Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Kind bleibt Clubchef von Hannover 96

Mitgliederversammlung der "Roten" Kind bleibt Clubchef von Hannover 96

Bei Hannover 96 stand am Dienstagabend die Mitgliederversammlung an. Die Überraschung blieb aus: "Pro Verein 1896" hat zwar künftig zwei Vertreter im Aufsichtstrat, drei Vertreter des alten Aufsichtsrats wurden jedoch wiedergewählt. Damit dürfte auch Martin Kind Clubchef bei Hannover 96 bleiben.

Voriger Artikel
Zieler verlässt 96 am Saisonende
Nächster Artikel
Schon alles klar mit Mirko Slomka?

Martin Kind stand am Dienstagabend nicht zur Wahl – und dennoch im Mittelpunkt.

Quelle: Heiko Rehberg

Hannover. Es war ein langer Abend in der Glashalle des Hannover Congress Centrums (HCC). Erst um 23.25 Uhr stand am Dienstag fest, dass es bei Jahreshauptversammlung des Vereins Hannover 96 keinen Paukenschlag geben wird. Bei der Wahl zum Aufsichtsrat wurden aus dem alten Gremium Valentin Schmidt (410 Stimmen), Michael Beck (399) und Veronika von Lintel (382) gewählt, von den von „Pro Verein 1896“ vorgeschlagenen Kandidaten schafften es Sebastian Kramer (378) und Ralf Nestler (366). Damit dürfte sicher sein, dass der alte und neue Clubchef von 96 Martin Kind heißen wird.

Der Clubchef wird in den nächsten Tagen vom neu gewählten Aufsichtsrat berufen, notwendig ist dafür eine Mehrheit von drei Stimmen. Da es als sicher gilt, dass Schmidt, Beck und von Lintel weiter auf Kind setzen, bleibt auch im Verein in den nächsten drei Jahren an der Spitze alles beim alten.

Kind hatte zuvor in seinem Bericht als Vorstandsvorsitzender betont, dass der Verein 96 für eine 120-jährige Erfolgsgeschichte stehe, „trotz einiger Rückschläge. Wir können stolz sein auf 96.“ Kind nutzte die Gelegenheit, um auch ausführlich auf die sportliche Entwicklung der „Roten“ in der Fußball-Bundesliga einzugehen. Für seinen Satz, dass der „Abstieg weh tut, aber nicht notwendig war“, erntete Kind, der morgen 72 Jahre alt wird, lautes Raunen im Saal.

Für die kommende Zweitligasaison legte Kind die Latte hoch. „Unser Ziel ist der sofortige Wiederaufstieg.“ Und der Clubchef sorgte kurze Zeit später noch einmal für Geraune im Saal: „Dass wir den Aufstieg nicht schaffen, wird nicht passieren.“ Der Abstieg dürfe nicht zu „Depression“ führen: „Wir müssen wieder aufstehen.“ Nach Angaben von Kind werden 98 Prozent der Sponsoren auch in der 2. Liga dem Verein die Treue halten. Auch Logen in der HDI-Arena seien nicht gekündigt worden.

Das alte und neue Aufsichtsratsmitglied Michael Beck betonte, dass nur das Engagement von Kind und anderen Gesellschaftern 96 im Jahr 1999 „vor dem finanziellen Kollaps“ gerettet habe. Valentin Schmidt, der Aufsichtsratschef bleiben wird, hatte mit Blick in die Zukunft gesagt: „Nicht Opposition, sondern Kooperation mit den Gesellschaftern ist auch das Gebot der Stunde im Interesse des Vereins.“

Mehr als nur ein Symbol für den Neuanfang bei 96 war eine Szene am Anfang der Versammlung: Als die erfolgreiche Fußball-U19, die im Mai im DFB-Pokalfinale steht, geschlossen Richtung Podium ging, gab es für die Talente viel Applaus. Profis aus der Bundesligamannschaft waren übrigens nicht anwesend.

Bombenfunde in der Stammestraße

Laut Kind befinden sich auf dem Gelände, auf dem das neue 96-Vereinsheim entstehen soll, „mindestens vier Weltkriegsbomben“. Die Kosten für die Räumung werde die Stadt übernehmen. 96 wird im ersten Bauabschnitt insgesamt 10 Millionen Euro in der Stammestraße investieren, 5 bis 6 Millionen Euro davon werden Eigenkapitel sein.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Bundesliga
Foto: Auch er konnte das Unheil nicht mehr abwenden: 96-Trainer Daniel Stendel.

Durch den Sieg von Eintracht Frankfurt über den 1. FSV Mainz 05 ist es nun besiegelt: Hannover 96 wird definitiv absteigen. Es gibt keine rechnerische Möglichkeit mehr für einen Verbleib in der 1. Bundesliga.

mehr
Mehr aus Hannover 96
Einzelkritik: 96 gegen Heidenheim

Hannover 96 gegen 1. FC Heidenheim: So waren die Spieler der "Roten" in Form.

Anzeige
Die HAZ-Sportexperten schreiben gemeinsam den RotenBlog
27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

mehr