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Hannover 96 verpflichtet Christian Pander für ein Jahr

Schalker besteht Medizincheck Hannover 96 verpflichtet Christian Pander für ein Jahr

Die „Roten“ haben den ersten Neuzugang für die kommende Saison: Der Schalker Christian Pander wechselt ablösefrei zu Hannover 96. Der Linksverteidiger hat einen Vertrag bis 2012 unterschrieben.

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Christian Pander (rechts) wechselt zu Hannover 96.

Quelle: Ulrich zur Nieden (Archivbild)

Hannover. Trainingsstart ohne einen einzigen neuen Spieler? Diese Sorge so manchen Anhängers von Hannover 96 hat der Fußball-Bundesligist am Sonntag zerstreut. Zur Mittagszeit vermeldete der Klub die Verpflichtung von Christian Pander, der in den vergangenen zehn Jahren bei Schalke 04 unter Vertrag stand. Zumindest für zwölf Monate wird der Linksfuß jetzt das Trikot der „Roten“ tragen – und zwar das mit der Nummer 24, die er schon auf Schalke besaß und die bei 96 zuletzt an Jiri Stajner, den langjährigen Publikumsliebling, vergeben war. Wenn das als Vertrauensvorschuss bewertet werden kann, dann dürfte der 27-Jährige Hoffnungen darauf wecken, ein guter Griff zu sein – ungeachtet offenkundiger Risiken, die mit diesem Karriereschritt des gebürtigen Münsteraners verbunden sind.

Ehe Pander in Hannover seinen Einjahresvertrag unterschrieb, hatte er sich „intensiven Medizinchecks“ unterzogen, wie 96 ausdrücklich vermeldete; alle seien gut verlaufen. Komplettiert wurden die Untersuchungen laut Sportdirektor Jörg Schmadtke durch einen Informationsaustausch mit dem Mediziner, der den früheren zweimaligen Nationalspieler am Knie operiert hatte. Insgesamt fünf derartige Eingriffe musste Pander im Laufe der Jahre über sich ergehen lassen; die letzte 2009 – das war ein Grund dafür, dass er es bei den „Königsblauen“ nie über den Status eines Ergänzungsspielers hinaus brachte, sieht man einmal von der Saison 2004/2005 mit 24 Einsätzen ab. In der jetzt beendeten Spielzeit waren es gerade einmal vier, darunter im Januar auch die Partie in Hannover (0:1).

Dass Pander hier nun einen Neuanfang versucht, hat auch mit dem Trainer zu tun, den er bestens kennt. Mit Mirko Slomka hat er schon „auf Schalke“ zusammengearbeitet; vom Wiedersehen verspricht sich der Fußballprofi einiges für seine sportliche Zukunft. „Er ist sehr positiv gestimmt und hofft, das Tal mit den Verletzungen durchschritten zu haben, sodass es bei ihm wieder aufwärts geht“, sagte Schmadtke.

In den Vertragsverhandlungen hatte der 96-Sportdirektor Pander als „sehr angenehmen, klar strukturierten und intelligenten Gesprächspartner, der die Dinge einzuordnen weiß“ kennengelernt. Von sich aus hatte Pander die Möglichkeit eines Zweijahresvertrages ausgeschlagen, was ihn besser abgesichert hätte, und stattdessen eine kürzere Laufzeit favorisiert. „Das spricht für ihn“, sagte Schmadtke. Der Vertrag enthalte keine Optionen.

Pander, ein guter Freistoßschütze, ist vielseitig einsetzbar: als Linksverteidiger ebenso wie im linken Mittelfeld und auf der sogenannten Doppelsechs. Das eröffnet 96 mehr Möglichkeiten, als sie etwa „Vorgänger“ Constant Djakpa bieten konnte, der sich nach dem Vertragsende in Hannover dem Zweitligisten Eintracht Frankfurt angeschlossen hat. Chefcoach Slomka meint, Pander bringe in sein neues Team viel sportliche Qualität ein, zudem sei er ein „charakterstarker Spieler“.

Ob bis zum Trainingsstart am Donnerstag noch weitere Transfers realisiert werden, ließ Schmadtke am Sonntag offen. „Warten wir es mal ab“, sagte er. Insgesamt will Hannover 96 bis zu vier neue Spieler verpflichten, wozu bis Ende August Zeit wäre.

Post aus Norwegen: Im Wechselgezerre um Nationalspieler Hennig Hauger hat dessen Verein Stabaek IF den „Roten“ ein neues Angebot vorgelegt. „Ich werde mir das am Montag mal genau angucken“, sagte 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke. Nach dem ersten Draufschauen bewertete er den Vorschlag als „nicht sonderlich interessant“. Die Ablöseforderung für den Mittelfeldspieler sei immer noch zu hoch.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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