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Kann Kiyotake Hannover 96 noch retten?

Rückkehr des Mittelfeld-Regisseurs Kann Kiyotake Hannover 96 noch retten?

Hiroshi Kiyotake, Mittelfeld-Regisseur von Hannover 96, ist wieder fit. Am Mittwoch steigt er nach langer Verletzungspause ins Training der "Roten" ein. Viele Fans treibt die Frage um: Kann er 96 noch retten?

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Im Hinspiel gab Hiroshi Kiyotake (rechts) gegen Borussia Dortmund sein Saisondebüt und stellte die Abwehrspieler des BVB, in dieser Szene Sokrates, vor Probleme.

Quelle: Maike Lobback (Team zur Nieden)

Hannover. Hannover. Wenn die Mannschaft von Hannover 96 am Mittwochmorgen gegen 10 Uhr den Rasen in der HDI-Arena zum Trainieren betritt, wird nach langer Zeit auch wieder der Spieler mit der Nummer 10 unter den Profis sein. Mit einer Körpergröße von lediglich 1,72 Meter wird Hiroshi Kiyotake im Pulk der „Roten“ nicht auffallen, doch auf dem Platz erhoffen sich die 96-Fans vom Japaner Großes. Denn wenn ein Spieler dem Schlusslicht der Fußball-Bundesliga zumindest noch ein bisschen Hoffnung auf den Klassenerhalt geben kann, dann ist es Kiyotake.

Fast drei Monate ist es her, als der Mittelfeldspieler zum letzten Mal für 96 am Ball war. Bei der 1:3-Niederlage im Heimspiel gegen Hertha BSC erzielte er per Elfmeter den Anschlusstreffer zum 1:2, Kiyotake war in Topform, mit ihm hatten die „Roten“ aus den vier Spielen zuvor gegen Bremen, Köln, Frankfurt und Hamburg neun Punkte geholt. Doch in der Länderspielpause nach dem Spiel gegen Berlin gab es den nächsten Schock für 96: Im Abschlusstraining der japanischen Nationalmannschaft vor dem WM-Qualifikationsspiel in Kambodscha zog sich Kiyotake erneut eine schwere Verletzung zu. Der 26-Jährige Mittelfeldstratege erlitt einen Haarriss im rechten Fuß - an jenem Körperteil also, an dem er sich bereits im Juni, ebenfalls beim Training mit der japanischen Nationalelf, einen Ermüdungsbruch zugezogen hatte.

Training

Am Mittwoch üben die „Roten“ um 10 Uhr in der HDI-Arena. Einlass für Fans ist der Eingang Ost.     

Sein Saisondebüt feierte der Mittelfeld-Regisseur am 4. Spieltag beim 2:4 gegen Borussia Dortmund, also den Gegner, bei dem die „Roten“ am Sonnabend antreten müssen. Ob der Japaner im Spiel gegen den BVB bereits im Kader oder sogar in der Startelf steht, wird Trainer Thomas Schaaf von den Eindrücken in den letzten Trainingseinheiten dieser Woche abhängig machen. Dass 96 seine Ideen und Torgefahr dringend braucht, steht außer Frage. An allen vier Treffern, die zu den drei Siegen vor seiner Verletzung führten, war Kiyotake als Schütze oder Vorlagengeber beteiligt, insgesamt erzielte er in neun Einsätzen drei Treffer und gab vier Torvorlagen.

Gerade im von Schaaf bevorzugten offensiven System war in den vergangenen Spielen deutlich zu sehen, dass kein 96-Profi in der Lage ist, im zentralen Mittelfeld den Angriff mit gescheiten Pässen zu versorgen und mit einer klugen Idee die gegnerische Abwehr vor Probleme zu stellen. Kiyotake kann das und ist dazu auch noch torgefährlich. Die Frage ist nur, wie lange der Japaner braucht, um wieder in Topform zu kommen, um der Mannschaft entscheidend weiterhelfen zu können. Allzu lange darf es nicht dauern. Sonst ist 96 auch mit Kiyotake nicht mehr zu retten.

Deshalb ist Kiyotake so wichtig

Liebling der Fans: Mit seinem Kopfballtor gegen den SC Freiburg trug Hiro-shi Kiyotake nicht unerheblich dazu bei, dass Hannover 96 am letzten Spieltag der vergangenen Fußball-Bundesligasaison den Klassenerhalt schaffte. Die „Roten“ gewannen mit 2:1, der Japaner zählt seit diesem Treffer zu den Lieblingen der Fans – und ist in der größten Krise seit dem Wiederaufstieg für viele enttäuschte Anhänger der letzte Hoffnungsträger.
Anfang November 2015, beim 1:3 im Heimspiel gegen Hertha BSC, stand der 26-Jährige zuletzt auf dem Platz. Danach stoppte ihn ein Haarriss im Fuß. Ohne ihn gewann 96 nur ein einziges Spiel (4:0 gegen Ingolstadt). Mit drei Treffern ist er – gemeinsam mit Artur Sobiech – nach wie vor der erfolgreichste hannoversche Torschütze, obwohl er nur in neun Partien dabei war. Doch mindestens genauso wichtig ist eine andere Qualität von Kiyotake: Der Mittelfeldspieler bereitete vier 96-Treffer vor. Kiyotake ist der Mann, auf den die Stürmer Hugo Almeida und Adam Szalai warten. Zumal die meisten seiner Pässe ankommen: Von einer Passquote von 
79 Prozent konnten viele seiner Mitspieler in den vergangenen Wochen nur träumen.
Fünf Tore und fünf Vorlagen: Das war Kiyotakes Bilanz in der vergangenen Saison, als er 29-mal in der Startelf stand, aber einige Anlaufschwierigkeiten hatte. Sein erstes Tor erzielte er erst am neunten Spieltag: in Dortmund.

Von Christian Purbs und Heiko Rehberg     

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