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Starke zweite Reihe als Erfolgsgarant

Hannover 96 gegen SC Paderborn Starke zweite Reihe als Erfolgsgarant

Bei Hannover 96 ist man auch für das Spiel morgen in Paderborn zuversichtlich, weil Profis wie Felipe das Niveau hochhalten. Tayfun Korkut trifft bei der Partie auch auf einen alten Bekannten, André Breitenreiter.

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„Er ist auf einem guten Weg“: Felipe (l.) hat Tayfun Korkut mit guten Trainingsleistungen überzeugt.

Quelle: zur Nieden

Hannover. Ganz fremd sind sie sich nicht. Tayfun Korkut hat am Donnerstag ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert und verraten, dass er André Breitenreiter nicht erst am Sonnabend persönlich kennenlernen wird, wenn Hannover 96 beim Bundesliganeuling SC Paderborn 07 antritt.

Die beiden Fußballtrainer haben einst in Barsinghausen zusammen auf der Schulbank gesessen und die B-Lizenz erworben. „Wir haben uns gut verstanden“, sagt Korkut im Rückblick. Der Kontakt sei seitdem allerdings abgerissen. Morgen also werden sie sich wieder die Hand schütteln und sich einen Klaps mit auf den Weg geben, ehe es auf dem Platz zur Sache geht. Mit dem Anpfiff müssen freundschaftliche Gefühle aber hintenanstehen.

Denn Korkut macht sich mit seiner Mannschaft nicht auf den Weg nach Westfalen, um sich in alter Verbundenheit von seiner großzügigen Seite zu zeigen. „Wir werden auf Sieg spielen“, hat der 40-Jährige angekündigt. Das hat nichts mit fehlender Wertschätzung von Breitenreiter und dessen Überraschungsteam zu tun, vielmehr mit den eigenen Ansprüchen. Als ungeschlagener Tabellendritter ist 96 auf den Geschmack gekommen, was Korkut mit den Worten umschreibt: „Wir wollen dranbleiben.“

Was sich forsch anhört, hat eine gewisse Tradition in Hannover. Dreimal haben die „Roten“ aus den ersten drei Spielen seit 2010/2011 stolze sieben Punkte geholt, vorige Saison waren es anfangs immerhin sechs. Das führte nicht in jedem Fall geradewegs in die Glückseligkeit, sprich in die Europa League. Die aktuelle Bilanz seines Teams sei „keine Garantie“ darauf, was am Ende herauskomme, sagt Korkut.

Eine gewisse Garantie kann der 96-Chefcoach inzwischen aber darauf geben, was von seiner Mannschaft zu erwarten sein wird. Selbst Klubchef Martin Kind, sonst eher vorsichtig in seinen sportlichen Prognosen, spricht von einer guten Chance zu gewinnen, nicht nur in Paderborn, sondern auch im darauffolgenden Heimspiel gegen den 1. FC Köln. Denn Korkut, der mit einem Punkteschnitt von 1,55 pro Spiel so erfolgreich ist wie keiner seiner vielen Vorgänger auf dem 96-Trainerstuhl, entpuppt sich mehr und mehr als Erfolgsgarant. Dass die 96-Mannschaft „Siegeswillen, Mannschaftsgeist und Spaß am Spiel“ in die Waagschale werfen kann, wie Sportdirektor Dirk Dufner anmerkt, ist in erster Linie sein Verdienst und wichtiger Teil des Aufschwungs, der auch am Tabellenstand abzulesen ist. Dufner gibt sich auch in der Hinsicht sehr zuversichtlich: „Wir sind davon überzeugt, dass es so weitergeht.“

Seit acht Spielen sind die „Roten“, die vorige Saison eingerechnet, jetzt ohne Niederlage. Mit einem „Dreier“ morgen wäre gar ein vereinsinterner Startrekord in der Bundesliga perfekt: Zehn Punkte nach vier Spieltagen, das hat es noch nie gegeben. Warum es derzeit so gut läuft, erklärt Korkut auch damit, dass auf die Spieler aus der zweiten Reihe Verlass ist. Diese seien „unheimlich leistungsbereit“, sagt er. 96 sei auch deshalb unberechenbarer geworden, weil der interne Konkurrenzkampf beflügele. „Jeder versucht, seine Chance zu nutzen. So kann man über die Saison hin erfolgreich sein“, lautet seine Einschätzung.
Einer, auf den das zutrifft, ist Felipe. Der Brasilianer ist bei Korkut zwar ein unbeschriebenes Blatt, was Einsätze in der Bundesliga betrifft. Er hat sich bei seinem Chef gestern dennoch ein dickes Lob abholen können. Der Innenverteidiger habe im Training „positiv überrascht. Er ist auf einem guten Weg. Wenn wir ihn benötigen, wird er seinen Mann stehen.“

Das könnte möglicherweise in Paderborn der Fall sein, wenn es weiterhin Fragezeichen um den Einsatz von Miiko Albornoz (Achillessehnenbeschwerden) und Christian Pander (kehrte nach einem grippalen Infekt erst gestern ins Training zurück) geben sollte. Dann wäre Christian Schulz der Kandidat für die linke Abwehrseite – und Felipe mit einem Mal mittendrin. 

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