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Lässt Stendel Sané zappeln?

Vor dem Spiel gegen Nürnberg Lässt Stendel Sané zappeln?

Vor dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg bekommt Hannover-96-Star Salif Sané keine Startelfgarantie - obwohl er bereit für sein Comeback ist. Setzt Trainer Daniel Stendel möglicherweise auf Sebastian Maier?

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Schluss mit der Zuschauerrolle: Salif Sané wird in Nürnberg in die 96-Startelf zurückkehren – auch wenn Trainer Daniel Stendel das noch nicht verraten möchte.

Quelle: Petrow

Hannover. Die erste Frage am Freitag kam nicht unerwartet für Daniel Stendel, den Trainer des Fußball-Zweitligisten Hannover 96. Sie drehte sich um Salif Sané, den von anderen Clubs begehrten Star, den Stendel am vergangenen Spieltag beim 1:2 bei Union Berlin 78 Minuten lang draußen gelassen hatte.

Ob er denn schon sagen könne, dass Sané am Sonntag (13.30 Uhr) beim 1. FC Nürnberg von Anfang an spielen werde, lautete die Frage an Stendel. Seine Antwort: „Das werden wir am Sonntag sehen.“ Eine Startelfgarantie ist das nicht, doch niemand sollte den Fehler machen, daraus abzuleiten, dass der Senegalese in Nürnberg zunächst erneut auf der Ersatzbank Platz nehmen muss. Sané wird von Beginn an spielen, das ist so sicher wie die Tatsache, dass am Freitag in Hannover ein furchtbares Wetter herrschte. Stendel möchte das nur einfach noch nicht verraten.

Hannover 96 startet in Nürnberg in extrem wichtige Wochen, die am Mittwoch mit dem Pokalspiel gegen Fortuna Düsseldorf fortgesetzt werden und am 6. November mit dem Derby bei Eintracht Braunschweig ihren Höhepunkt erreichen. Die Niederlage in Berlin hat den ohnehin vorhandenen Dauerdruck, unbedingt aufsteigen zu müssen, noch einmal erhöht.

 Bin sehr überzeugt von Maier 

Nimmt man mal die Schwarzmalervariante und schaut auf die Möglichkeit, in Nürnberg zu verlieren und Mittwoch aus dem Pokal auszuscheiden, dann würde bei 96 eine Stimmung drohen, gegen die das Freitagwetter wie ein schöner Spätsommertag anmutet. In einer solchen Situation einen wie Sané auf der Bank zu lassen, wäre mutig am Rande der Unvernunft. Und deshalb geht es nicht wirklich um die Frage, ob Sané spielt, sondern auf welcher Position. Zumindest in dieser Hinsicht legte sich der 96-Trainer fest. „Salif kann in der Innenverteidigung und als Sechser spielen. Seit ich Trainer bin, spielt er Innenverteidiger, das ist die favorisierte Position für ihn aus meiner Sicht.“ Wenn Sané „hundertprozentig fit und fokussiert ist“, dann sei er in der Abwehr wertvoller für die Mannschaft, so Stendel.

Auch Sebastian Maier war Anfang der Saison extrem wertvoll für die „Roten“, zuletzt in Berlin wurde er nicht einmal eingewechselt. Interpretiert man Stendel richtig, dann kann sich der Neuzugang vom FC St. Pauli Hoffnung auf ein Comeback in der Startelf machen. „Ich bin sehr überzeugt von Maier und seinen Fähigkeiten“, sagte Stendel. Für das Nürnberg-Spiel sei er eine Option - „eine ernsthafte Option“, wie Stendel noch anfügte. Das hört sich schon eher nach einem Startelfplatz an.

Spannend dürfte werden, wer für Sané und Maier weichen muss. Stendel hat auch in den nicht-öffentlichen Trainingseinheiten mehrere Varianten durchgespielt. Vieles spricht dafür, dass Sané mit Stefan Strandberg das Innenverteidigerduo bildet und Waldemar Anton ins defensive Mittelfeld an die Seite von Kapitän Manuel Schmiedebach wechselt. Dann müsste der zuletzt gut spielende Marvin Bakalorz raus - eine echte Härtefallentscheidung für Stendel. Maier würde Iver Fossum oder Kenan Karaman verdrängen.

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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