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Der ehemalige Kapitän drückt die Daumen

96 vor dem Saisonstart Der ehemalige Kapitän drückt die Daumen

Der ehemalige Kapitän Lars Stindl hat Hannover 96 viel Glück für den Start in die neue Bundesligasaison am Sonnabend in Darmstadt gewünscht. Trainer Michael Frontzeck nimmt Neuzugang und Stürmer Mevlüt Erdinc weiter vor Kritik und zu hohen Erwartungen in Schutz.

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„Er bekommt Zeit, sich zu integrieren“: 96-Trainer Michael Frontzeck hat weiter Vertrauen in Stürmer Mevlüt Erdinc.

Quelle: Petrow

Hannover . Vor dem ersten Spiel einer neuen Fußball-Bundesligasaison kann Zuspruch von einem alten Freund nicht schaden. Und deshalb haben sich bei Hannover 96 alle gefreut, vor dem Auftakt morgen bei Neuling Darmstadt 98 (Anpfiff 15.30 Uhr) etwas von Lars Stindl zu hören. Der ehemalige Kapitän, der am Sonnabend drei Stunden nach den „Roten“ mit seinem neuen Club Borussia Mönchengladbach in Dortmund spielt, hat sich gemeldet und den früheren Mitspielern ausdrücklich „viel Glück und Erfolg“ gewünscht – eine nette Geste.

Stindl ist bei 96 also immer noch ein Thema, auch in anderer Hinsicht. „Wir haben viel Potenzial im vorderen Bereich verloren“, sagte Trainer Michael Frontzeck und meint damit vor allem Stindl, der „natürlich nicht eins zu eins zu ersetzen ist“. Frontzeck stimmte am Donnerstag noch einmal ein Loblied auf den früheren Kapitän an und erwähnte nicht nur seine sportliche Klasse, sondern auch seine Bedeutung für das Team. „Er ist in einer schwierigen Situation vorangegangen“, sagte der 96-Trainer und schlug elegant den Bogen zur Gegenwart. Stindl, so Frontzeck, sei auch mal ein junger Profi gewesen, der sich entwickelt habe. „Ich hoffe, dass der eine oder andere junge Spieler aus unserer Mannschaft einen Weg wie Stindl gehen wird“, sagte der 51-Jährige.

Das Fachmagazin „kicker“ hat genau nachgerechnet und das Durchschnittsalter im Kader der 18 Clubs verglichen. Mit 24,19 Jahren (bei 32 Spielern) haben die Hannoveraner den zweitjüngsten Kader hinter Bayer Leverkusen (24,08 bei 27 Spielern). Der morgige Gegner Darmstadt 98 hat einen vergleichsweise alten Kader (26,70 bei 26 Spielern), doch in puncto Erfahrung kann der Neuling mit den „Roten“ dennoch nicht mithalten. Die Darmstädter Profis bringen es zusammen auf 699 Bundesligaeinsätze, die 96-Profis immerhin auf stattliche 1471 (Vergleich Bayern München: 3023 Einsätze).

Die Favoritenrolle zum Saisonstart wird Frontzeck also nicht los und versucht das auch gar nicht. Die Darmstädter haben gerade mal 850.000 Euro für sechs neue Spieler ausgegeben, die Hannoveraner haben für neun Zugänge 13 Millionen Euro investiert. Und trotzdem weiß Frontzeck, dass seine Elf morgen auf einen kampfstarken und hoch motivierten Gegner trifft. „Wir wissen, was uns erwartet“,  sagte er.

In Schutz nahm der 96-Trainer Neuzugang Mevlüt Erdinc, der bislang nicht überzeugen konnte. „Ich bin nicht gut aufgelegt, wenn man dem Jungen die Pistole auf die Brust setzt und sagt: ,Du hast noch drei Wochen Zeit.‘  Dafür bin ich nicht zu haben.“ 96-Clubchef Martin Kind hatte nach dem 2:0-Pokalsieg in Kassel gesagt, die ersten drei Bundesligaspiele abwarten zu wollen, um danach eventuell noch einen weiteren Stürmer zu verpflichten.
Beim Saisonziel ließ sich Frontzeck am Donnerstag nicht locken und vermied die Festlegung auf eine bestimmte Platzierung: „Wir wollen gut reinkommen und eine stabile Saison spielen. Eine Situation wie in der vergangenen Saison wollen wir nicht noch einmal durchleben.“

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Hannovers Trainer Michael Frontzeck hat vor dem Bundesliga-Auftakt beim Aufsteiger Darmstadt 96 seinem bislang glücklosen Neuzugang Mevlüt Erdinc den Rücken gestärkt. "Ich werde ihm keine Pistole auf die Brust setzen", erklärte der Fußball-Lehrer am Donnerstag.

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