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Jan Schlaudraff macht Werbung in eigener Sache

DFB-Pokal Jan Schlaudraff macht Werbung in eigener Sache

Jan Schlaudraff beweist im Pokalspiel gegen Wismar, dass er eine Bereicherung für die 96-Mannschaft ist. Auch wenn Trainer Mirko Slomka öffentlich wie gewohnt nach dem Wismar-Spiel keine Einzelkritik betrieb, so strich er doch heraus, dass 96 „speziell über außen brandgefährlich gewesen sei“.

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Jan Schlaudraff überzeugte auch ohne Tor an der Lübecker Lohmühle.

Quelle: zur Nieden

Hannover. Die Profis von Hannover 96 hatten am Montag ihren trainingsfreien Tag, und den neidete ihnen nach dem 6:0 in der 1. DFB-Pokalrunde in Lübeck gegen den FC Anker Wismar gewiss niemand. Zwei Spieler allerdings legten eine Sonderschicht ein, wie schon häufiger in den vergangenen Tagen. Didier Ya Konan (pausiert wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel) und Artur Sobiech (Kniebeschwerden) versuchten sich mithilfe von Trainerassistent Edward Kowalczuk weiter in Form zu bringen.

Welche Fortschritte Ya Konan macht, schien mit Blick auf den bevorstehenden Bundesligastart bis vor Kurzem noch eine Frage zu sein, von der die Erfolgsaussichten der „Roten“ unmittelbar abhängen. Seit Sonntag hat sich dies etwas relativiert, und die 96-Anhänger dürften dem kommenden Sonnabend etwas beruhigter entgegensehen: Sollte der Ivorer – mit 14 Toren bester Angreifer des Tabellenvierten der vergangenen Saison – auch in vier Tagen noch nicht so weit sein, dass er für das Spiel gegen 1899 Hoffenheim (15.30 Uhr, AWD-Arena) in den Kader zurückkehren kann, dann stünde Jan Schlaudraff bereit. Sein 90-minütiger Auftritt in Lübeck war beste Werbung in eigener Sache, auch wenn er nicht zu den Torschützen gehörte.

Wismars Trainer Timo Lange geriet nach dem Spiel regelrecht ins Schwärmen. „Schlaudraff war gar nicht zu halten“, sagte er. „Er hat immer wieder Akzente gesetzt.“

Welch ein Unterschied im Vergleich zu den Geschehnissen vor Jahresfrist, als Schlaudraff nach dem unerklärlichen Pokal-K.-o. in Elversberg bei den „Roten“ quasi über Nacht zum schwarzen Schaf und deshalb zum Zuschauer auf der Tribüne wurde. Nicht nur beim ersten Punktspiel der Saison, sondern auch in den folgenden sechs.

So etwas werde ihm nicht noch mal passieren, lautet ein Vorsatz des 28-Jährigen für die Spielzeit 2011/2012, die für 96 endlich wieder mit einem Erfolgserlebnis begonnen hat. Die Nagelprobe hat Schlaudraff mit Bravour bestanden. Auch wenn Trainer Mirko Slomka öffentlich wie gewohnt nach dem Wismar-Spiel keine Einzelkritik betrieb, so strich er doch heraus, dass 96 „speziell über außen brandgefährlich gewesen sei“. Diese Position ist die von Schlaudraff, der hier in seinem Element war und zeigte – anders als vor einem Jahr –, dass gute Leistungen in der Saisonvorbereitung nicht Schall und Rauch sein müssen, wenn es drauf ankommt. „Ich meine, dass ich ein gutes Spiel gemacht habe“, sagte er. „Wenn ich aufgestellt werde, werde ich das auch in den kommenden Wochen versuchen.“

Ein Versprechen, das sie bei 96 gerne hören werden, dem aber auch weitere Taten folgen müssen, am besten schon gegen Hoffenheim. In Bundesliga, DFB-Pokal und Europa League ist ein verlässliches, leistungsbereites Team gefragt, für diesen „Dreikampf“ kann den „Roten“ ein gut aufgelegter und engagierter Schlaudraff nur recht sein. Auf der größer gewordenen Fußballbühne wird aber auch ein Ya Konan als Hauptdarsteller seine Möglichkeiten bekommen. „Wenn ,Didi‘ fit ist“, sagte Schlaudraff, „dann ist er eine Bereicherung für uns.“ Dann könnte Schlaudraff durchaus auch wieder ein Platz auf der Bank drohen – nicht aber wie 2010 der auf der Tribüne.

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