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Pyro-Fall bei 96: Security wurde "weggeprügelt"

Auswärtsspiel von Hannover 96 Pyro-Fall bei 96: Security wurde "weggeprügelt"

Neue Erkenntnisse im Pyro-Fall von Hannover 96 beim Auswärtsspiel in Berlin: Ein Video zeigt, wie rund ein Dutzend vermummte 96-Anhänger Pyrotechnik im Gästeblock vorbereiten - ohne dass die Ordner einschreiten. Ein Versuch, die Zündelei zu verhindern, sei auf handfeste Gegenwehr gestoßen, heißt es vom Verein Union Berlin.

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Quelle: Lobback

Hannover/Berlin. Der Ordnungsdienst von Union Berlin hat am Sonntag versucht, das Zünden von Rauchtöpfen und das Abbrennen von Bengalos im 96-Fanblock zu verhindern, auf ein Einschreiten aber verzichtet, um die Situation beim Fußball-Zweitligaspiel nicht eskalieren zu lassen. „Es gab einen kurzen Versuch unseres Ordnungsdienstes, der aber sofort auf Gegenwehr gestoßen ist“, sagte Union-Sprecher Christian Arbeit der HAZ. Laut einem Augenzeugen seien die Ordnungskräfte „weggeprügelt“ worden. Man habe zu spüren bekommen, „wie gut die 96-Fans organisiert sind bei der Abwehr von externen Eingriffen“, sagte Arbeit.

Auf einen Einsatz der Polizei habe man nach Diskussion der Sicherheitslage bewusst verzichtet, um eine Eskalation zu verhindern. „Das erste Ziel war es, dass es keine Verletzte gibt. Deshalb mussten wir uns für das geringste Übel entscheiden“, sagte Arbeit. Wie ein Teil der 96-Anhänger die Pyromaterialien ins Stadion schmuggeln konnte, kann sich auch Union nicht erklären. Einige 96-Anhänger hätten sich darüber beschwert, dass der Einlass extrem lange gedauert habe. Das zeige, so Arbeit, dass intensiv kontrolliert worden sei.

Bei der HAZ meldeten sich mehrere Augenzeugen, die davon berichteten, dass der Ordnungsdienst bei den mehrminütigen Pyro-Vorbereitungen im 96-Block tatenlos zugesehen habe. Ein Video zeigt, wie vermummte, in weiße Ganzkörperanzüge gekleidete Menschen im Gästeblock hinter den Fahnen am Zaun ungestört Vorkehrungen treffen für die in der 50. Minute begonnene Aktion, die zu einer dreieinhalbminütigen Spielunterbrechung führte. In der Nähe sitzende Zuschauer erzählten von Atembeschwerden und tränenden Augen.

Choreo-Verbot: Beim 1. FC Nürnberg hat sich der Konflikt zwischen dem Verein und Teilen der sogenannten Ultras zugespitzt. Nach Fanausschreitungen in Karlsruhe entzogen die Clubverantwortlichen den Ultras die bereits erteilte Erlaubnis für eine Choreografie am Sonntag bei der Partie gegen Hannover 96.

Neunter Spieltag in der 2. Bundesliga: Hannover 96 unterliegt beim Auswärtsspiel in der Hauptstadt Union Berlin mit 1:2.

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hr

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