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Niclas Füllkrug soll zu 96 wechseln

Stürmer vom 1.FC Nürnberg Niclas Füllkrug soll zu 96 wechseln

Niclas Füllkrug aus Nürnberg soll bei Hannover 96 für Tore in der zweiten Liga sorgen. Ein Angebot des Vereins an Nürnberg besteht. Letztes Hindernis des Transfers ist das angespannte Verhältnis zwischen der Nürnberger Clubführung und 96-Geschäftsführer Martin Bader. 

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Niclas Füllkrug will wieder nach Hause.

Quelle: dpa

Bad Lauterberg. Gesucht wird: Ein Torjäger mit Treffergarantie. Fußball-Zweitligist Hannover 96 hat fast alle Profis abgefragt, die infrage kommen. Simon Terodde etwa oder Pascal Testroet – der eine (Bochums Terodde) wechselte zum Rivalen VfB Stuttgart, der andere (Testroet) verlängerte bei Dynamo Dresden. Bleibt einer der Wunschspieler übrig: Niclas Füllkrug.

Der 23-Jährige ist Ricklinger mit langer Werder-Bremen-Laufbahn und Nürnberg-Karriere, 14 Tore in der vergangenen Zweitliga-Saison, dessen Herzenswunsch es ist, heimzukehren nach Hannover. Das passt doch. Denkt sich auch 96. Auf Nachfrage wurde bestätigt: Die „Roten“ haben Nürnberg bereits ein schriftliches Angebot gemacht. Dabei wird es nicht bleiben.

Gute Laune beim Donnerstagstraining in Bad Lauterberg: Die Mannschaft von Hannover 96 hat unter Aufsicht von Trainer Daniel Stendel eine Trainingseinheit mit Huckepack und Fangen spielen absolviert.

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Deutlich mehr als zwei Millionen Euro wird Füllkrug wohl am Ende kosten. Letztes Hindernis ist das angespannte Verhältnis zwischen der Nürnberger Clubführung und 96-Geschäftsführer Martin Bader. Nürnberg macht Bader für die hohen Schulden (16 Milllionen Euro) verantwortlich, der Club steckt in großen Schwierigkeiten. Die Lizenz bekamen die Franken nur unter Auflagen. Aus professioneller Sicht und wegen des Geldes wird Nürnberg Füllkrug ziehen lassen müssen – notfalls auch zu Baders neuem Arbeitgeber. Aber ergibt der Transfer für 96 überhaupt Sinn?

„Wir brauchen Tore, wir brauchen Leute, die Tore machen.“

96-Trainer Daniel Stendel lobt zwar seine „richtig gute Mannschaft“, aber auch er weiß: „Wir brauchen Tore, wir brauchen Leute, die Tore machen.“ Denn wenn Stendel ehrlich ist, dann war 96 in der vergangenen Saison so treffsicher wie ein gebrochener Flitzebogen – und stieg deshalb ab.

Artur Sobiech traf achtmal und damit am sichersten – besonders, seit Stendel ihm vertraut, anders als zuvor Michael Frontzeck und Thomas Schaaf. Dem Polen, der gestern mit seiner Nationalmannschaft bei der EM mitfieberte, kann ein neuer Stürmer wie Füllkrug nur helfen. Sobiech ist so etwas wie der neue 96-Offensivchef. Er, Manuel Schmiedebach, Salif Sané und Edgar Prib haben als „alte“ 96-Hasen aktuell das Sagen in der Mannschaft.

Seit einer Woche drängt sich ein Stürmer auf, der bisher nur auf der Außenposition spielte: Kenan Karaman, immerhin mit vier Toren in der vergangenen Saison. Allen Gerüchten zum Trotz erklärte Kaderplaner Christian Möckel gestern unmissverständlich: „Kenan bleibt.“

Charlison Benschop traf nur im ersten Saisonspiel. Bei Fortuna Düsseldorf war der Niederländer eine zuverlässige „Tormaschine“, aber eine Verletzung warf ihn mehrmals zurück. Mit Benschops Toren kann 96 nicht fest rechnen. Der Neue Babacar Gueye (ein Tor in Frankreich) hat auch noch keine eingebaute Tor-Garantie bewiesen und zog sich in den ersten Tagen der Vorbereitung eine Zerrrung zu.

Anders sieht das bei Füllkrug aus. Der 23-Jährige schoss zehn Saisontreffer allein in der vergangenen Zweitliga-Rückrunde. Was nur heißen kann: Er ist nach einigen Verletzungen top in Form. Und schwächer werden die aktuellen Spieler durch den Transfer auch nicht. Stendel möchte „die Spieler, die wir haben, noch torgeiler machen“. Wenn das klappt, hilft das am Ende allen bei Hannover 96.

von Dirk Tietenberg

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