausgeschöpft, positive Ergebnisse mit der Mannschaft zu erzielen. Das ist leider nicht gelungen", begründete Manager Martin Bader die Entscheidung des Klubs, die er gemeinsam mit Vereinsboss Martin Kind getroffen hatte.

" Nach der zehnten Niederlage im elften Spiel sind wir daher zu dem Entschluss gekommen, dass wir so die Saison nicht beenden wollen und versuchen mit dem Wechsel auf der Trainerposition noch einmal einen neuen Impuls zu geben. Wohl wissend, dass der Klassenerhalt bei zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz nur noch sehr theoretisch möglich ist", so Bader weiter. Ebenso wie Schaaf wurden auch die Co-Trainer Wolfgang Rolff und Matthias Hönerbach freigestellt.

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Hannover 96 hat sich von Trainer Thomas Schaaf getrennt. Was sagen Sie dazu?

Schaaf hatte er zum Rückrundenstart den damaligen Coach Michael Frontzeck abgelöst – doch auch unter dem früheren Bremer Meistertrainer ging der Abwärtstrend von Hannover 96 weiter. Das 0:3 am Sonnabend gegen den Hamburger SV markierte die zehnte Niederlage in elf Bundesligapartien unter Schaaf - eine so schlechte Bilanz hatte noch kein Trainer der "Roten". In Schaafs Amtszeit schossen die 96-Profis lediglich vier Tore. Die "Roten" liegen abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz - mit zehn Punkten Rückstand auf einen Relegationsplatz.

Namen wie Rolf Paetz, Karl-Heinz Mühlhausen und Hannes Baldauf gehören genauso zur 96-Trainer-Geschichte wie Tayfun Korkut, Mirko Slomka und Ralf Rangnick. Die Trainer von Hannover 96 seit 1963:

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Am Mittwoch hatten die "Roten" bekannt gegeben, dass Schaaf den Verein im Abstiegsfall verlassen werde, der Verein hatte aber sich weiter hinter seinen Trainer gestellt. "Die Wahrscheinlichkeit, dass wir die Klasse halten, ist sehr gering. Es ist relativ unerheblich, da noch einen Trainerwechsel zu machen", hatte Martin Bader vor dem HSV-Spiel gesagt. Und auch nach der Niederlage erklärte Bader, dass ein Trainerwechsel kein Thema sei.

Auch Schaaf hatte nicht an Aufgeben gedacht: "Das gehört nicht zu meinem Programm." Nach der Pressekonferenz am Sonnabend fiel dann allerdings ein bemerkenswerter Satz: "Wenn einer da ist, der es besser machen kann, soll er es machen", sagte Schaaf und hatte hinzugefügt: "Ich bin nicht das Problem." Zwei Tage vor dem Spiel hatte er in einer für ihn emotionalen Rede die Mannschaft massiv kritisiert.

Ein Trainer für sechs Spiele – oder mehr?

Die Planung für seinen 42. Geburtstag am Montag musste Daniel Stendel kurzfristig ändern. Zeit zum Feiern bleibt nicht, um 12.30 Uhr gibt er seine erste Pressekonferenz als Trainer der 96-Profis und Nachfolger von Thomas Schaaf, um 15 Uhr leitet er erstmals das Training. Stendel, bisher Coach der U19, soll die Bundesligaelf die letzten sechs Spiele betreuen. Ob es für ihn auch eine Chance ist, sich für den Neuaufbau als künftiger Zweitligatrainer zu empfehlen, ist offen. Einen Bonus bei den Fans hat Stendel: Von 1999 bis 2006 schoss er in 184 Spielen für die Profis 43 Tore und stand für das, was den „Roten“ zuletzt fehlte: Kampfgeist und Einsatz. Stendel hatte zuletzt gesagt, dass er als Trainer gern den nächsten Schritt machen würde: Jetzt macht er einen großen, und wird damit leben müssen, der Trainer zu sein, der 96 in die 2. Liga führt.

hr/frs

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Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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