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Heute fällt Entscheidung über Zieler-Einsatz

96-Spiel gegen Schalke 04 Heute fällt Entscheidung über Zieler-Einsatz

Wie wichtig Ron-Robert Zieler für Hannover 96 ist, hat er immer wieder bewiesen. Aber in dieser Saison stach der Keeper bislang heraus mit seiner Beständigkeit auf höchstem Niveau. Ob er am Freitag gegen Schalke auflaufen kann, ist aber weiterhin fraglich.

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„Das warten wir noch ab“: 96-Torwart Ron-Robert Zieler laboriert an einer Magen-Darm-Infektion.  

Quelle: Peter Steffen

Hannover. Es gibt in dieser Saison keinen konstanteren Spieler, aber auch keinen wichtigeren bei Hannover 96. Ron-Robert Zieler verkörpert höchstes Bundesliga-Niveau und ist auch der Garant für den unerwarteten Aufschwung der „Roten“. Ausgerechnet der Nationaltorhüter, dessen Quote gehaltener Bälle bei beeindruckenden 80 Prozent liegt, so zumindest haben es Statistiker ermittelt, droht auszufallen. Und das in dem schweren Spiel Freitagabend (Anpfiff ist um 20.30 Uhr) beim FC Schalke 04.

Zieler, der aufgrund eines Magen- und Darmvirus bereits am Dienstag eine Trainingseinheit verpasst hatte, musste auch Mittwoch aussetzen. Michael Frontzeck will erst Donnerstag entscheiden, ob der 26-jährige Keeper die Fahrt nach Gelsenkirchen mit antreten wird. „Das warten wir noch ab“, sagte der 96-Trainer, „es sieht so aus, als wenn der Ron auf dem Weg der Besserung ist. Darum habe ich seinen Einsatz längst noch nicht abgehakt.“

Der Trainer hat aber schon entschieden, wen er zwischen die Pfosten stellen wird, sollte es für Zieler nicht reichen. „Oliver Tschauner ist klar die Nummer 2 bei uns“, sagt Frontzeck über den ehemaligen St.-Paulianer. Der Österreicher Samuel Radlinger, der derzeit regelmäßig in der U23 der „Roten“ Spielpraxis sammelt, kommt in der Rangliste erst danach. Aber: Noch besteht ja die Hoffnung, dass Zieler im 96-Tor stehen kann.

Wie wichtig er für die Mannschaft ist, hat er immer wieder bewiesen. Aber in dieser Saison, in der es bei 96 so lange gar nicht laufen wollte, da stach Zieler heraus mit seiner Beständigkeit auf höchstem Niveau. Er sorgte dafür, dass sich die mäßigen Leistungen vieler seiner Mitspieler nicht in noch deprimierenderen Resultaten niederschlugen. Er gab seinem anfälligen Team zumindest eine gewisse Sicherheit.

Zieler ist damit ein Garant dafür, dass es mit 96 zuletzt spürbar aufwärts ging. Und in der Tabelle offenbart die Statistik etwas, das dann doch überrascht, weil die Leistungen - ausgenommen die jüngsten beiden Spiele in Mönchengladbach (trotz des 1:2) und das grandiose 4:0 gegen Ingolstadt sowie das 1:1 in Wolfsburg - eher mäßig waren: 96 holte aus den vergangene acht Spielen 13 Punkte und zählt in dieser Phase zu den Top 6 der Liga! Davor standen ein Remis und fünf Niederlagen zu Buche - und damit Platz 18.

Auffallend ist zum einen, dass 96 in der Abwehr erheblich gefestigter ist - auch dank Zieler natürlich -, zum anderen machen die 96-Profis nicht mehr so viele spielentscheidende Fehler. Auch das Angriffsspiel erscheint variabler. Und das ist verblüffend, da mit Hiroshi Kiyotake der überragende Offensivspieler der „Roten“ (Haarriss im Fuß) über Wochen verletzt ausfällt. „Wir haben seinen Ausfall sehr gut kompensiert“, sagt Trainer Frontzeck. „Ceyhun Gülselam und Leon Andreasen sind echte Optionen. Ich hoffe, dass wir das auch in den letzten drei Spielen vor der Winterpause so hinkriegen.“

Freitag „auf Schalke“ will Frontzeck dann auch auf dieselbe Elf wie gegen Ingolstadt setzen - wenn Zieler fit wird.

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Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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