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Hannover 96 will Bremen-Fluch besiegen
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„Kick it like Bobic!“ Hannover 96 will Bremen-Fluch besiegen

Wo ist Fredi Bobic, wenn man ihn braucht? Nicht, dass Hannover 96 den Manager des VfB Stuttgart in seiner heutigen Funktion dringend nötig hätte – diesen Posten hat der Klub mit Jörg Schmadtke hervorragend besetzt. Aber als echter Werder-Bremen-Experte wäre der einstige Torjäger der „Roten“ beim Gastspiel an der Weser (Freitag, 20.30 Uhr) vielleicht überaus hilfreich.

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Ein historischer Treffer: Fredi Bobic (2.v.l.) überwindet am 22. März 2003 den Bremer Torhüter Pascal Borel zum 2:1 und besiegelt damit den einzigen 96-Sieg an der Weser.

Quelle: zu Nieden

Hannover. Denn die 96-Bilanz in Bremen liest sich verheerend: Nur ein einziges von 29 Spielen beim SV Werder konnte die Hannoveraner bislang gewinnen. Damals, beim 2:1 am 22. März 2003, erzielte Bobic beide Treffer – und konnte sich sogar noch den Luxus erlauben, einen Elfmeter zu verschießen.

Doch Bobic wird heute Abend nicht dazu beitragen können, dass es nach knapp zehn Jahren wieder einmal etwas zu jubeln gibt. Ebenso wenig wie Steven Cherundolo, der einzige verbliebene Spieler aus der Siegermannschaft von damals. Der Kapitän leidet an hartnäckigen Knieproblemen und führt damit die lange Liste von Ausfällen an, auf der inzwischen nicht weniger als ein Dutzend 96-Profis stehen.

Und weil die „Roten“ in dieser Saison mit sechs Punkten aus neun Spielen ja bislang auch alles andere als auswärtsstark aufgetreten sind, gibt es auf den ersten Blick wenig Hinweise darauf, dass sich an der schlechten Bilanz in Bremen heute etwas ändert.

Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass sich Trainer Mirko Slomka im Vorfeld der Partie relativ zurückhaltend geäußert hat. Seine offizielle Zielsetzung („Wir wollen einen Punkt“) hat bei dem einen oder anderen 96-Fan für Stirnrunzeln gesorgt. Immerhin tritt der Tabellenzehnte nach dem in Unterzahl erkämpften 2:1-Sieg über den VfL Wolfsburg mit leichtem Rückenwind bei einem Gegner an, der seit vier Spielen nicht mehr gewonnen hat. Und bei dem mit Kapitän Clemens Fritz und Marko Arnautovic, der Bremer Light-Variante des schwedischen Fußball-Egozentrikers Zlatan Ibrahimovic, zwei Leistungsträger gesperrt fehlen. Auf dem Weg zur dritten Europapokal-Qualifikation in Folge sollte man da doch ruhig auf Sieg spielen, so der Tenor bei etlichen Anhängern der „Roten“.

Doch Slomka tut gut daran, den leichten Aufwärtstrend vom vergangenen Wochenende nicht überzubewerten und den Ball stattdessen flach zu halten. Dafür gab es auch beim Sieg über Wolfsburg noch zu viele Unsicherheiten in der Hintermannschaft. Und damit, dass die Offensivabteilung der „Roten“ um den achtmaligen Torschützen Mame Diouf in ihrer Chancenverwertung erneut einer Quote von 100 Prozent nahekommt, ist auch nicht unbedingt zu rechnen.

Heute Abend träfen „zwei Mannschaften aufeinander, die in der Offensive ihre Stärken haben“, sagte Slomka im Vorfeld. „Außergewöhnlich schlecht“ sei hingegen, dass beide Teams schon 37 Gegentore kassiert haben. Das lässt einige Optionen zu beim Ausgang dieses Nordderbys.

Doch intern, da darf man sich sicher sein, peilen die 96er mehr als den einen Punkt an, den der Trainer öffentlich als Ziel ausgegeben hat. Als Mutmacher könnte dabei das Hinspiel dienen, in dem 96 durch einen Seitfallzieher von Szabolcs Huszti in der Nachspielzeit mit 3:2 gewann.

Und wenn das nicht reichen sollte, dann könnten die „Roten“ ja vor dem Spiel doch einmal bei Bobic nachfragen, wie das mit einem Sieg in Bremen funktioniert. Ganz getreu einem leicht abgewandelten Filmtitel: „Kick it like Bobic!“

Björn Franz/Norbert Fettback

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