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96 braucht keine Trainerdebatte

Kommentar 96 braucht keine Trainerdebatte

Die Euphorie nach den ersten beiden Zweitligaspielen von Hannover 96 ist einer gewissen Ernüchterung gewichen: Seit drei Spielen gab es keinen Sieg mehr. Das ist nicht schön, aber auch nicht weiter schlimm. Was 96 jetzt nicht braucht ist Panik und eine Trainerdiskussion. Ein Kommentar von Heiko Rehberg.

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96 muss schauen, ob die Qualität in allen Mannschaftsteilen ausreichend verteilt ist. Was das Team nicht braucht, ist eine Trainerdiskussion.

Quelle: dpa/Archiv

Natürlich geht es für Hannover 96 Mittwoch in der 2. Fußball-Bundesliga im Heimspiel gegen den Karlsruher SC bereits um viel. Und nimmt man das Auswärtsspiel bei 1860 München am Sonntag dazu, dann handelt es sich sogar um eine extrem wichtige Woche für den Verein, der am Saisonende unbedingt zurück in die 1. Liga will. Und muss.

96 hat sich nach nur fünf Spieltagen in eine Situation manövriert, die schnell gefährlich werden kann. Um das zu erkennen, genügt ein Blick auf die Tabelle: Platz 1, belegt von Eintracht Braunschweig, ist bereits sieben Punkte entfernt. Wer das vor der Saison prophezeit hätte, wäre belächelt worden. Doch bei zwei Punkten Rückstand auf den zweiten direkten Aufstiegsplatz muss das hannoversche Panikorchester seine Instrumente noch nicht auspacken.

Die Frage, ob der Kader wirklich so gut ist, wie man nach zwei Spieltagen glauben mochte, ist trotzdem erlaubt. Individuell besitzt 96 zusammen mit dem VfB Stuttgart die größte Klasse. Das gilt nach wie vor. Aber ist diese Klasse auch gut verteilt auf die einzelnen Mannschaftsteile? Macht das ganze Konstrukt nicht einen windschiefen Eindruck?

Das alles darf und muss genau beobachtet werden, um möglicherweise im Winter Baumängel korrigieren und Transferfehler wie in der vergangenen Saison vermeiden zu können.

Was 96 nicht braucht, ist eine Trainerdiskussion nach fünf, sechs oder sieben Spieltagen. Der Verein hat sich für den Weg mit Daniel Stendel entschieden. Drei Spiele in Folge ohne Sieg sind kein Grund, an der Richtigkeit dieses Weges zu zweifeln. Dass Stendel mal eine Idee wie mit Iver Fossum als Rechtsverteidiger hat, die nicht aufgeht: Schwamm drüber. Das passiert einem Thomas Tuchel auch.

Es war allen klar, dass Stendel jemand ist, der mangels Trainererfahrung im Profibereich noch lernen muss. Ein Problem ist das nicht, solange er weiter aufmerksam danach schaut, was die Mannschaft braucht und was nicht. In schwieriger Situation und hoffnungsloser Lage in der 1. Liga hat er bewiesen, dass er das kann. Die Zeit, den Blick zu schärfen für das, was eine Etage tiefer die Erfolgsformel ist, muss Stendel haben.

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