Volltextsuche über das Angebot:

18°/ 7° wolkig

Navigation:
Der Derby-Ticker zum Nachlesen

Polizei, Proleten, Pyrotechnik Der Derby-Ticker zum Nachlesen

Wasserwerfer, Pyrotechnik, vermummte Gestalten: Rund um das Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig ist es zu Ausschreitungen gekommen. Der Derbytag im Ticker zum Nachlesen auf HAZ.de.

Voriger Artikel
Im Derby zählen nur die drei Punkte
Nächster Artikel
Kein Sieger im Derby

Nach dem Spiel gab es vor dem Hauptbahnhof Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Krawallmachern.

Quelle: von Ditfurth

Hannover. +++ 00.46 Uhr: Der Derby-Abend ist zu Ende. Alles zum Unentschieden zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig gibt es hier. Wir verabschieden uns aus dem Live-Ticker.

+++ 00.35 Uhr: Die letzten BTSV-Fans sind auf dem Heimweg, im Hauptbahnhof hat sich die Lage nach ein paar Rangeleien ebenfalls wieder beruhigt.

+++ 00.23 Uhr: Die Polizei zieht eine erste Bilanz: Demnach hat währende des ganzen Tages zwei Festnahmen gegeben. Gegen einen 21-Jährigen aus Hannover wurde ein Verfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Der junge Mann soll einen Polizisten mit einer Flasche beworfen haben. Ein 19-Jähriger aus Sarstedt muss sich wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verantworten. Auf eine massenhafte Festnahme von Krawallmachern habe die Polizei bewusst verzichtet – "insbesondere zum Schutz der friedlichen Fans", wie Guido von Cyrson, Leiter der Polizeiinspektion West, sagt. Bislang berichtet die Polizei von einer leicht verletzten Beamtin. Mindestens ein 96-Fan wurde durch Pfefferspray verletzt. Ob es beim Einsatz am Südeingang unter den Eintracht-Fans Verletzte gegeben hat, ist laut Polizei unklar.

+++ 00.11 Uhr: War es das jetzt? In der Innenstadt ist wieder Ruhe eingekehrt. Zwar sieht man noch viel Polizei, die Chaoten haben sich jedoch zurückgezogen.

+++ 23.52 Uhr: Die massive Polizeipräsenz zeigt offenbar Wirkung: Rund um den Kröpcke hat sich die Lage wieder beruhigt, die Polizei hat die Lage im Griff. Wir versuchen eine Information von der Polizei zu bekommen.

+++ 23.46 Uhr: Über der Innenstadt kreist ein Polizeihubschrauber, auf dem Bahnhofsvorplatz steht gefühlt der komplette Fuhrpark der Bereitschaftspolizei.

+++ 23.39 Uhr: Geleitschutz für die Eintracht-Mannschaft: Mit einer Polizeieskorte fährt der Bus vom Stadion über den Ricklinger Kreisel auf die B65.

+++ 23.34 Uhr: Krawallmacher liefern sich ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei. Kleine Gruppen ziehen durch die Innenstadt, werfen Stühle gegen Schaufensterscheiben, Gullydeckel auf die Fahrbahn und reißen einen Bauzaun um. Die Lage ist gerade sehr unübersichtlich.

Im November 2013 trafen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig zum ersten Mal nach 37 Jahren in der ersten Bundesliga aufeinander. Vor und nach dem Spiel kam es zu Auseinandersetzungen.

Zur Bildergalerie

+++ 23.26 Uhr: In der Innenstadt gehen die Krawallen jetzt doch wieder los. Die Polizei verlegt gerade massiv Kräfte in Richtung Hauptbahnhof. Dort haben Vermummte einen Polizeiwagen angegriffen und Pyros geworfen. Offenbar sind mehrere Hundert Problemfans geschlossen in die Innenstadt gezogen. Es scheint eine lange Nacht zu werden für die Polizei.

+++ 23.13 Uhr: Das wird wohl das Geschäft des Jahres: An der Stammestraße haben sich zwei Bierwagen-Besitzer postiert – und die werden gerade von mehreren Hundert Eintracht-Fans umlagert, die auf dem Weg zum Bahnhof noch ein Bier trinken wollen. Unterdessen hat der erste Zug mit Eintracht-Fans den Hauptbahnhof bereits verlassen – ganz friedlich und ohne besondere Vorkommnisse.

