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6 Aufgaben, die 96-Trainer Stendel lösen muss

Saisonvorbereitung auf Norderney 6 Aufgaben, die 96-Trainer Stendel lösen muss

An sechs Tagen will Hannover 96 im Trainingslager auf Norderney eine gefestigte Mannschaft formen. Mit Fähre und Mannschaftsbus ging es am Montag ab auf die Insel. Der Hauptauftrag des Aufenthalts ist klar: Die "Roten" sollen nach dem Abstieg direkt wieder aufsteigen. Doch was fehlt der neuen Mannschaft noch – und warum sind Verstärkungen ratsam? Eine Liste von Dirk Tietenberg.

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Trainingslager auf Norderney: Hannover 96 bereitet sich auf die Zweitliga-Saison vor. 

Quelle: Petrow

Hannover/Norderney. An sechs Tagen will Fußball-Zweitligist Hannover 96 im Trainingslager auf Norderney eine gefestigte Mannschaft erschaffen. Bis dahin ist viel zu tun. Wo aber anfangen? Wir erklären, was die Verantwortlichen der „Roten“ während des Trainingslagers abarbeiten müssen. Der Hauptauftrag ist eindeutig: 96 soll nach dem Abstieg direkt wieder aufsteigen.

In sechs Tagen will 96 im Trainingslager auf Norderney eine gefestigte Mannschaft erschaffen. Das große Ziel ist natürlich eh klar: Hannover 96 soll nach dem Abstieg direkt wieder aufsteigen.

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1. Torwartfrage klären: Jüngere 96-Fans kennen keinen anderen Torwart mehr als Ron-Robert Zieler. Während der Weltmeister erst mal die Nummer eins beim englischen Meister Leicester werden muss, kämpfen bei 96 drei Keeper um den Platz im Tor. Der junge Timo Königsmann (19) hat Außenseiterchancen, ist nach der Absage der 
U19-EM trotz Muskelfaserriss mit ins Trainingslager gefahren. Königsmann macht den beiden Favoriten Dampf. Nach erster Fehleranalyse hat Samuel Sahin-Radlinger die Nase aktuell vorn. Philipp Tschauner unterlief in Wunstorf eine Flanke – bisher der einzige Torwartfehler gegen die unterklassigen Teams. Der bessere Torhüter muss am 17. Juli auf der Rückfahrt vom Trainingslager im ersten Härtetest gegen Nimwegen im Tor stehen. Bewährt sich der Kandidat, sollte er zum Saisonauftakt in Kaiserslautern (5. August) die Nummer eins sein.

2. Kapitän finden: Auf der Insel wollte Stendel den festen Kapitän benennen. Manuel Schmiedebach ist Favorit, aber die Ernennung verzögert sich. Gestern Abend kündigte Stendel die Verlegung der Wahl zum Mannschaftsrat an. „Die Mannschaft muss sich erst finden“, sagte er. Das Problem: Ihm fehlen echte Führungsspieler. Gestern ermahnte er die Rats-Kandidaten Edgar Prib und Marvin Bakalorz: „Ihr ackert und arbeitet und habt Zuschauer in eurer Mannschaft. Da müsst ihr auch was sagen.“

3. Kader überprüfen: Die größte Frage bei der Kaderplanung lautet: Wie soll 96 Sané im Wechselfall ersetzen? Die Neuen? Timo Hübers ist ein junger sogenannter Back-up, der erfahrene Florian Hübner tat sich bisher schwer. Mindestens ein Innenverteidiger muss also noch her. Im Mittelfeld? Ist Sebastian Maier ein viel versprechender Neuer auf der Spielmacherposition. Bakalorz fügt sich als Abräumer ein, aber 96 fehlt ein starkes kreatives Element im Defensivzentrum. Iver Fossum versucht sich mit wechselhaftem Erfolg. Im Sturm wäre Niclas Füllkrug die richtige Antwort auf die Angriffsschwäche, Neuzugang Babacar Gueye dagegen ist weit weg von der Startelf. Fazit der Neuen: 96-Geschäftsführer Martin Bader und Kaderplaner Christian Möckel holten im Winter und jetzt im Sommer fast nur Ergänzungen für den Kader anstatt Verstärkungen. Da muss noch was kommen, damit es nicht erneut ein böses Erwachen gibt. Füllkrug ist zumindest im Anmarsch.

4. Startelf finden: Bisher versteckte der Trainer seine Gedanken zur Startelf. Schlau, weil sich so niemand schon jetzt ausgegrenzt fühlt. Auf Norderney muss Stendel seine erste Elf im Ansatz finden. Nach dem Trainingslager sollte er im Test gegen Nimwegen auch für die interne Analyse eine Startelf anbieten, die auch in die 2. Liga starten kann. Denn nur so kann 96 erkennen, ob die Qualität für das Projekt Wiederaufstieg reicht. Bis August zu warten, wie Michael Frontzeck vor einem Jahr, das hatte schon einmal fatale Folgen.

5. Taktik einüben: Stendel pendelt bei den Systemen zwischen 4-2-3-1 mit Sebastian Maier als Regisseur und 4-4-2 ohne Spielmacher. Zwei Stürmer plus Maier? Nur weil 96 auf Norderney übt, der Lieblings-Trainingsinsel von Thomas Schaaf, muss Stendel ja nicht gleich wieder mit der Raute anfangen.

6. Tore schießen: Hauptgrund für den Abstieg waren die wenigen Tore und die Harmlosigkeit, mit der sich 96 den Gegnern in entscheidenden Spielen ergab. 96 schoss nicht nur zu wenig Tore, hatte auch zu wenig Chancen. Stendel hat die ersten Schritte bereits bei der Bundesliga-Abstiegstour getan. Er machte Sobiech endlich zum Torjäger und Noah-Joel Sarenren-Bazee zum Chancenjäger. Aber reicht das schon?     

Dirk Tietenberg

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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