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Hannover 96 schlägt Gladbach mit 2:0

Heimspiel der "Roten" Hannover 96 schlägt Gladbach mit 2:0

Die vergangenen sieben Heimspiele hatte Hannover 96 allesamt verloren. Doch in der Geburtstagswoche beendeten die "Roten" diese hässliche Serie und fuhren mit neuer Leidenschaft den Heimsieg Nummer 3 ein. Waldemar Anton und Artur Sobiech trafen für 96.

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Anlässlich des 120-jährigen Vereins-Geburtstags spielt Hannover 96 gegen Mönchengladbach in einem Retro-Trikot – und die Fans zeigten eine beeindruckende Choreografie.

Quelle: dpa/M

Hannover 96 lebt noch. Mit einem hoch verdienten 2:0 (0:0) hat der abgeschlagene Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga den Europacup-Aspiranten Borussia Mönchengladbach düpiert und den vorzeitigen Abstieg um mindestens eine Woche verschoben. Mit ihren Toren bescherten der erst 19 Jahre alte Abwehrchef Waldemar Anton (49. Minute) und Artur Sobiech (60.) ihrem neuen Trainer Daniel Stendel am Freitagabend die perfekte Premiere zu Hause gegen erschreckend schwache Borussen und sorgten für den ersten 96-Sieg in der Heimat nach 139 Tagen. Dennoch bleiben die Niedersachsen auch nach dem 30. Spieltag mit nur 21 Punkten Schlusslicht.

Hannover 96 empfing in der HDI-Arena die Borussia aus Mönchengladbach. Die Fans feierten schon vor dem Anpfiff: zum 120. Vereinsgeburtstag zeigten sie eine Choreographie in der Nordkurve.

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Für die Gäste wird die eklatante Auswärtsschwäche indes zum Problem im Kampf um die Champions-League-Plätze. Das Team von André Schubert agierte wie schon beim 0:1 in der Vorwoche in Ingolstadt erschreckend leblos und kassierte die bereits zehnte Auswärtspleite der Saison. Der letzte Sieg in der Fremde gelang am 31. Oktober bei Hertha BSC. Durch die Niederlage in Hannover drohen die Gladbacher nun sogar aus den Europapokal-Plätzen zu fallen. 

Vor 46 196 Zuschauer knüpfte 96 an die gute Leistung aus dem überraschenden 2:2 bei Hertha BSC eine Woche zuvor an und versuchte erneut alles, um sich mit Anstand aus der Bundesliga zu verabschieden. Die Hannoveraner, die anlässlich des 120-jährigen Club-Jubiläums drei Tage in Retro-Trikots aufliefen, bestimmten von Beginn an das Geschehen und stemmten sich gegen die achte Heimniederlage hintereinander.

Zwar waren die spielerischen Mittel begrenzt, um die Gladbacher Deckung dauerhaft unter Druck zu setzen. Dennoch kamen die Gastgeber zu Chancen unter anderem durch Hiroshi Kiyotake (20.). Die beste Möglichkeit hatte vor der Halbzeit Stendel-Entdeckung Noah-Joel Sarenren-Bazee (41.). Doch der 19-Jährige scheiterte in seinem erst zweiten Bundesligaspiel freistehend an Borussia-Keeper Yann Sommer.

Von den Gladbachern war nur wenig zu sehen. Überraschend war der lange verletzte Kapitän Martin Stranzl in die Abwehr gerückt, nachdem Tony Jantschke wegen eines Muskelfaserrisses im Training für längere Zeit ausfällt. Kreativspieler Raffael kehrte nach seiner Verletzung ebenfalls zurück, Impulse konnte er aber nicht geben. Der Gladbacher wirkten ohne ihren gesperrten Anführer Granit Xhaka phlegmatisch. Nur einmal tauchte Fabian Johnson (27.) vor Hannovers Tor gefährlich auf, scheiterte aber an Nationalschlussmann Ron-Robert Zieler. Ansonsten hatte die vom Youngster Waldemar Anton in seinem vierten Bundesligaspiel organisierte Abwehr wenig zu tun.

Auch nach dem Seitenwechsel gab Hannover den Takt vor und ging verdient in Führung. Sarenren-Bazee setzte sich auf der rechten Seite durch, flankte zu Anton, der direkt abzog - der erste Heimtreffer für Hannover nach über 570 Minuten. Gladbachs Trainer André Schubert reagierte, brachte die Offensivkräfte Patrick Herrmann und Ibrahima Traoré für Thorgan Hazard und Mahmoud Dahoud. Die erhoffte Wirkung blieb aus. Im Gegenteil: Nach einem Pfostenschuss durch Kenan Karaman staubte Sobiech zu seinem fünften Saisontor ab. Auch in der Folgezeit war Hannover näher am 3:0 dran als Gladbach am Anschlusstreffer.

dpa

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Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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