+++ 23.04 Uhr: Gute Nachrichten aus der Innenstadt: In der City ist alles ruhig und friedlich. Offenbar hat das 0:0 die Gemüter kräftig abgekühlt.

+++ 23.00 Uhr: Auf der Stadionbrücke zünden die Braunschweig-Anhänger wieder Böller. Die Polizei fährt ab sofort mit einem Wasserwerfer hinter der Gruppe her.

+++ 22.51 Uhr: Der vermummte schwarze Block des BTSV hat das Stadion verlassen. Die Polizei nimmt die Braunschweiger Anhänger in ihre Mitte. Mehrere Hundertschaften kesseln sie ein und geleiten sie zum Bahnhof Fischerhof. Doch bis jetzt ist hier alles friedlich. Es gibt keine Bengalos, kein Geschubse. Es wird nicht einmal gesungen.

+++ 22.47 Uhr: Viele Hannover-Fans sind nicht nur wegen der Nullnummer enttäuscht, sondern auch wütend über die Krawallmacher. "Solche Gewaltausbrüche finde ich nicht gut. Ich will nur in Ruhe mit meiner Tochter das Spiel gucken und ein paar Hundert Verrückte versuchen, das alles kaputt zu machen", sagt Jörg Hoffmann aus Bornum. Auch die 18-jährige Laatzenerin Juliane Matussek hat für die Chaoten kein Verständnis: "Solche Randale finde ich nur unsinnig. Verantwortlich ist eine Minderheit, die mit ihrem Leben unzufrieden ist. Diese Leute müssen das offenbar auf diese Weise kompensieren."

+++ 22.41 Uhr: 96-Manager Dirk Dufner rechnet nach den Pyrotechnik-Zündeleien mit einer Strafe durch den Deutschen Fußball-Bund. "Bei Pyrotechnik hast du immer Konsequenzen", sagt Dufner. "Die Spinner kriegst du nicht in den Griff", meint Dufner. Der Manager und Vereinschef Martin Kind hoffen, mit der neuen Videotechnik im Stadion die Täter identifizieren und zur Rechenschaft ziehen zu können.

+++ 22.38 Uhr: Schöne Geste nach Abpfiff auf dem Spielfeld: Spieler von Hannover 96 und Eintracht Braunschweig beim Abklatschen. Liebe Fans: Bitte nachmachen!

+++ 22.34 Uhr: Worte, die nachdenklich machen: "Ich bin nur hier, um ein Fußballspiel anzusehen – und jetzt fühle ich mich wie im Krieg", sagt ein älterer 96-Fan der HAZ. Dem bleibt wenig hinzuzufügen.

+++ 22.23 Uhr: Kurz nach Abpfiff sind viele Fans schon wieder aus dem Stadion herraus. Offenbar versuchen die friedlichen Anhänger schneller als sonst wegzukommen. Vor dem Nordeingang fliegen bereits die ersten Böller. Am Südeingang hat die Polizei massive Polizeikräfte zusammengezogen und fordert die Braunschweiger Fans auf, geordnet und friedlichen in Richtung S-Bahn zu ziehen.

+++ 22.13 Uhr: Kleiner Schwenk rüber in die Swiss-Life-Hall. "The BossHoss" fragen auf der Bühne: "Wer ist aus Braunschweig?" Einige melden sich – und die Antwort von "BossHoss" kommt prompt: "Wir sind rock'n'roll. We don't care!" Und sie spielen: "We keep on dancing".

+++ 21.57 Uhr: Die Krawallmacher haben heute offenbar mehrere Feindbilder: Die Chaoten sind nicht nur auf die Polizei losgegangen, auch Journalisten wurden mehrfach angegangen. Vor dem Nordeingang wurde ein Kameramann des NDR bedroht – und auch einer unserer HAZ-Fotografen wurde angegangen.

+++ 21.45 Uhr: In der Arena werden immer wieder Pyros gezündet. Der Stadionsprecher droht mit dem Spielabbruch.

+++ 21.35 Uhr: Vor dem Nordeingang ging es auch während der ersten Halbzeit immer wieder hoch her – und es gab offenbar Verletzte, nachdem die Polizei mit Pfefferspray und Reizgas gegen Fans von Hannover 96 vorgegangen war. Auch der Wasserwerfer wurde erneut eingesetzt.

