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Kind will Trainerfrage noch im März klären

Hannover 96 Kind will Trainerfrage noch im März klären

96-Clubchef Martin Kind will die Trainerfrage beim Fußball-Bundesligisten Hannover 96 nicht bis zum letzten Spieltag am 14. Mai aufschieben. „Wir können nicht bis Mai warten“, sagte Kind der HAZ. „In der Trainerfrage werden wir in Kürze die notwendigen Gespräche führen müssen."

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Quelle: Archiv

Hannover. Die Chance auf den Klassenerhalt ist gering, aber noch vorhanden, wie Thomas Schaaf, der Trainer des Fußball-Bundesligisten Hannover 96, auch am Donnerstag noch einmal in der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln (morgen, 15.30 Uhr) betonte.

Die „Roten“ sind damit ein Verein in der Schwebe zwischen 1. und 2. Liga, was alle Planungen erheblich erschwert und auch das wichtigste Thema zu einer komplizierten Sache macht: die Trainerfrage. Der Vertrag von Schaaf gilt nur für die 1. Liga. Was aber passiert, wenn 96 – und danach sieht es realistisch gesehen momentan aus – absteigt? Bleibt Schaaf dann? Geht er? Und welche Vorstellungen hat die 96-Führung?
Clubchef Martin Kind hat Donnerstag klargemacht, dass er diese Personalie nicht erst nach dem letzten Spieltag am 14. Mai klären will. „Wir können nicht bis Mai warten“, sagte Kind der HAZ. „In der Trainerfrage werden wir in Kürze die notwendigen Gespräche führen müssen, sonst würden wir das Szenario und die Fehler aus der vergangenen Saison wiederholen. Und das darf nicht passieren.“

„Am besten noch im März“

Kind will in der Trainerfrage Klarheit, „am besten noch im März“. Um früh planen zu können, unabhängig von der Liga, müsse „der Trainer in die Entscheidung eingebunden werden, der die Mannschaft in der kommenden Saison zu verantworten hat“. Für Schaaf bedeutet das, dass er sich früh positionieren und gegebenenfalls auch ein Bekenntnis zum Bleiben in der 2. Liga abgeben muss. „Herr Schaaf wird damit kein Problem haben“, sagte Kind. Er sei der erste Ansprechpartner. Kind lobte ausdrücklich die Arbeit von Schaaf, der seit seinem Amtsantritt sieben von acht Spielen mit 96 verloren hat. „Ich bewundere ihn dafür, dass er immer noch hoffnungsfroh und optimistisch ist. Und mir imponiert, dass er keine Alibiargumente benutzt und alles klar anspricht.“

Martin Bader, der 96-Geschäftsführer Sport, hatte nach dem 1:4 bei Werder Bremen gesagt, dass man erst im Mai Gespräche mit Schaaf führen werde und er den Trainer „nirgends reindrängen“ wolle. „Thomas hat mir klipp und klar gesagt, dass wir das in Ruhe besprechen werden“, sagte Bader Donnerstag. „Aber es ist doch klar, dass ich mich nicht hinstelle und warte, bis wir abgestiegen sind.“ Bereits jetzt sei er mit Schaaf im täglichen Austausch. Das sei auch erst einmal unabhängig von der Liga. „Es wäre doch fahrlässig, wenn ich die Expertise von einem wie Thomas zu Spielern und dem, was die Mannschaft braucht, nicht annehmen würde.“ Bleibe 96 drin, müsse man nicht diskutieren, denn Schaafs Vertrag für die 1. Liga laufe bis 2017. Und in der 2. Liga? Schaaf beschäftige sich ausschließlich damit, wie der Klassenerhalt noch zu schaffen sei, so Bader. „Wir arbeiten eine Liste ab, und ich habe von Thomas noch nie den Satz gehört: ,2. Liga interessiert mich nicht.‘“

Keine wirtschaftlichen Sorgen: „Wir sind wirtschaftlich stabil und auch im Abstiegsfall vollumfänglich handlungsfähig.“ Diese Botschaft hat Kind den 96-Gesellschaftern bei einer Sitzung am Mittwochabend übermittelt. Laut Kind werden alle sieben Gesellschafter in der „Hannover 96 Sales&Service GmbH & Co. KG“ auch im Falle des Abstiegs im Boot bleiben. „Sie können alle mit der Situation gut umgehen“, sagte Kind.

von Heiko Rehberg und Christian Purbs

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