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Wachküsser für Hannover 96 gesucht

Kommentar Wachküsser für Hannover 96 gesucht

Wenn nicht noch ein ganz großes Fußballwunder passiert, stellt Hannover 96 im Sommer den vierten Trainer innerhalb von etwas mehr als einem Jahr ein. Das Scheitern von Thomas Schaaf zeigt auch: Trainersuche ist Glückssache. Hannover 96 braucht einen Trainer, der den Verein wachküsst. Ein Kommentar von Heiko Rehberg.

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Hannover 96 sucht einen Trainer – und braucht einen, der den ganzen Verein wachküsst.

Quelle: dpa/Symbolbild

Hannover 96 ist wieder auf Trainersuche. Das ist eine Zustandsbeschreibung und gleichzeitig einer der Gründe, warum der Weg des Clubs – das Ausbleiben eines Fußballwunders der Größe XXXL vorausgesetzt – in die 2. Liga führt. Drei Trainer in etwas mehr als einem Jahr, der vierte folgt im Juli: Wer wie 96 zu oft auf der Suche ist, kann auf Dauer keinen Erfolg haben.

Von der nächsten Trainerentscheidung wird maßgeblich abhängen, wie die sportliche Zukunft der „Roten“ aussehen wird: Geht es schnell wieder nach oben? Wird der Verein Dauergast in der 2. Liga, oder geht es sogar noch weiter runter? Gerade weil die Verantwortung enorm groß ist, sollten sich die Verantwortlichen die Zeit nehmen, alle Namen und Möglichkeiten abzuklopfen. Dass es keine Garantie gibt, den „Mister Right“ im Fußball zu finden, zeigt das Beispiel von Thomas Schaaf.

96 hat in der Vergangenheit viele Fehler gemacht, im Nachhinein war sogar die Verpflichtung von Schaaf einer. Wenn das so ist, war es ein unvermeidbarer Fehler. Alle – Fans, Spieler, Medien – haben 96 im Dezember zur Wahl von Schaaf gratuliert und Martin Kind und Martin Bader dafür auf die Schulter geklopft. Schaaf war der Trainer, dem alle zugetraut haben, die Rettung zu schaffen. Dass es nicht geklappt hat mit ihm und 96 ist deshalb besonders tragisch, einen Vorwurf kann man Bader und Kind in dieser Hinsicht nicht machen. Schaaf war der logische 96-Trainer und wäre möglicherweise mit anderen Spielern auch der richtige.

Schaafs Scheitern zeigt: Trainersuche ist auch Glückssache. 96 braucht jetzt wieder Glück, wie es Kind 2001 mit Ralf Rangnick, der damals noch keine große Nummer war, hatte. Interessante Kandidaten gibt es: Der Karlsruher Markus Kauczinski ist einer, weil er die 2. Liga kennt und dort unaufgeregt erstklassige Arbeit abgeliefert hat. Holger Stanislawski ist ein Typ, der begeistern kann. Markus Gisdol hat viel vom jungen Rangnick, und auch Mirko Slomka wäre noch einmal einer, wenn er aus seiner Zeit bei den „Roten“ und in Hamburg etwas gelernt hat.

Wer immer es wird, steht vor einer reizvollen Herausforderung. Und wird mehr können müssen, als eine Mannschaft zu trainieren: Der neue Trainer muss 96 wachküssen.

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Wer übernimmt bei Hannover 96?

Seit Thomas Schaaf angekündigt hat, Hannover 96 nach einem Abstieg in die 2. Liga zu verlassen, sind die „Roten“ wieder mal auf Trainersuche. Da auch die größten Optimisten kaum noch an den Klassenerhalt glauben, darf munter spekuliert werden. Kandidaten gibt es: Unter anderem Markus Kauczinski und Mirko Slomka.

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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