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„Der Trainer ist sehr emotional“

Interview mit Waldemar Anton „Der Trainer ist sehr emotional“

Er gehört zu den jungen Nachwuchsspielern aus den eigenen Reihen, auf denen die Hoffnung von Verein und Fans von Hannover 96 ruhen: Waldemar Anton. Im Interview spricht er über seinen Geburtsort in Usbekistan, seinen Torjubel und Trainer Daniel Stendel.

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Auf Norderney am Schachbrett: 96-Profi Waldemar Anton.

Quelle: Florian Petrow

Herr Anton, vom Mühlenberger SV zum Profi, wie fühlt sich das eigentlich an?

Sehr gut, weil es schon immer mein Traum war, in der Bundesliga zu spielen. Ich wollte auch meinen Freunden zeigen, dass ich es schaffe, weil sie immer an mich geglaubt haben.

Sind Sie wirklich in Usbekistan geboren? Einige Quellen nennen Engen als Geburtsort.

Ich bin in Usbekistan in Almalyk geboren. Dort kommt auch meine Familie her. Ich weiß auch nicht, warum überall Engen stand.

Welche Sprache sprechen Sie zu Hause? Usbekisch?

Das ist so ein bisschen wie Türkisch. Meine Großeltern sprechen Usbekisch, meine Eltern sprechen Russisch. Ich kann auch Russisch.

Gegen Frankfurt hat Thomas Schaaf Sie gebracht, das war kein gutes Spiel von Ihnen. Dann schießen Sie das Tor gegen Mönchengladbach. Wie kam es dazu?

Vom Frankfurt-Spiel habe ich mich früh erholt. Ich wusste, ich muss weitermachen und dass das belohnt wird. Gegen Gladbach kam dann die Belohnung.

Haben Sie sich bei dem Jubelfoto von sich erschrocken?

Ehrlich gesagt schon. Aber ich glaube, jeder, der sein erstes Tor gemacht hat, hat sich genauso gefreut und sah dabei genauso blöd aus auf dem Bild wie ich.

Per Mertesacker hat auch sein erstes Spiel verhunzt und wurde ein Weltklasse-Verteidiger. Hilft dieser Gedanke?

Das haben meine Freunde mir auch gesagt, dass Mertesacker genauso schlecht gespielt hat wie ich. Und jetzt wissen wir alle, was er alles erreicht hat.

Wie wichtig ist Trainer Daniel Stendel für Sie?

Der Trainer kennt mich, und ich kenne den Trainer. Ich war in der Jugend unter ihm Kapitän. Es war schön für mich, dass ich unter ihm die ersten Spiele von Beginn an bekommen habe.

Hat sich Stendel als Profitrainer verändert?

Nein. Er ist genauso wie im Jugendbereich. Er ist sehr emotional im Training und im Spiel. Das ist ein starker Charakterpunkt.

Klares Ziel von 96 ist der Aufstieg.

Das Ziel hat jeder. Aber wir dürfen uns nicht verrückt machen, müssen von Spiel zu Spiel denken. Wenn man sich unter Druck setzt, dann fehlen ein paar Prozente. Aber klar möchte man aufsteigen, jedem zeigen, dass man es schafft.

Wem?

Denen, die uns abgeschrieben haben. Und meinen Freunden, die auch ab und zu in der Kurve stehen.

Interview: Dirk Tietenberg

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Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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