Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Mit Kiyotake will 96 endlich wieder jubeln

Heimspiel gegen Augsburg Mit Kiyotake will 96 endlich wieder jubeln

Der FC Augsburg ist am Sonntag zu Gast in der HDI-Arena - und gegen den Abstiegskonkurrenten müssen endlich Punkte her für die "Roten". Klappen soll das mit der Zuversicht von Trainer Thomas Schaaf und dem Spielwitz des Rückkehrers Hiroshi Kiyotake.

Voriger Artikel
Heesseler SV und HSC testen gegen 96
Nächster Artikel
Die letzte Hoffnung geht

Spaß beim Spiel: Hiroki Sakai (li.) im Zweikampf mit Hiroshi Kiyotake - daneben Manuel Schmiedebach.

Quelle: Sielski

Hannover. Aufgeben? Niemals. Resignieren? Erst recht nicht. Thomas Schaaf bleibt und denkt weiter positiv. Irgendwann muss dieser Funke doch endlich einmal auf seine verunsicherte Mannschaft überspringen. Dieser Optimismus, dieses Selbstbewusstsein, diese Lockerheit und dieses Engagement des 54-Jährigen - das darf ruhig ansteckend sein. Der Trainer des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 lebt das alles seit Wochen seinen Spielern vor, doch das erste Erfolgserlebnis in der kurzen Amtszeit Schaafs ist noch ausgeblieben. Am Sonntag (Anpfiff ist um 17.30 Uhr) soll und muss sich das gegen den FC Augsburg ändern - und endlich der erste Sieg her.

Was Schaaf zuversichtlich stimmt: Er hat eine positive Entwicklung bei seiner Mannschaft erkannt. Nicht ganz unschuldig ist daran der durchaus gelungene Auftritt seines Teams vor einer Woche beim 0:1 in Dortmund. „Wir wachsen miteinander mit der Situation“, sagt Schaaf. „Das Team lebt. Wir freuen uns, dass wir am Sonntag zeigen können, dass wir es besser können, als es der Tabellenplatz aussagt.“ Schlimme Leistungen seiner Elf wie beim 0:1 gegen Mainz kann er sich nicht mehr vorstellen. „Damals war die Erwartungshaltung riesengroß“, sagt der Trainer, „das hat zu einer Lähmung geführt, die Spieler waren innerlich geblockt.“ Dass die Erwartungshaltung gegen Augsburg keineswegs geringer ist, stört Schaaf nicht. „Ich denke, wir können mit Enttäuschungen umgehen und werden unseren Weg gehen.“

Froh ist Schaaf, dass auf diesem Weg endlich auch wieder Hiroshi Kiyotake dabei ist. Der Regisseur, der wegen einer Fußverletzung monatelang ausgefallen war, hat das Mannschaftstraining in dieser Woche gut weggesteckt - und wird Sonntag wieder den Taktstock schwingen. Auch wenn Schaaf dem kleinen Japaner noch keine Startelfgarantie geben wollte: Wenn es keinen Rückfall gibt, läuft Kiyotake, dessen Ideen und Torgefahr diese Mannschaft braucht, auch auf.

Ein Platz zu Beginn auf der Reservebank winkt dagegen Hugo Almeida. Der Portugiese hatte erst Rückenprobleme und dann einen Infekt, sodass er in Dortmund passen musste. Zeit, Werbung in eigener Sache bei Schaaf zu machen, hatte er nicht. Stürmen wird daher wie schon gegen den BVB Artur Sobiech, es sei denn, der 96-Trainer stellt wieder auf zwei Stürmer und das Duo Sobiech/Almeida um.

Als letzte Chance im Abstiegskampf will Schaaf die Partie nicht sehen. „Solange alles möglich ist, wird hier entschieden weitergemacht“, sagt er. „Auch nach einem Erfolg gegen Augsburg müssen wir weitermachen. Das gilt für Sonntag wie für jede weitere Partie.“

Schaaf weiß, dass die Saisonspiele und damit die Chancen, zu punkten, weniger werden. Sollte es schiefgehen, dann wird auch der Coach Probleme bekommen, weiter so locker rüberzukommen. Und was schlimmer wäre: Man würde dann seine Worte als Durchhalteparolen abtun. Es wird also Zeit, dass sich endlich etwas dreht und die Situation bei den „Roten“ den Status der Ausweglosigkeit verliert. Am Sonntag gegen Augsburg gilt es für 96. In vielerlei Hinsicht. Für den Trainer, für die Spieler und besonders für den Verein, um nicht schon Sonntagabend den letzten Funken Hoffnung zu verlieren.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hannover 96
Einzelkritik: 96 gegen Heidenheim

Hannover 96 gegen 1. FC Heidenheim: So waren die Spieler der "Roten" in Form.

Anzeige
Die HAZ-Sportexperten schreiben gemeinsam den RotenBlog
27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

mehr