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Alles andere als ein Kinderspiel

Hannover 96 gegen FC-Astoria Walldorf Alles andere als ein Kinderspiel

Es war ein umkämpftes Spiel: In Unterzahl hat Hannover 96 in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 3:1 beim FC-Astoria Walldorf gewonnen. Joselu erzielte zwei Tore, Marcelo sah die Rote Karte.

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Joselu erweist sich als Verstärkung

Umkämpftes Spiel: Gegen Walldorf mussten die „Roten“ hart arbeiten.

Quelle: dpa

Walldorf. So sehen glückliche Menschen aus. Die „Roten“ strahlten. Die Spieler lagen sich in den Armen, das Trainerteam ebenso. Klubchef Martin Kind herzte seine Angestellten. Doch so recht passten diese Szenen nicht zu dem Spiel, das Hannover 96 vorher geboten hatte. Lediglich zum Ergebnis. Der Fußball-Bundesligist war ins Stolpern geraten gegen den biederen FC-Astoria Walldorf, doch er war nicht gefallen. 96 siegte mit 3:1 und steht damit in der 2. Runde des DFB-Pokalwettbewerbs. „Das ist das Entscheidende“, sagte Kind und zwinkerte.

In der ersten Runde des DFB-Pokals 2014/2015 tritt Hannover 96 bei FC-Astoria Walldorf an.

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Was sich vorher auf dem Rasen abgespielt hatte, das wollte er „lieber nicht kommentieren“. Es wäre nämlich wenig freundlich für seine Profis ausgefallen, die sich haarsträubende Fehler leisteten und ihr Pensum mitunter in Zeitlupe abspulten.

Das alles passte zum Treiben auf den Rängen. Von den etwa 500 hannoverschen Fans war nur gelegentlich und dann auch eher verhalten etwas zu hören. Und die Walldorfer, die hielten sich komplett zurück, selbst die kleine Gruppe mit Trommlern griff nur äußerst selten zu ihren Stöcken. Es war mitunter stiller im Stadion als in der Kirche.

Ähnlich uninspiriert lief das Ganze auf dem Rasen ab. Es machte sich gähnende Langeweile breit. 96 tat nur das Nötigste, hatte den FC, der in Ehrfurcht erstarrte, komplett im Griff. Und fühlte sich bald allzu sicher. Damit bauten die „Roten“ den äußerst limitierten Gegner auf. Gleich dessen erster Angriff war erheblich gefährlicher als alle Versuche, die die „Roten“ in den 27 Minuten vorher gestartet hatten. Stürmer Marcel Carl traf aber freistehend vor Torwart Ron-Robert Zieler nur den Pfosten. Riesenglück gehabt.

Joselu erzielt zwei Tore, Kapitän Stindl trifft einmal, Marcelo sieht die Rote Karte. So präsentierten sich die „Roten“ beim Spiel gegen den FC-Astoria Walldorf. Die Einzelkritik von Jörg Grußendorf.

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Zwei Minuten später setzte Joselu nach einer klasse Flanke von Christian Pander sein erstes Zeichen. 96 führte mit 1:0, alles lief auf einen entspannten Nachmittag für den Bundesligisten hinaus. Wahrscheinlich wäre es auch so gekommen, wenn der schwache Schiedsrichter Martin Petersen fälschlicherweise den zweiten Treffer Joselus nicht wegen einer angeblichen Abseitsstellung zurückgepfiffen hätte. Er tat es aber, und so wurde es noch einmal richtig spannend. Weil sich Marcelo im Zweikampf höchst ungeschickt anstellte und völlig zu Recht vom Platz flog. Auch wenn in seiner Aktion keine Absicht zu erkennen war, senste der 96-Innenverteidiger seinen Gegenspieler Marcel Groß doch eindeutig um – und das als letzter Mann, wie es in der Fußballersprache heißt. Rot für den Brasilianer war die entsprechende Konsequenz.

Die Hannoveraner waren nur noch zu zehnt, mussten umstellen – Leon Andreasen rückte aus dem Mittelfeld in die Abwehr zurück – und waren sichtlich durcheinander. Dank der Schwäche des Gegners passierte jedoch fast nichts, zumindest bis zur 58. Minute, bis Nico Hillenbrand aus Nahdistanz zum Ausgleich einschob. Pander hatte den Pass nach innen nicht verhindert, Hiroki Sakai den Torschützen entwischen lassen.

„Wir hatten danach Chancen zum 2:1 und gar 3:1“, sagte FC-Trainer Matthias Born, „wenn wir die genutzt hätten, wären wir als Sieger vom Platz gegangen.“ Auch wenn diese Aussage sehr, sehr optimistisch war: Es wäre spannend gewesen zu sehen, wie die „Roten“ dann reagiert hätten.

Doch nach einem Traumtor von Lars Stindl (76. Minute) – der Kapitän traf aus 18 Metern volley in den Winkel – lief wieder alles nach Plan. 96 übernahm das Kommando, Joselu legte zum 3:1 (79.) nach, und bei 96 war man durchaus zufrieden. „Wir freuen uns, dass wir das Spiel gewonnen haben“, sagte 96-Trainer Tayfun Korkut. „Das ist für uns das Allerallerwichtigste.“ Damit hat er das Wesentliche der Dienstreise ins Kurpfälzische in zwei Sätzen zusammengefasst. Gegen Schalke 04 am kommenden Sonnabend, das weiß Korkut genau, muss sich seine Mannschaft erheblich steigern. Sonst wird sein Fazit anders ausfallen.

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