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Henning Hauger hofft auf seine Chance bei Hannover 96

Arbeiter und Kämpfer Henning Hauger hofft auf seine Chance bei Hannover 96

Es war zwar eine Niederlage – aber auf eine gewisse Art auch ein Hochgefühl: Mit 1:2 hat Henning Hauger das letzte Spiel mit seinem bisherigen Klub Stabaek IF bei Brann Bergen verloren. Aber dann hielten die treuen Fans ein Banner zu seinem Abschied hoch. „Stabaeks Held“ stand da drauf. „Sie bedauern meinen Abschied, aber sie gönnen mir auch die Chance“, sagt Hauger über die Geste zum Abgang.

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Henning Hauger (links) will sich auf der „Sechser“-Position bei 96 durchsetzen.

Quelle: Ulrich zur Nieden

Er hatte von Anfang an für Stabaek gespielt, war als defensiver Mittelfeldspieler eine Säule des Teams und norwegischer Nationalspieler geworden.

Jetzt ist der Held bei Hannover 96. Und fängt noch mal eine Nummer kleiner an. Seine Position als „Sechser“ ist mit Manuel Schmiedebach und Sergio Pinto in der Vorsaison so gut besetzt gewesen, dass die ganze Liga aufgemerkt hat. „Das wird sehr schwer, da reinzukommen“, hat 96-Trainer Mirko Slomka dem 25-Jährigen gesagt. Aber Hauger sieht sich als „Arbeiter und Kämpfer“ und hat gar kein leichtes Spiel erwartet.

Fit ist er. Fünf Kilometer Laufleistung in einer Halbzeit hat ihm der satellitengestützte 96-Kilometerzähler bescheinigt, den alle Spieler tragen. „Er hat seine Sache gut gemacht“, lobte Slomka nach dem 4:0-Testsieg gegen Banik Ostrau, wobei der Norweger neben Altin Lala den offensiveren „Sechser“ gespielt hatte. Zu der Laufleistung lassen sich Spielübersicht, Augenmaß bei Zweikämpfen, Passsicherheit und Ruhe am Ball addieren. Da zeigt sich eine gute fußballerische Kinderstube. Haugers Vater war schon norwegischer Juniorenauswahlspieler, sein älterer Bruder war vor ihm Profi in Stabaek. „Und meine Zwillingsschwester Henriette hatte auch Talent. Aus ihr wäre was geworden, wenn sie nicht mit 16 Jahren andere Interessen verfolgt hätte“, sagt er.

Am Donnerstag hat Hannover 96 nicht nur mit einem Fußball trainiert, sondern Gewichte und Medizinbälle kamen zum Einsatz. Auch an der Klimmzugstange zeigten die Spieler ihr Können.

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So blieb bei den Haugers Henning die steilste Fußballkarriere vorbehalten mit dem jetzigen Sprung in die Bundesliga, die in Norwegen neben der englischen Premier League vor allem im Fokus der Fußballfans ist. „Das ist wirklich eine große Chance für mich. Ich werde auf jeden Fall ein besserer Spieler werden.“

Hauger hat schon an Selbstvertrauen gewonnen in den zwei Wochen bei 96. Eine wichtige Rolle dabei spielt Landsmann Mohammed Abdellaoue, mit dem er im Trainingslager das Hotelzimmer teilt. „Wir schauen DVDs, die ,Moa‘ mitgebracht hat, vor allem Serien wie ,Californication’ – im englischen Original.“ Deutsch kann Hauger ein bisschen aus der Schule, gemeinsam mit Abdellaoue will er die Kenntnisse demnächst in Hannover auf Vordermann bringen. Und wohnen möchte er gern nicht allzu weit vom Stadtzentrum entfernt. Die List hat es ihm angetan, dort wird er in der kommenden Woche nach einer Wohnung suchen. „Anfang August, zum Ligastart, kommt meine Mutter zu Besuch. Da würde ich ihr gern schon in der eigenen Wohnung ein Zimmer herrichten.“

Dass sie ihn am 1. Bundesliga-Spieltag schon in der Startelf sieht, scheint – Verletzungen im Team vorbehalten – unwahrscheinlich. Aber er wird noch die Chance bekommen, an seinem Ziel mit 96 zu arbeiten: „Ich will in der Bundesliga unter die ersten sechs.“

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