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Martin Kind schließt einen Rücktritt aus

Hannover 96 Martin Kind schließt einen Rücktritt aus

Martin Kind will keine persönlichen Konsequenzen aus einem möglichen Abstieg des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 ziehen. „Ich bleibe dabei, was ich zuletzt auch betont habe: Verantwortung ist nicht teilbar. Die habe ich und nehme sie auch an", sagte der Clubchef der "Roten" der HAZ.

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Wirft nicht hin: 96-Boss Martin Kind.

Quelle: Archiv

Hannover. Martin Kind macht keinen Hehl aus seiner Enttäuschung: „Für mich persönlich wäre ein Abstieg eine Katastrophe“, sagt der Clubchef des Fußball-Bundesligisten Hannover 96, zumal im Fall der Fälle die nächste „große Herausforderung“ warten würde: „Ich warne davor zu sagen: ,Dann steigen wir eben ab und halt gleich wieder auf.’ Um das zu schaffen, müssen viele Faktoren stimmen.“ Persönliche Konsequenzen aus der sportlichen Krise will Kind „erst einmal nicht“ ziehen. „Ich bleibe dabei, was ich zuletzt auch betont habe: Verantwortung ist nicht teilbar. Die habe ich und nehme sie auch an.“ Und: „Ich werde nicht hinschmeißen. Nach mir die Sintflut? Das wird es mit mir nicht geben.“

An seinen Plänen würde ein Abstieg nichts ändern: Kind will spätestens 2018 in den Aufsichtsrat des 96-Profiunternehmens wechseln, am 8. Juli 2018 können er und die Investoren der Sales & Service GmbH & Co. KG die Profiabteilung dank einer Sonderregelung komplett übernehmen. Bis dahin will Kind „über alles in Ruhe nachdenken und Lösungen für die Zukunft entwickeln. Das müssen wir jetzt diskutieren, um sie zum richtigen Zeitpunkt umsetzen zu können.“

Rest-Hoffnung bleibt

Eine kurzfristige Veränderung könnte es lediglich beim 96 e.V. geben. Auf der Mitgliederversammlung des Vereins im April wird ein neuer Aufsichtsrat gewählt, der danach den Vorstand bestimmt, dessen Vorsitzender Kind ist. Das sehe er sehr gelassen, sagte der 71-Jährige, „da gelten die demokratischen Prozesse“.

Für die verbleibenden zwölf Bundesligaspiele hat Kind noch eine Rest-Hoffnung. „Wir müssen uns mit den Realitäten auseinandersetzen. Aber Thomas Schaaf wird weiterkämpfen, um die Mannschaft in die Spur zu kriegen. Vielleicht gelingt ja das Wunder, den Abstieg zu vermeiden.“

Dieter Schatzschneider, die Stürmer-Legende des Vereins, glaubt, dass „96 es noch schaffen kann. Meckern kann jeder, aber was wir jetzt brauchen, das sind Ideen.“ Und die dürfen nach Meinung des heutigen 96-Scouts auch ungewöhnlich sein: „Warum nicht Psychologen zur Hilfe holen, die den einen oder anderen Spieler wieder stärker machen? Warum gehen wir nicht in die Klosterpforte? Da sind wir immer wieder rausgekommen – und sind dann beim nächsten Spiel als Sieger vom Platz gegangen.“

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