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Samstagsspiel

Hannover 96 will beim HSV die Auswärtsbilanz verbessern

Von Volker Wiedersheim

90 Minuten Gas geben: Beim Auswärtsspiel gegen den Hamburger SV fordert 96-Trainer Slomka volles Durchhaltevermögen von den „Roten“. Der Cheftrainer betrachtet den HSV am Samstag als ernstzunehmenden Gegner - und erwartet ein kampfbetontes Spiel.
Der 96-Überflieger Didier Ya Konan zeigt im Training artistische Ballbehandlung.

Der 96-Überflieger Didier Ya Konan zeigt im Training artistische Ballbehandlung.

© Ulrich zur Nieden

Die jüngsten Auswärtsspiele in der Fußball-Bundesliga waren gar nicht nach dem Geschmack von Hannover 96. Zweimal vier Gegentore – 0:4 beim 1. FC Köln, 1:4 bei Borussia Dortmund –, das nagt ein wenig am Selbstvertrauen. Am Samstag geht es wieder nach Hamburg. Eigentlich ein gutes Ziel für die „Roten“. Beim HSV (Anpfiff ist um 15.30 Uhr) hat 96 seit dem Wiederaufstieg in die Bundesliga von acht Partien nur zwei verloren.

Und auch das jüngste Heimspiel vor den beiden „Klatschen“ mit vier Gegentreffern gewann das Team von 96-Trainer Mirko Slomka in der Hansestadt – mit 1:0 am Millerntor gegen St. Pauli. „Gegen Köln haben wir nur 30 Minuten gut gespielt und dann deutlich verloren. Gegen Dortmund waren 60 Minuten gut, und wieder haben wir deutlich verloren. Das darf uns nicht passieren. In Hamburg müssen wir schon 90 Minuten Gas geben“, forderte Slomka deshalb am Donnerstag mit Blick auf den 30. Spieltag.

Das Rezept für dieses Spiel ist zumindest in einigen Positionen denkbar einfach. Slomka hat den Hamburger SV beobachten lassen und findet, dass der Nordnachbar nach dem Trainerwechsel von Armin Veh zu Michael Oenning eine „durchwachsene Saison“ keineswegs im „Niemandsland“ beenden will: „Er kämpft mit Freiburg und Mainz weiterhin um Platz 5. Und ich glaube auch, dass das Spiel gegen uns vom HSV so angegangen wird. Das Team ist nach dem Trainerwechsel sehr offensiv ausgerichtet mit zwei Stürmern. Van Nistelrooy ist wieder auf dem Zettel. Und Petric war an den jüngsten Treffern immer beteiligt.“

Wie dagegenhalten? „Fakt ist, wir brauchen viel mehr Stabilität auswärts“, sagt Slomka. Mehr rennen, mehr kämpfen, vor allem in des Gegners Hälfte wichtige Duelle gewinnen – darauf kommt es an. Und Nadelstiche wollen sie aus der gewohnt kompakten, aber nicht ängstlich zurückgezogenen Formation heraus setzen. „Entscheidend ist, dass wir hinten stabil stehen, so lange es nur irgendwie möglich ist, und mit den ersten Nadelstichen zeigen, dass es gefährlich ist, gegen uns zu offensiv zu sein. Die Hamburger sind bei Standardsituationen, gerade bei Freistößen, nicht so stabil. Das gilt es auszunutzen.“

Besondere Gefahr bei einem möglicherweise sehr kampfbetonten Spiel: Die Leistungsträger Didier Ya Konan, Emanuel Pogatetz und Steve Cherundolo sind mit vier, Sergio Pinto ist bereits mit neun Gelben Karten vorbelastet. Das Quartett würde nach einer weiteren Verwarnung das Spiel gegen den SC Freiburg verpassen. Slomka will indes nicht zu besonderer Vorsicht mahnen: „Sie sollen ihr Spiel machen, auch wenn es eine Gelbe Karte gibt. Alle vier sind aber auch Typen, die ohne weitere Karte bis zum Saisonende durchkommen können.

Slomka verwies entsprechend auf eine Szene der Partie gegen Dortmund, in der Pinto Mario Götze zum Preis einer Gelben Karte am Ausgleichstreffer hätte hindern können, ihn aber laufen ließ. Andernfalls hätte er im Spiel gegen Mainz 05 gefehlt – in dem er mit einer Torvorbereitung und einem Treffer zum Wegbereiter des Sieges avancierte.

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