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Hannovers Maradona schaut nur zu

Hannover gegen Köln Hannovers Maradona schaut nur zu

Hannover 96 gegen den 1. FC Köln, da war doch was ... Es lief die 38. Minute im Hinspiel zwischen den Kölnern und 96 am 18. Oktober, als sich Hiroshi Kiyotake den Ball zum Eckstoß zurechtlegte. Da konnte noch niemand ahnen, dass Sekunden später ein Tor fallen wird, über das noch tagelang in ganz Deutschland kontrovers und leidenschaftlich diskutiert und das in keinem Saisonrückblick fehlen wird.

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„Mich trifft was“: Genau, der Ball am rechten Unterarm. Leon Andreasen erzielt in Köln den irregulären Siegtreffer für die „Roten“.

Quelle: Archiv

Köln. Kiyotake brachte also den Ball in den Strafraum, wo ihn Christian Schulz verlängerte. Von links kam Leon Andreasen angerauscht und drückte den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 für 96 über die Linie. Mit dem rechten Arm. Ganz klar, das hatten alle im Stadion gesehen. Nur Schiedsrichter Sebastian Dankert und seine Assistenten nicht. Dankert zögerte kurz, entschied dann jedoch auf Tor für die „Roten“, was wiederum die Kölner Spieler auf den Plan rief. Doch der Protest half nicht, am Ende siegte 96 durch ein irreguläres Tor mit 1:0.

In der anschließenden Debatte ging es heftig zu. „Maradona aus Hannover“, „Spielverderber des Spieltages“, „Volleyballer“: In den meisten Berichten zum Handtor des 96-Profis gab es Kritik für das Verhalten des Dänen, auch für seinen Erklärungsversuch nach dem Abpfiff. „Ich mache eine Bewegung in Richtung Ball, mich trifft was, dann geht alles sehr schnell“, versuchte Andreasen zu erklären, was nicht zu erklären war.

Die Partie gegen die „Roten“ war nicht die einzige in dieser Saison, in der die Kölner benachteiligt wurden, auch beim vergangenen 1:3 im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 traf der Schiedsrichter Entscheidungen zuungunsten des FC. „Wir sind inzwischen bei sechs oder sieben Punkten, die uns fehlen. Das macht normalerweise den Unterschied aus, ob du um die europäischen Plätze spielst oder gegen den Abstieg“, sagte der FC-Manager und frühere 96-Geschäftsführer Jörg Schmadtke.

Da hilft nur Humor – und zumindest in dieser Kategorie sind die Kölner schon reif für die Champions League. Ihre Antwort auf das Handtor von Andreasen: Beim Training am 11. November, dem offiziellen Beginn der Karnevalszeit, trugen die FC-Profis beim Vormittagstraining Handballtrikots, Tore durften nur mit der Hand erzielt werden. Passend dazu sendeten sie per Twitter einen Gruß nach Hannover: „Wir trainieren schon für das Rückspiel.“

Und das findet heute in der HDI-Arena statt. Nicht ausgeschlossen, dass es wieder so einen Aufreger wie im Hinspiel geben wird. Sicher ist jedoch, dass Leon Andreasen nichts damit zu tun haben wird. Der 96-Profi ist verletzt und schaut nur zu.

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