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Mit Saint-Maximin gegen die Sturm-Flaute?

Hannover 96 Mit Saint-Maximin gegen die Sturm-Flaute?

Bei Hannover 96 herrscht Flaute im Sturm. Warum es also nicht mal mit Allan Saint-Maximin im Sturmzentrum versuchen? Bei der Niederlage „auf Schalke“ zeigte der 18-Jährige nach seiner Einwechslung, dass er mehr kann als Übersteiger und Hackentricks. Er ist eine vielversprechende Option für die "Roten".

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Wird aus der 14 eine „falsche Neun“?: Auf ein Tor mit anschließendem Salto von Allan Saint-Maximin würden sich die 96-Fans in jedem Fall freuen.  

Quelle: Alexander Körner

Hannover. So kann es nicht weitergehen, die Bilanz ist einfach zu erschreckend. Von den 18 Toren, die Hannover 96 bislang in dieser Saison erzielt hat, gehen lediglich vier Treffer auf das Konto der drei Angreifer. So viel Flaute herrschte seit dem Wiederaufstieg 2002 noch nie im 96-Sturm. Erfolgreichster Schütze ist mit drei Toren Artur Sobiech, Charlison Benschop traf nur beim Saisonstart in Darmstadt. Und Mevlüt Erdinc, den die „Roten“ zu Saisonbeginn als Ersatz für Joselu für 3,5 Millionen Euro vom französischen Erstligisten AS St. Etienne holten, ging sogar bisher völlig leer aus.

Dass ausgerechnet Erdinc das Team von Trainer Michael Frontzeck am Sonnabend im extrem wichtigen Spiel bei 1899 Hoffenheim zum Sieg schießen soll, verursacht bei vielen 96-Fans arge Bauchschmerzen. Da Sobiech jedoch verletzt ausfällt und Charlison Benschop beim Spiel gegen Schalke 04 enttäuschte, gilt ein Einsatz von Erdinc gegen den Tabellenletzten als wahrscheinlich. Der 28-Jährige konnte Dienstag auch mit der Mannschaft trainieren, als eiskalter Knipser präsentierte er sich allerdings auch bei dieser Übungseinheit nicht.

Die "Roten" beim Training am Dienstag. 

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Das macht alles wenig Hoffnung, warum also nicht etwas Neues ausprobieren? Warum es nicht mal mit Allan Saint-Maximin im Sturmzentrum versuchen? Bei der Niederlage „auf Schalke“ zeigte der 18-Jährige nach seiner Einwechslung, dass er mehr kann als Übersteiger und Hackentricks. Bei seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:2 setzte er sich geschickt mit einer Körpertäuschung durch und traf mit einem satten Schuss aus 16 Metern. Qualitäten, die Saint-Maximin auch im Training immer wieder zeigt.

In den bisherigen neun Einsätzen wurde der Franzose von Frontzeck meistens auf den Außenpositionen oder im offensiven Mittelfeld eingesetzt - und damit zu weit entfernt vom gegnerischen Tor. Sind seine Dribblings kurz hinter der Mittellinie eher eine Empfehlung für einen Auftritt im Zirkus Halligalli, so sieht das im gegnerischen Strafraum ganz anders aus. Hier müssen die Gegenspieler vorsichtiger sein, ein guter Trick reicht meistens schon aus, um freie Schussbahn zu haben. Es wäre eine Überlegung wert, Saint-Maximin in Hoffenheim als „falsche Neun“ spielen zu lassen. Aufgrund seiner hervorragenden Technik ist er in der Lage, den Ball zu behaupten und zu verteilen, kluge Pässe zu spielen und selbst torgefährlich zu werden. Und so wie gegen Schalke zu treffen.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Frontzeck aus der Not heraus seinen Angriff erfolgreich umstellt. In der vergangenen Saison wechselte der 96-Trainer in Wolfsburg beim Stand von 0:2 in der Halbzeit Jimmy Briand für Joselu ein. Frontzeck berichtete damals, dass Briand ihm erzählt habe, dass er in Frankreich des Öfteren alleinige Spitze gespielt habe. Beim 2:2 gegen den VfL erzielte der Franzose zwei Minuten nach seiner Einwechslung ein Tor, am vorletzten Spieltag in Augsburg legte er beim 2:1-Erfolg der „Roten“ zweimal perfekt für Lars Stindl auf. Ausgerechnet Briand, der die 96-Anhänger zuvor in unzähligen Spielen zur Weißglut getrieben hatte, spielte plötzlich auf der neuen Position groß auf.

Genau wie Briand damals polarisiert auch Saint-Maximin. Nicht nur die Fans raufen sich beim (oftmals brotlosen) Spektakel des französischen Junioren-Nationalspielers immer wieder die Haare. Selbst die Kollegen lächelten mild, als der 18-Jährige im Testspiel gegen den Landesligisten Rotenburger SV mit einem Salto seine Torpremiere im Trikot der „Roten“ feierte. Für den Siegtreffer in Hoffenheim, darauf jede Wette, würden sie ihn am Sonnabend auf den Schultern vom Platz tragen.

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