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Neuzugang Sobiech muss Trainingslager verlassen

Knieverletzung Neuzugang Sobiech muss Trainingslager verlassen

Das "Reizknie" vom Neuzugang Artur Sobiech stört die Vorbereitung von Hannover 96 im Trainingslager. Der Pole musste aus Bad Rakersburg abreisen und sich von einem Kniespezialisten untersuchen lassen. Ergebnis: Drei Wochen kein Mannschaftstraining für den neuen Stürmer.

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Trainingslager ohne zwei Stürmer: Didier Ya Konan (l.) konnte wegen eines Muskelfaserrisses nicht mit den "Roten" ins Trainingslager, Artur Sobiech musste wegen einer Knieverletzung am Dienstag die Steiermark verlassen.

Quelle: Ulrich zur Nieden

Bad Rakersburg. Artur Sobiech macht den „Roten“ mit einem „warmen Knie“ Sorgen: Der vom Fußball-Bundesligisten Hannover 96 gerade erst verpflichtete polnische Stürmer musste am Dienstag das Trainingslager in der Steiermark verlassen, weil sein Knie nach einer Operation der Belastung immer noch nicht gewachsen ist und zunehmend gereizt war. Beim anerkannten Kniespezialisten Ulrich Boenisch in Augsburg wurde deshalb noch am Dienstag zur Kontrolle eine besonders hoch auflösende Magnetresonanztomographie gemacht. Ergebnis der Untersuchung: Sobiech muss für drei Wochen mit dem Mannschaftstraining aussetzen, damit sich das Knie erholen kann.

In den ersten Tagen in Bad Radkersburg war er ausschließlich von Fitnesscoach Edward Kowalczuk, der mit Sobiech auch polnisch sprechen kann, im Einzeltraining betreut worden.

Am Dienstag war es sehr warm beim Training von Fußball-Bundesligist Hannover 96. Doch die Spieler wussten sich zu helfen. Da wurde das gewonnenen Elfmeterschießen erstmal mit einer kalten Dusche gefeiert.

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Nicht nur auf Sobiech, sondern auch auf Didier Ya Konan, den gefährlichsten Stürmer der vergangenen Saison, muss 96 derzeit verzichten. Der Ivorer ist nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel bei der Rehabilitationsbehandlung in Donaustauf. Wahrscheinlich ist, dass zum Start in den DFB-Pokal und in die Bundesliga beide Stürmer allenfalls eingeschränkt zur Verfügung stehen und das Fitnessniveau der Teamkameraden noch nicht erreichen. „Das stört meine Planungen sehr“, räumte Slomka ein.

Von Panikstimmung, die 96 früher in solchen Situationen befiel, indes ist keine Spur zu bemerken. Die Personalnot wird dadurch gelindert, dass just zum Zeitpunkt des Doppelausfalls die Formkurve der verbliebenen Stürmer durchaus nach oben zeigt.

Stoppelkamp und Schlaudraff machen einen guten Eindruck

Moritz Stoppelkamp, den der Trainer zurzeit häufig mit Lob bedenkt, hat in dieser Saisonvorbereitung bereits rekordverdächtige 25 Testspieltore erzielt. Und er traf nicht nur gegen unterklassige Gegner, sondern zuletzt auch gegen Sturm Graz. Auch im Training, wo Stoppelkamp auffällig hohen Einsatz zeigt, bestätigt er den guten Eindruck.

Jan Schlaudraff rückt ebenfalls wieder in den engeren Fokus. Der unbestritten elegante Techniker mit guter Spielauffassung und Ideen für gefährliche Angriffe hat sich im vergangenen Jahr vor allem auch defensiv gesteigert. Diese Qualitäten haben ihn bisher zusätzlich als Kandidaten auf den Außenpositionen links wie rechts im Mittelfeld erscheinen lassen – womöglich aber eher als Einwechselspieler für Konstantin Rausch und Lars Stindl. Dass er sich wie vor einem Jahr nach guter Vorbereitung und einem miserablen Pokalspiel plötzlich auf der Tribüne wiederfinden könnte, ist in der aktuellen Personalsituation sehr unwahrscheinlich – obwohl einige Rotation bei der neuen Kaderstärke und der Mehrbelastung durch die Europa League absehbar ist.

Mohammed Abdellaoue absolviert bislang noch eine eher unauffällige, keineswegs aber eine schlechte Vorbereitung. Weniger Testspieltore (7) als Stoppelkamp und Schlaudraff (15), aber im Training zeichnet sich ab, dass er in Form kommt und zum Saisonstart auf den Punkt da ist – und wohl als Stürmer gesetzt.

Weil Trainer Slomka ohnehin damit rechnet, dass Ya Konan, der in Donaustauf gute Fortschritte mache, nach nachgeholter Vorbereitung „topfit zurückkommt“, fordert der Trainer nicht – wie zuvor – nachdrückliche Verstärkung vom Transfermarkt. „Ich gehe auch davon aus, dass wir mit Artur Sobiech rechnen können. Mich belastet die Situation nicht so, dass ich sofort wieder nach einem neuen Stürmer schreien müsste“, sagte Slomka am Dienstag. Ein Beweis von diplomatischem Geschick – denn 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke hat zuletzt gar nicht den Eindruck gemacht, als würde er sich gern drängeln lassen.

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