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Hannover 96 verliert gegen Union mit 1:2

Auswärtsniederlage in Berlin Hannover 96 verliert gegen Union mit 1:2

Die Erfolgsserie von Hannover 96 ist vorerst gestoppt. Beim Auswärtsspiel gegen Union Berlin verlor das Team von Daniel Stendel nach zwei Gegentoren. Auch ein später Anschlusstreffer von Felix Klaus reichte nicht mehr zum Punktgewinn.

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Manuel Schmiedebach hat gegen Steven Skrzybski (r) das Nachsehen.

Quelle: dpa

Berlin. Bis kurz vor dem Anpfiff stand auf der altertümlichen Anzeigentafel im Stadion An der alten Försterei „1. FC Union 5 – Gast 0“. Nach 90 regulären Spielminuten und satten acht Minuten Nachschlag waren dort zwei andere Zahlen zu lesen, die für Hannover 96 im Fußball-Zweitligaspiel bei Union Berlin ebensowenig erfreulich aussahen, wenn auch nicht ganz so schlimm: „1. FC Union 2 - Gast 1“.

Neunter Spieltag in der 2. Bundesliga: Hannover 96 unterliegt beim Auswärtsspiel in der Hauptstadt Union Berlin mit 1:2.

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Am neunten Spieltag erwischte es die „Roten“ in Köpenick zum zweiten Mal in der Saison. Das hatte in der Tabelle nur geringe Konsequenzen, von Platz 2 ging es runter auf 3. Doch dank der Niederlage ist oben in der 2. Liga alles wieder ein bisschen enger. Vom 6. Platz, auf dem der VfB Stuttgart steht, trennt die Hannoveraner nur ein einziger Punkt, was den Druck auf die Mannschaft vor dem nächsten Auswärtsspiel am kommenden Sonntag beim 1. FC Nürnberg wieder erhöht.

Gute Chancen in der zweiten Hälfte

So ärgerlich wie das 1:2 war der Auftritt einiger 96-Fans Anfang der zweiten Halbzeit: Das Abbrennen von Pyrotechnik führte nicht nur zu einer dreieinhalbminütigen Spielunterbrechung, sondern wird dem Verein auch teuer zu stehen kommen.
Vor 22 012 Zuschauern, darunter Altkanzler Gerhard Schröder, hatte Hannover 96 eine widersprüchliche Vorstellung gezeigt. In der ersten Halbzeit verlor die Mannschaft nach gutem Start die Kontrolle über die Partie, nur selten gelang es den 96-Profis, für Ruhe und spielerische Ordnung zu sorgen. Torchancen gab es auf beiden Seiten wenig, bei einem Lattenkopfball des Berliners Roberto Puncec hatten die Gäste Glück.

Nach der Pause wirkte 96 stabiler und besaß zwischen der 50. und 65. Minute drei gute Torchancen durch Marvin Bakalorz, Iver Fossum und Artur Sobiech. „Wenn wir in dieser Phase ein Tor machen, kann sich keiner beschweren, wenn wir am Ende gewinnen“, sagte später Trainer Daniel Stendel, der von einer Partie „auf Messers Schneide“ sprach.

Doch das Tor machten nicht die Hannoveraner, sondern Union. In der 73. Minute wechselte Trainer Jens Keller seinen nach einer Verletzung zunächst auf der Bank sitzenden Torjäger Collin Quaner ein, zwei Minuten später führten die Berliner 1:0.

Wechsel zünden nicht

Stendel brachte anschließend Salif Sane nach seiner abgelaufenen Sperre für den schwachen Fossum, und es wäre spannend zu sehen gewesen, welchen Einfluss der Senegalese auf das Spiel erwirken kann. Doch Sane war genau eine Minute auf dem Rasen, da gelang Union durch Philipp Hosiner das 2:0 (79. Minute). Von Quaner, Kellers Glücksgriff, kam die Vorlage zu dem Treffer, der das 96-Schicksal an diesem nebligen Sonntag in Berlin besiegelte. Erst in der sechsten Minute der Nachspielzeit sorgte Felix Klaus für das 1:2, für mehr „war der Treffer einen Tick zu spät“ (Stendel).

Der 96-Trainer wollte hinterher seiner Mannschaft „keinen Vorwurf machen. Wir haben nicht enttäuscht. Vorne hätten wir in einigen Situationen einen Schritt schneller sein müssen.“ Dass hinterher diskutiert wurde, ob er früher und anders hätte wechseln müssen, nahm Stendel, der in der Vergangenheit ein gutes Händchen bewiesen hatte, gelassen hin. „Ich hätte auch gern jemanden gebracht, der das Spiel für uns dreht“, sagte er. Doch einen wie Quaner hatte 96 diesmal nicht dabei.     

sid/dpa/frs  

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