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Ein Hauch von Disney bei den „Roten“

Neuzugang Almeida Ein Hauch von Disney bei den „Roten“

Hugo Almeida ist da - und soll laut 96-Clubchef Martin Kind der letzte Transfer bis zum Darmstadt-Spiel sein. Doch trotz aller Extravaganz die der Portugiese mitbringt fragen sich die Fans: Kommt da nicht doch noch jemand? 

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Hugo Almeida und Martin Bader.

Quelle: Hannover 96

Hannover. Sie gehört zu den Stars ihrer Branche, ist clever und mutig, bei Kindern sehr beliebt - und gewinnt am Ende fast immer. Nun ist es ja leider nicht so, dass jeder, der sich ein Supermann-Kostüm anzieht, auch gleich zum Supermann wird. Doch wenn sich in den nächsten Monaten nur einige Eigenschaften von Mickymaus auf Hugo Almeida übertragen würden, wäre dem Fußball-Bundesligisten sehr geholfen. Almeida war zum Fototermin am Sonnabend mit einem auffälligen Pullover mit der Walt-Disney-Figur erschienen.

Ob diese Portion Extravaganz, die der Portugiese mit seiner Kleidung zur Schau stellte und damit in den sozialen Netzwerken für einige bissige Kommentare sorgte, einem Club wie Hannover 96 guttut oder eher nicht, sei dahingestellt. Viel wichtiger ist ohnehin, was der 31-Jährige anstellt, wenn er in den Rückrundenspielen das 96-Trikot trägt. Für 96-Trainer Thomas Schaaf, der den Transfer einfädelte und unter dem der Stürmer zwischen 2006 und 2010 in 117 Bundesligapartien 41 Tore für Werder Bremen erzielte, ist Almeida der Wunschspieler. „Ich freue mich sehr, dass dieser Transfer geklappt hat. Wir haben gesehen, dass wir gerade in der Offensive noch Durchschlagskraft vermissen lassen. Hugo wird unserem Spiel guttun. Er ist ein kompakter, wuchtiger Stürmer mit viel Drang zum Tor.“ 96-Geschäftsführer Martin Bader erhofft sich vom fünften 96-Winter-Neuzugang mehr Qualität im Angriff. „Hugo Almeida hat seine Qualitäten in der Bundesliga bereits über mehrere Jahre unter Beweis gestellt“, sagte Bader.

Die besten Bilder aus der vielseitigen Karriere von Hugo Almeida.

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Der 57-fache portugiesische Nationalspieler hatte in der vergangenen Woche seinen Vertrag beim russischen Erstligisten Anschi Machatschkala aufgelöst. „Als mich der Trainer angerufen hat, habe ich sofort zugesagt. Mit meinen Toren und guten Leistungen möchte ich unbedingt zum Klassenerhalt von Hannover 96 beitragen“, sagte Almeida, der die Trikotnummer 22 erhält und einen Vertrag bis 2017 unterschrieben hat, der jedoch nur für die 1. Liga gelten soll.

Mit der Verpflichtung von Almeida scheint die Einkaufstour der „Roten“ beendet zu sein. „Vorläufig ist unsere Planung abgeschlossen“, sagte gestern Clubchef Martin Kind, ließ jedoch ein Hintertürchen für weitere Transfers offen. Nur „wenn Erkenntnisse und Optionen zusammenpassen“, könnte sich bis zum Ende der Transferperiode am 31. Januar noch etwas tun. „Wir werden aber in jedem Fall das erste Spiel gegen Darmstadt abwarten“, sagte Kind im Hinblick auf das Heimspiel beim Rückrundenstart am kommenden Sonnabend.

Kommt Marin nach Hannover?

Die Erkenntnis, dass 96 aufgrund der Verletzung von Hiroshi Kiyotake im offensiven Mittelfeld dringend einen Ersatz für den Japaner benötigt, ist nicht allzu neu und bestätigte sich auch während der Testspiele im Trainingslager in Belek. Bei den Niederlagen gegen Hertha BSC und den VfB Stuttgart ließ Schaaf Manuel Schmiedebach im offensiven Mittelfeld spielen. Der 27-Jährige hat seine Qualitäten jedoch im defensiven Bereich, ein torgefährlicher Ideengeber ist er jedenfalls nicht. Auch Neuzugang Iver Fossum kommt für diese Position nicht infrage. Der Norweger ist körperlich noch weit davon entfernt, in der Bundesliga mithalten zu können.

Liegt es demnach nur an den fehlenden Optionen, dass die „Roten“ im offensiven Mittelfeld noch nicht nachgerüstet haben? Bader und auch Kaderplaner Christian Möckel haben in den vergangenen Tagen immer wieder betont, dass 96 durchaus noch handeln würde, wenn sich irgendwo eine bislang verschlossene Tür öffnet, sprich: sich eine günstige Gelegenheit für einen weiteren Transfer ergibt, der der Mannschaft sofort helfen würde. Wie vielleicht gerade in der Türkei.

„Ich gehe davon aus, dass Marko Marin auch noch nach Hannover kommen wird. Das sagen mir meine Spatzen aus der Türkei“, sagte Trainer Christoph Daum während der gestrigen „Doppelpass“-Sendung bei Sport1. Der offensive Mittelfeldspieler Marin, der von 2009 bis 2012 bei Werder unter Schaaf gespielt hatte, ist aktuell vom FC Chelsea an den türkischen Verein Trabzonspor ausgeliehen.

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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