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Nicht zu klein machen!

Hannover 96 vor dem Auswärtsspiel in Mainz Nicht zu klein machen!

Vor dem Auswärtsspiel bei Mainz 05 sieht 96-Trainer Michael Frontzeck beide Mannschaften auf Augenhöhe. Abwarten und dann im richtigen Moment zuschlagen. Das könnte die richtige Erfolgstaktik für den ersten Saisonsieg der „Roten“ sein.

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Am Sonnabend wollen die "Roten" in Mainz den ersten Saisonsieg einfahren.

Quelle: Nigel Treblin

Hannover. Wie denn der Kaffee geschmeckt habe, den er mit 96-Clubchef Martin Kind am Mittwoch getrunken hat, wurde Michael Frontzeck gefragt. „Ich kenne die Marke nicht, aber er war sehr gut“, antwortete der 96-Trainer. Zu besprechen gab es einiges, man habe sich „in entspannter Atmosphäre über diverse Themen unterhalten“, berichtete Frontzeck von der Zusammenkunft. Wie lange die Stimmung bei den Treffen von Kind und Frontzeck angenehm bleiben wird, das hängt auch zu einem gewissen Teil vom Ausgang des Auswärtsspiels der „Roten“ am Sonnabend bei Mainz 05 (Anpfiff: 15.30 Uhr) ab. Schafft es 96 nicht, bei den Rheinhessen zu punkten, dürfte die anschließende Länderspielpause und das nächste Kaffeetrinken der beiden etwas ungemütlicher verlaufen.

Hannover 96 trainiert am Mittwoch den 26.08.2015.

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Das wichtigste Ergebnis aus dem Gespräch zwischen Kind und Frontzeck: Bis zum Ende der Transferperiode am Montag wird der Club keinen neuen Spieler mehr holen. „Wir werden nichts mehr machen“, sagte der 96-Trainer. Der 51-Jährige ist davon überzeugt, mit seinem Kader in der Bundesliga konkurrenzfähig zu sein und will erst, wenn nötig, in der Winterpause nachjustieren.

Mainz ist ein Gegner auf Augenhöhe

Bis dahin müssen es also die Spieler richten, die noch auf dem Weg sind, sich zu einer schlagkräftigen Truppe zu entwickeln. Nach dem enttäuschenden Auftritt bei der Heimpremiere gegen Bayer Leverkusen soll es gegen Mainz 05 nun besser laufen. Galt die Aussage aus dem 96-Lager, dass eine Niederlage gegen einen Top-Gegner wie Leverkusen ja nun kein Weltuntergang sei, allgemein noch als akzeptabel, so gelten heute im Spiel gegen Mainz andere Maßstäbe. Man müsse sich nicht kleiner machen, als man sei, das sei ein Gegner auf Augenhöhe, da müsse man punkten, sagten 96-Kapitän Christian Schulz und Torwart Ron-Robert Zieler.

Ein Tor oder gern auch mehrere Treffer können bei diesem Vorhaben nicht schaden. Der ohnehin überschaubare Kreis im 96-Team, der dafür infrage kommt, hat sich durch den Ausfall von Mevlüt Erdinc (Wadenprellung) noch verkleinert. So ruhen die Hoffnungen im Angriff auf den bislang einzigen 96-Torschützen Charlison Benschop. Dass der Neuzugang aus Düsseldorf schon von Beginn an Unterstützung von Allan Saint-Maximin bekommt, der gegen Leverkusen eine halbe Stunde lang spielte und dabei immerhin einige Akzente setzte, ist eher unwahrscheinlich. „Mir ist wichtig, dass die Mannschaft das defensiv ordentlich hinbekommt. Und das ist eine Sache, die ein junger Spieler nicht innerhalb von drei Wochen lernt“, sagte Frontzeck. Wahrscheinlicher ist, dass der Coach Uffe Bech auf der Außenbahn mit der Rolle des Vorbereiters ins Spiel schickt.

Kopfballstarke Spieler sind ein Plus

Allzu viele Torchancen wird es gegen die defensivstarken Gastgeber nicht geben. Umso wichtiger wäre es, wenn die „Roten“ sich auf eine Stärke besinnen würden, die ihnen in der Vergangenheit schon oft aus der Verlegenheit geholfen hat: Tore nach Standards. Mit Marcelo, Salif Sané, Kenan Karaman und Benschop hat 96 mehrere große und kopfballstarke Spieler im Team, was auch den Mainzern nicht entgangen ist. „Bei Hannover ist der Achtkleinste noch 1,86 Meter groß“, sagte Martin Schmidt. Genau wie Frontzeck favorisiert auch der Mainzer Trainer für seine Mannschaft das schnelle Umschaltspiel. „Wir werden aus unserem Team, so wie wir es zusammengestellt haben, keine Ballbesitzmannschaft machen“, sagte der Schweizer.

Wenn keiner die Initiative übernehmen will, ist viel Geduld gefragt. Abwarten und dann im richtigen Moment zuschlagen. Das könnte die richtige Erfolgstaktik für den ersten Saisonsieg der „Roten“ sein. Drei Punkte, damit auch das nächste Kaffeetrinken wieder ganz entspannt verläuft.

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Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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