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„Weihnachten wollen wir über dem Strich liegen“

Hannover 96 „Weihnachten wollen wir über dem Strich liegen“

Bis zur Winterpause sind es noch vier Spiele in der Fußball-Bundesliga. Spiele, die es in sich haben für Hannover 96. Denn bis dahin muss punktemäßig noch einiges passieren bei den „Roten“. Elf mickrige Zähler sind es bisher.

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Schluss mit Angsthasenfußball: Die 96-Profis zeigen schon im Training den Elan, den 96 im Heimspiel gegen Ingolstadt auf das Feld bringen will.

Quelle: Nigel Treblin

Hannover. Das soll sich schnellstens ändern, meint zumindest 96-Trainer Michael Frontzeck vor der Partie gegen Aufsteiger FC Ingolstadt (Sonnabend, 15.30 Uhr in der HDI-Arena). „Weihnachten wollen wir über dem Strich liegen“, sagt Frontzeck. Dazu müsste 96 auf die von Clubchef Martin Kind geforderten 17 Punkte kommen.

Die Partie gegen Ingolstadt gewinnt daher enorm an Bedeutung, Danach geht es noch nach Schalke, Hoffenheim und gegen das Ausnahmeteam Bayern München. Das Spiel gegen die „Schanzer“ wird damit richtungsweisend. „Es ist aber kein Schlüsselspiel“, sagt 96-Geschäftsführer Martin Bader, „ein Schlüsselspiel gibt es am 32. Spieltag.“ Egal, wie wichtig die morgige Partie ist: „Je hektischer du ein Ergebnis bewertest“, sagt Bader, „desto mehr freuen sich die anderen.“ Er weist auf die Ruhe bei den Konkurrenten Werder Bremen und FC Augsburg hin, die im Tagesgeschäft hilfreich sein könne. „Es wäre aber auch hilfreich, wenn wir gewinnen würden“, sagt Bader.

Aber wie? Als Mutmacher für die „Roten“ gilt der gelungene Auftritt beim unglücklichen 1:2 in Mönchengladbach. Aber: Es war ein Auswärtsspiel. „Da hat man viel mehr Räume“, sagt Frontzeck, „daheim ist alles sehr, sehr eng.“ Und dann folgt sein Lieblingssatz: „Es wird ein Geduldspiel.“

Daheim tat sich sein Team bisher besonders schwer. Hoffnungszeichen gab es so vor heimischem Publikum nur wenige: guter Eindruck gegen Borussia Dortmund, glücklicher einziger Sieg gegen Werder Bremen. Und schon mehrfach wähnte sich 96 nach guten Auftritten in der Fremde auf dem richtigen Weg - und dann gab es doch wieder Rückschläge im eigenen Stadion. Beispiel: Die „Roten“ gewannen beim Hamburger SV und verloren die Woche darauf sang- und klanglos gegen Hertha BSC Berlin. Auch, weil das Frontzeck-Team ziemlich mutlos auftritt. Als Angsthasenfußball bezeichnete diese Zeitung die 96-Auftritte in der HDI-Arena. „Mit Angsthasenfußball kann ich nichts anfangen“, sagt der 96-Trainer leicht genervt, „das ist auch eine Frage der Räume.“

Und die, da kann er sicher sein, werden gegen Ingolstadt kaum vorhanden sein. Da nutzt es wenig, wenn 96 zu abwartend spielt; da muss ein Gegner schon mal zu Fehlern gezwungen werden. Geschäftsführer Bader sagt zwar, man dürfe den FC nicht als Aufsteiger sehen, sondern als Mannschaft, die schon 19 Punkte gesammelt hat. Und Frontzeck fügt an: „Den Ingolstädtern hat man wie Darmstadt wenig zugetraut, und sie haben alle vom Gegenteil überzeugt.“ Aber die Mittel des FC sind arg begrenzt.

Vielleicht gelingt es den „Roten“ am Sonnabend, ebenfalls mal positiv zu überraschen. Indem sie alle Zweifler davon überzeugen, dass sie auch Heimspiele können. Die personellen Voraussetzungen sind ganz gut: Die angeschlagenene Leon Andreasen, Uffe Bech, Mevlüt Erdinc, Hiroki Sakai und Miiko Albornoz sind wieder voll im Training.

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