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"Enttäuschung kann auch ein Antrieb sein“

96 gegen Leverkusen "Enttäuschung kann auch ein Antrieb sein“

Die Trainingseindrücke machen 96-Coach Thomas Schaaf Hoffnung für das schwere Spiel am Sonnabend gegen Bayer Leverkusen. Trotz der Niederlage gegen Darmstadt: „Wir haben gemerkt, dass wir schon richtig in der Spur sind. Enttäuschung kann auch ein Antrieb sein.“

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„Wichtig ist für mich, was ich tagtäglich auf dem Trainingsplatz erlebe“: 96-Coach Thomas Schaaf.

Quelle: Florian Petrow

Hannover. Die eine Blockade ist gelöst: Donnerstag gab es grünes Licht für Hugo Almeida. Der neue Stürmer, der am Mittwoch das Training mit Wadenproblemen abgebrochen hatte, wird Hannover 96 Sonnabendnachmittag gegen Bayer Leverkusen (Anpfiff ist um 15.30 Uhr) im Abstiegskampf helfen können. „Das Ganze kam aus dem Rücken“, sagte Trainer Thomas Schaaf, „die Physiotherapeuten haben ihn behandelt, ich kann Entwarnung geben.“

Die andere Blockade wird nicht so leicht zu beheben sein. Sie sitzt tief im Kopf der Spieler, wo sie sich durch die vielen Misserfolge dieser Saison verfestigt hat. Es ist fraglich, wie sie ausgerechnet in Leverkusen wieder verschwinden soll - ein Gegner, bei dem für die „Roten“ in den vergangenen Jahren überhaupt nichts zu holen war. Und der Dämpfer zuletzt gegen Darmstadt 98 hat es auch nicht gerade besser gemacht. Aber zumindest Schaaf ist guter Dinge. „Natürlich waren wir erst enttäuscht“, sagt er, „aber wir haben auch gemerkt, dass wir schon richtig in der Spur sind. Und: Enttäuschung kann auch ein Antrieb sein.“

Die jüngsten acht Auswärtsspiele in Leverkusen hat 96 allesamt verloren - bei einem wenig Mut machenden Torverhältnis von 1:21. „Ich beschäftige mich nicht mit Statistiken“, sagt Schaaf, „wichtig ist für mich, was ich tagtäglich auf dem Trainingsplatz erlebe, allein das zählt.“ Er wisse, dass man einer enorm starken Mannschaft gegenüberstehe. „Aber“, sagt er, „wir nehmen die Erfahrungen aus dem Darmstadt-Spiel und die Trainingseindrücke mit. Und das zeigt mir, dass wir sehr intensiv trainieren.“ In der vergangene Woche habe das Team sehr hart an sehr vielen Dingen gearbeitet. „Wir hatten ein volles Programm, weil wir ein paar Baustellen haben“, sagt Schaaf, „aber die Mannschaft hat das von uns Geforderte sehr gut umgesetzt. Und das gibt mir zum einen die Hoffnung, dass wir es in Leverkusen wieder ein Stück besser machen, und zum anderen die Überzeugung, dass wir wieder bessere Ergebnisse erzielen.“

Über die personelle Besetzung, die die schwere Aufgabe morgen in Leverkusen angehen soll, schweigt sich der 96-Coach ebenso aus wie über die taktische Ausrichtung. Es wäre aber wenig überraschend, wenn er auf die Mannschaft setzt, die gegen Darmstadt begonnen hat. Ausnahmen: Für die Gelb-gesperrten Christian Schulz und Salif Sané kommen Ceyhun Gülselam (Innenverteidigung) und Hotaru Yamaguchi (rechtes Mittelfeld) ins Team. Sollte Uffe Bech, der lange wegen einer Nervenentzündung kürzer treten musste, in einem Gespräch mit Schaaf heute oder morgen signalisieren, dass er topfit ist, dann ist auch der Däne eine Alternative. Wenn auch vielleicht noch nicht für die Anfangself. „Uffe hat sehr gut trainiert, ist voller Eifer“, sagt Schaaf. „Man merkt ihm an, dass er sich voll einbringen will.“ Seine Dynamik kann 96 wahrlich gut gebrauchen.

Das System hingegen dürfte so aussehen wie vergangenen Sonnabend. Nachdem sich Almeida fit zurückgemeldet hat, wird es Schaaf wieder mit den beiden Stürmern Almeida und Adam Szalai versuchen. Und wenn sie treffen, erhöht sich die Chance, dass sich auch die andere Blockade irgendwann lösen wird.

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