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96 in der heißen Phase

Remis im Testspiel 96 in der heißen Phase

Auch im sechsten Spiel der Vorbereitung bleibt Hannover 96 ohne Niederlage. Beim Testspiel beim Drittligisten Preußen Münster mussten sich die „Roten“ allerdings mit einem mühsam erkämpften 0:0 zufrieden geben und kehren zudem mit zwei angeschlagenen Spielern zurück. 

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Hiroki Sakai

Quelle: Lobback

Münster. Sechs Spiele, keine Niederlage: Die 96-Fans hätten sicherlich nichts dagegen, wenn die „Roten“ so erfolgreich in die neue Bundesligasaison starten würden wie im ersten Teil der Vorbereitung. Testspiele gegen den 1. FC Wunstorf oder wie am Sonnabend gegen Preußen Münster liefern jedoch kaum Hinweise darauf, wie es beim Saisonstart in vier Wochen beim Aufsteiger Darmstadt 98 für die Mannschaft von Hannover 96 laufen wird. Sie geben lediglich kleine Hinweise darauf, wie die Leistungen und Ergebnisse der bisherigen Vorbereitung einzuordnen sind. „Mit dem, was die Mannschaft in den vergangenen Wochen abgeliefert hat, bin ich absolut zufrieden. Das werden wir jetzt Stück für Stück weiterentwickeln“, lautet das Zwischenfazit von 96-Trainer Michael Frontzeck.

Der erste „vom Umfang sehr intensive Block“ sei nach dem Spiel in Münster vorbei, sagte Frontzeck, der die Probleme, die sein Team beim 0:0 im Spiel gegen die Preußen hatte, nicht überbewerten wollte. „Münster ist ein ambitionierter Drittligist, der kurz vor dem Saisonstart steht. Beide Mannschaften hatten die Chance, das Spiel zu gewinnen“, sagte der 51-Jährige, der mit den ehemaligen 96-Profis Babacar N’Diaye, Co-Trainer in Münster, und Mohamadou Idrissou, der einen neuen Verein sucht und beim Drittligisten vorspielte, zwei alte Bekannte traf.

0:0 endete das Testspiel von Hannover 96 beim Drittligisten Preußen Münster.

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In einer ausgeglichenen Begegnung fehlten dem Bundesligisten die Ideen und die Genauigkeit im Passspiel, um die Gastgeber mehr als zweimal in Verlegenheit zu bringen. Die besten Chancen auf einen Treffer hatten 96-Talent Noah-Joel Sarenren-Bazee, der freistehend an Preußen-Torhüter Niklas Lomb scheiterte (30. Minute), und Christian Schulz, der mit einem Kopfball die Latte traf (59.). So gelassen wie mit dem Ergebnis ging Frontzeck auch damit um, dass Felipe und Leon Andreasen in Münster über muskuläre Probleme klagten. Felipe, der bei 96 schon zahlreiche Verletzungspausen hinter sich hat, musste nach dem Warmmachen passen, Andreasen ging in der 27. Minute vom Feld. „Es hat nichts reingestochen. Ich gehe davon aus, dass es nichts Schlimmes ist“, sagte der Coach.

Nachdem die konditionellen Grundlagen gelegt sind, beginnt jetzt die heiße Phase. Es werde in den nächsten drei Wochen bis zum Pokalspiel beim Viertligisten Kassel um Schnellkraft, Zweikämpfe und die Systematik gehen, sagt Frontzeck. Dabei scheint der Trainer auf eine bewährte Taktik zu setzen, mit der die „Roten“ in die Europa League stürmten. „Wir haben das Spielermaterial, um ein System mit schnellem Umschalten zu spielen“, sagte Frontzeck. Vielleicht ist davon schon morgen etwas beim nächsten Testspiel gegen RCD Mallorca in Ilten (19 Uhr) zu sehen.

