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Raus aus dem Keller

96 will in Köln punkten Raus aus dem Keller

Sie wollen so schnell wie möglich da unten raus. Denn es ist ungemütlich da unten im Keller der Fußball-Bundesliga, wo sich die Mannschaft von Hannover 96 seit Saisonbeginn befindet. Das Team will bis zum Winter die untere Tabellenregion verlassen.

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Raus aus dem Tabellenkeller: Michael Frontzeck will mit den "Roten" bis zum Winter aus dem Tabellenkeller raus.

Quelle: Sielski

Hannover. „Bis zum Winter wollen wir die untere Tabellenregion verlassen“, gibt 96-Trainer Michael Frontzeck das noch recht langfristige Ziel für die Wochen bis Weihnachten aus. Um dieses zu erreichen, würden den „Roten“ kurzfristig weitere Erfolgserlebnisse helfen. Nach vier Punkten aus den beiden Spielen vor der Länderspielpause gegen den VfL Wolfsburg (1:1) und Werder Bremen (1:0) darf es am Sonntag im Spiel beim 1. FC Köln
(15.30 Uhr) gern Nachschlag geben.

Es war längst nicht alles gut, was die „Roten“ beim ersten Saisonsieg gegen Bremen ablieferten. Es war aber auch nicht alles schlecht. Es gibt also einiges, auf das die Mannschaft aufbauen kann, um sich weiter aus der Krise zu spielen. Für Frontzeck ist die „Mentalität“, die die 96-Profis zuletzt gezeigt haben, ein Schlüssel zum Erfolg. „Nach der Niederlage gegen Stuttgart dachten doch alle, dass wir uns davon nicht erholen und in Wolfsburg mindestens fünf Tore kassieren“, sagt der 51-Jährige. Es habe ihm sehr gut gefallen, wie die Mannschaft darauf reagiert habe. „Wie die Spieler jeden Zweikampf angenommen und jeden Zentimeter auf dem Platz umgegraben haben, das war wirklich gut.“

Diesen Einsatz, verbunden mit der Botschaft an die Konkurrenz, dass niemand 96 schon abschreiben sollte, will Frontzeck von seiner Mannschaft auch beim Gastspiel in Köln sehen. „Wir müssen da anfangen, wo wir gegen Bremen aufgehört habe“, sagt der 96-Coach. Was bedeutet: gut verteidigen und den Gegner nicht zum Toreschießen einladen. Die entscheidenden Gründe für die  beiden Erfolgserlebnisse seien gewesen, „dass wir mit aller Konsequenz verteidigt haben. Und wir haben dem Gegner wenig Fehler angeboten. In den Spielen davor war es regelmäßig so, dass wir an unseren Gegentoren beteiligt waren und uns immer wieder selbst ins Knie geschossen haben“, sagt Frontzeck.

Statt das eigene Knie sollten die 96-Profis am Sonntag besser das Kölner Tor anvisieren. Doch mit dem Toreschießen ist das so eine Sache beim Bundesligisten aus Hannover. Erst siebenmal haben die „Roten“ bislang getroffen, eine schlechtere Ausbeute hat nur der FC Ingolstadt. Der Aufsteiger holte jedoch mit seinen sechs Toren schon 14 Punkte und steht auf dem 6. Platz. Mit Artur Sobiech und Mevlüt Erdinc stehen Frontzeck gegen Köln nur zwei Angreifer zur Verfügung. Verzichten muss er auf Charlison Benschop, der sich beim Aufwärmen vor dem Training am Donnerstag erneut einen Muskelfaserriss zugezogen hat und  mehrere Wochen ausfallen wird.

In Köln wird Frontzeck wohl wieder auf Artur Sobiech setzen. Der Pole führt die interne Torjägerliste mit seinen beiden Treffern aus dem Spiel gegen Borussia Dortmund an, konnte in den Spielen danach aber nicht mehr überzeugen. Auch bei Erdinc ist der Knoten bislang noch nicht geplatzt. Über Kurzeinsätze kam der Türke zuletzt nicht hinaus. Im Training deutet der Stürmer zwar immer wieder seine Qualitäten an, während der Spiele ist davon dann aber nicht mehr viel zu sehen. „Mevlüt ist ein erfahrener Spieler, da kommt noch was“, glaubt Frontzeck weiter an den 28-Jährigen, der für 3,5 Millionen Euro von St. Etienne zu 96 wechselte.

Vielleicht kommt da schon etwas in Köln. Und vielleicht sollte es der 96-Trainer am Sonntag mit einem kleinen Trick versuchen und seinen Spielern vor dem Anpfiff Bilder aus dem Harz zeigen. Denn da ist schon Winter.

Frontzeck gegen Schmadtke – das Duell zweier Freunde

Die Begrüßung für Michael Frontzeck wird herzlich sein, was keine Selbstverständlichkeit für einen Mönchengladbacher in Köln ist. Doch das ist Jörg Schmadtke egal, zumal der Kölner Sportdirektor aus Düsseldorf kommt und ihn mit dem 96-Trainer eine langjährige Freundschaft verbindet. „Ich kenne Jörg schon seit 35 Jahren, wir haben in der Jugend gegeneinander Fußball gespielt“, sagt Frontzeck. Danach haben sich die Wege der beiden immer wieder gekreuzt, irgendwann sei daraus dann eine Freundschaft entstanden.

Natürlich freue er sich auf das Wiedersehen mit Schmadtke, der auch während seiner vierjährigen Amtszeit als Sportdirektor von Hannover 96 sehr erfolgreich gearbeitet hat. „Noch mehr würde mich jedoch freuen, wenn wir aus Köln Punkte mitnehmen würden“, sagt Frontzeck. Was gegen den Tabellenfünften eine schwierige Aufgabe werden dürfte. „Sie sind auf einem sehr guten Weg, es ist beachtlich, was da abläuft“, sagt der 96-Trainer. Nach einer soliden Saison als Aufsteiger haben sich die Rheinländer gezielt und gut verstärkt. Vier Siege hat der FC schon auf dem Konto, im heimischen Stadion ist die Mannschaft von Trainer Peter Stöger in dieser Saison noch ungeschlagen.

„Man sieht, dass da etwas gewachsen ist“, sagt Frontzeck, den lediglich die Ruhe rund um die Mannschaft etwas überrascht. „Das ist für Köln eher ungewöhnlich.“ Sicherlich habe auch Schmadtke einen Anteil am Erfolg, sagt Frontzeck, „aber nicht er allein. Da läuft es zurzeit auf allen Ebenen gut.“

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