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Kind verzichtet auf Anzeige gegen Chaoten

Beschimpfungen in ICE Kind verzichtet auf Anzeige gegen Chaoten

Die Zugfahrt nach der Auswärtspartie von Hannover 96 in Nürnberg schlägt weiter Wellen. In dem ICE hatten 250 polizeibekannte Fußballchaoten randaliert und Clubchef Martin Kind, der mit an Bord war, beschimpft. Dieser verzichtet jedoch auf eine Anzeige gegen die Chaoten.

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96-Präsident Martin Kind.

Quelle: Archiv

Hannover. Mittlerweile ermittelt die Polizei wegen Bedrohung laut Paragraf 241 des Strafgesetzbuches, denn laut einer Zeugenaussage hat es während der Fahrt Todesdrohungen gegen Kind gegeben. Im Speisewagen sollen „Komm’ raus, wir schlagen dich tot“-Gesänge angestimmt worden seien. Die Strafe für eine Bedrohung kann bei bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe liegen. Kind selbst will allerdings auf eine Anzeige verzichten, wie er beim Heimspiel gegen Würzburg erklärte.

Herr Kind, Sie sollen von mutmaßlichen 96-Anhängern während der Zugfahrt von Nürnberg nach Hannover beleidigt und bedroht worden sein. Wie beängstigend war die Situation für Sie?
Ich fühlte mich nicht bedroht. Ich habe die Beleidigungen auch nicht direkt mitbekommen. Das haben andere viel besser.

Hat die Polizei bereits Kontakt mit Ihnen aufgenommen?
Ja, das hat sie. Die Polizei hat mir mitgeteilt, dass ich zwei Optionen habe. Entweder, ich erstatte selbst Anzeige, oder ich äußere mich als Zeuge. Ich werde mich als Zeuge äußern.

Wie kann man eine solche Situation verhindern?
Ich denke, wir können das nicht verhindern. Ich plädiere aber für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Deutscher Bahn und Bundespolizei.

Rund 300 Anhänger von Hannover 96 hatten nach der verlorenen Zweitliga-Partie beim 1. FC Nürnberg vor einer Woche mehrere Waggons eines ICE verwüstet. Der Zug konnte seine Fahrt nach Lübeck nicht fortsetzen, n achdem die Bahn die Schäden festgestellt hatte.

Von Tobias Krause und Heiko Rehberg

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