Nachgefragt: 96-Neuzugang Mevlüt Erdinc

Hallo, Herr Erdinc, wie ist Ihr erster Eindruck von Hannover?
Ich bin ja erst ein paar Tage hier, fühle mich aber sehr wohl. Gut ist, dass ich mit Salif Sané und Ceyhun Gülselam zwei Mitspieler habe, die mir sprachlich helfen können. Mit Gülselam verbindet mich sogar noch mehr: Wir wurden gemeinsam 2007 in die türkische Nationalmannschaft berufen.
Clubchef Martin Kind hat gesagt, dass Sie mindestens für zehn Tore gut sind ...
Zunächst einmal muss ich mich gut einfinden und die Sprache lernen. Natürlich will ich der Mannschaft mit Toren helfen, aber da lege ich keine Messlatte an.
Wie fit sind Sie?
Ich fühle mich fit, aber es gibt Details, an denen ich arbeiten muss. Ob ich am Dienstag schon spielen werden, darüber muss ich mit dem Trainer noch sprechen.
Wie haben Sie sich über die Bundesliga und 96 informiert?
Die Bundesliga ist eine absolute Topliga und gehört zu den drei besten Ligen in Europa. Ich habe vor meinem Wechsel mit türkischen Spielern telefoniert, die in der Bundesliga spielen. Unter anderem mit Hakan Calhanoglu und Ömer Toprak. Sie haben mir viel Gutes über den Club berichtet.
Spielte der Wechsel zu 96 auch in Hinblick auf einen Einsatz von Ihnen in der türkischen Nationalelf bei der EM 2016 eine Rolle?
Dieser Wechsel ist ein wichtiges Signal, weil die Bundesliga eine schwere Liga ist. Und er kommt zum richtigem Zeitpunkt. Ich habe zehn Jahre in Frankreich gespielt und habe jetzt Lust auf eine neue Herausforderung.
Sie sind zurzeit noch allein in Hannover. Wird Ihre Familie nachkommen?
Ja, meine Frau und mein Sohn kommen nach. Aber erst einmal ist es wichtig, dass ich mich hier eingewöhne.
Aufgezeichnet von Dieter Kösel

Die Partie gegen den spanischen Zweitligisten wird auch für die vielen 96-Talente die letzte Chance sein, sich noch einmal zu zeigen. Danach muss Frontzeck entscheiden, welche Nachwuchsspieler er mit ins Trainingslager nimmt. „Sie haben sich alle gut eingebracht“, sagt der 51-Jährige, der mit 
22 Feldspielern und drei Torhütern nach Österreich reisen wird.

Hannover 96, 1. Hälfte: Tschauner - Sakai, Hoffmann, Anton, Prib - Hirsch, Andreasen (27. Teichgräber) -, Karaman, Sarenren-Bazee, Sulejmani – Sobiech.
Hannover 96, 2. Hälfte: Radlinger - Anton, Marcelo, Schulz, Teichgräber - Gülselam, Schmiedebach - Ernst, Sarenren-Bazee, Sulejmani (63. Dierßen) – Benschop.

Saisoneröffnung am Sonntag

Es ist eine Premiere. Die Saisoneröffnungsfeier von Hannover 96 findet am Sonntag, 19. Juli, (11 bis 16 Uhr) zum ersten Mal im Innenraum der HDI-Arena statt. Weil es das offizielle Saisoneröffnungsspiel erst am 1. August gegen den AFC Sunderland aus der englischen Premier League gibt, können die Fans diesmal direkt in der Arena auf Autogrammjagd gehen.

Die 96-Profis und ihr Trainerteam werden zwischen 12 und 13.30 Uhr auf der NDR2-Bühne zunächst das neue schwarze Auswärtstrikot präsentieren, anschließend stehen sie für Fotos mit den Fans und zum Autogrammeschreiben bereit.

Außerdem gibt es Live-Musik von den 96-Hymnesängern Dete & Osssy mit „96 – Alte Liebe“ und der Fanband 1. FC 05 Elf mit dem Song „Herz der Republik“. Auch die drei Trainer der 96-Nachwuchsteams – Steven Cherundolo (U17), Daniel Stendel (U19) und Michael Krüger (U23) – stellen sich vor (13.45 Uhr). Bei einer Modenschau gibt es die neue 96-Kollektion zu sehen, bei einem Quiz können Fans ihr Wissen über die „Roten“ testen.

Auf dem Rasen sind Hüpfburgen und Trampoline aufgebaut, es gibt Kinderschminken, eine sogenannte 96-Kids-Rallye und eine Geschwindigkeitsschussanlage. Wer schießt härter als Ceyhun Gülselam, der Mann mit dem härtesten „Wumms“ bei den „Roten“? Auch diese Herausforderung wartet am Sonntag auf die Besucher beim 96-Familienfest.     

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Foto: Charlison Benschop (links) läuft den Ramlingern davon.

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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