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Neururer: Trecker oder Porsche – ist das wichtig?

Ex-96-Trainer Neururer: Trecker oder Porsche – ist das wichtig?

Hannover 96 und der VfL Bochum: Diese beiden Vereine liegen Peter Neururer wirklich am Herzen. Vor dem Spiel seiner beiden Ex-Clubs plaudert der Trainer im Telefoninterview über vergangene Zeiten - und legt plötzlich einfach auf.

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Ex-96-Trainer Peter Neururer im Jahr 2014.

Quelle: Archiv

Hannover. „Ich habe mich in Hannover immer wohlgefühlt. Sonst wäre ich ja nicht zweimal da gewesen“, sagt der Trainer. Wenn sich beide Mannschaften Freitagabend im Bochumer Vonovia Ruhrstadion treffen (Anpfiff: 18.30 Uhr) und um die nächsten Punkte in der 2. Bundesliga kämpfen, wird Neururer jedoch nicht im Stadion sein. „Ich werde mir das Spiel im Fernsehen anschauen. Ich betrete das Bochumer Stadion nur noch zum Zwecke der Arbeit“, sagt der 61-Jährige, der am 9. Dezember 2014 wegen vereinsschädigenden Verhaltens von seinen Aufgaben beim VfL freigestellt wurde. Der VfL-Sportvorstand und ehemalige 96-Manager Christian Hochstädter erhob damals schwere Vorwürfe und setzte Neururer vor die Tür.

„Ich habe in Bochum die größte Enttäuschung meines fußballerischen Lebens erlebt. Diejenigen, die damit zu tun haben, sind immer noch da. Und solange die da sind, werde ich das Stadion nicht betreten.“ Sein Groll richtet sich jedoch nur gegen „diese Herrschaften, mit denen habe ich abgeschlossen“, sagt Neururer, dem Team des Zweitligisten drücke er weiterhin die Daumen. „Die Mannschaft kann ja nichts dafür. Es sind noch viele Spieler dabei, die ich zum VfL geholt habe.“

Auch bei seinem ersten Engagement in Hannover hatte es am Ende Krach gegeben. Der damalige 96-Vereinspräsident Klaus-Dieter Müller sprach Ende Mai 1995 ein Stadionverbot für Neururer aus, nachdem er ihn als Zweitliga-Trainer entlassen hatte. Aufgehoben wurde dieses Verbot erst zehn Jahre später, als Neururer im November 2005 nach einer Nacht-und-Nebel-Aktion des ehemaligen 96-Managers Ilja Kaenzig erneut bei den „Roten“ anheuerte.

Über all das spricht Neururer gerne und ausgelassen, schiebt hier und da noch eine kleine Anekdote hinterher. Als es jedoch um seinen Kurzbesuch in Hannover am 20. April vergangenen Jahres geht - nach der Entlassung von Trainer Tayfun Korkut war 96 auf der Suche nach einem neuen Trainer -, wird Neururer, der seine Spieler gerne mal als Muscheltaucher und Vollfrisör bezeichnete, ungewohnt dünnhäutig. Exakt 22 Sekunden nach der Frage, ob damals, als er sich zu Geheimverhandlungen mit 96-Clubchef Martin Kind im Courtyard-Hotel am Maschsee traf und seinen Porsche Panamera direkt vor dem Haupteingang parkte, kein anderer Parkplatz frei gewesen sei, legt Neururer auf.

Er wisse nicht, „warum es wichtig ist, ob es ein Trecker oder Porsche“ gewesen sei, mit dem er nach Hannover gefahren ist. Und überhaupt: Es stimme nicht, dass der Wagen direkt vor dem Haupteingang stand, sagt Neururer und gibt seinem Gesprächspartner noch einen guten Rat: „Erst recherchieren und dann Fragen stellen. Das ist unverschämt, was sie da von sich geben. Hiermit ist die Sache für mich abgeschlossen. Auf Wiederhören.“

Schade. So gibt es keine Antworten auf die Fragen rund um den Fußball im Allgemeinen und zum Spiel der „Roten“ am Freitag beim VfL Bochum im Besonderen.

Ach, vielleicht auch nicht ganz so schlimm.

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Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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