+++ 21.27 Uhr: Egal wie das Spiel ausgehen wird: Die DFL dürfte die Vorgänge vor dem Stadion und auf den Rängen sehr genau unter die Lupe nehmen. Schon mehrfach musste Hannover 96 teils saftige Strafen zahlen, weil die Fans Pyros gezündet hatten.

+++ 21.12 Uhr. Im Stadion werden weiter Pyros gezündet, zusätzliche Polizisten sind am Eintracht-Block in Stellung gegangen.

+++ 21.01 Uhr: Nicht alle Eintracht-Fans haben es ins Stadion geschafft. Rund 50 Fans hat die Polizei am Südeingang zurückgehalten – und dann über die Stadionbrücke zurückgeführt. Genaueres hat die Polizei dazu aber noch nicht mitgeteilt.

+++ 20.56 Uhr: Vielleicht sollten sich die aufgebrachten Fans ein Beispiel an den Busfahrern nehmen. Geht doch!

+++ 20.37 Uhr: Auch im Stadion sind nicht alle Fans friedlich. Der erste Böller ist auf das Spielfeld geflogen, in der Luft liegt Rauch. Die Spieler geben sich allerdings bislang noch ziemlich unbeeindruckt.

+++ 20.28 Uhr: Neben der Polizei haben heute Abend übrigens auch zwei Richter und zwei Staatsanwälte Bereitschaft. Sie werden hinzugezogen, wenn Straftaten begangen werden – und können sogenannte beschleunigte Verfahren durchführen. Bislang gab es mehrere Festnahmen.

+++ 20.26 Uhr: Vor dem Südeingang sind rund 500 weitere Eintracht-Fans aus Richtung Fischerhof angekommen. Diesmal läuft alles viel ruhiger ab: Offenbar haben die Fans keine Lust, den Anstoß zu verpassen und lassen sich deshalb kontrollieren.

+++ 20.22 Uhr: Noch acht Minuten bis zum Anpfiff. Alles zum Spiel gibt es hier.

+++ 20.17 Uhr: Gleich ist Anpfiff – und am Nordeingang gehen die Auseinandersetzungen weiter: Rund 20 Hooligans stehen dort der Polizei gegenüber, die jetzt doch Wasserwerfer einsetzt. Zuvor hatten die gewaltbereiten Fans immer wieder die Beamten provoziert.

+++ 20.12 Uhr: DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig hat deutliche Worte gefunden für das, was sich rund um das Stadion abgespielt hat. "Es ist ein Katastrophe, was hier bislang passiert ist", sagt er gegenüber der HAZ kurz vor Anpfiff. "So macht das keinen Spaß mehr". Auch Ex-96er und aktuelle Co-Trainer der "U 23", Christoph Dabrowski, zeigte sich schockiert:"So etwas gehört nicht zum Fußball. Es muss menschlich bleiben."

+++ 20.01 Uhr: Die Polizei hat eine erste, traurige Bilanz gezogen: Bei den Auseinandersetzungen rund ums Stadion hat es mehrere Verletzte gegeben. Genaue Zahlen konnte der Polizeisprecher aber noch nicht nennen.

+++ 19.51 Uhr: Auch die rund 200 festgehaltenen Eintracht-Fans sind jetzt im Stadion. Sie haben sich zuvor laut Polizei einzeln durchsuchen lassen. Anders als am Nordeingang habe es hier aber keine Festnahmen gegeben.

+++ 19.48 Uhr: Jetzt geht es auch im Stadion weiter: Nur noch 45 Minuten bis zum Anpfiff – und im Eintracht-Block wird der erste Bengalo gezündet.

+++ 19.37 Uhr: Die Polizei hält im Bereich der Sicherheitskontrolle an der Stadionbrücke rund 200 Braunschweig-Fans fest. Nachdem mehrere Sicherheitszäune eingedrückt worden sind, lässt die Polizei jetzt einige gemäßigte Anhänger nach und nach in Richtung Südeingang durch.

+++ 19.35 Uhr: Am Nordeingang ist der Spuk vorbei: Die Situation ist friedlich, Tausende Fans strömen entspannt und ausgelassen ins Stadion.

+++ 19.30 Uhr: Korrektur: Der Wasserwerfer am Südeingang ist nur aufgefahren worden, die Polizei hat den Einsatz nur angedroht. Die Anhänger wurden aber nicht mit Wasser beschossen, hat die Polizei konkretisiert. Derzeit steht der Wasserwerfer 20 Meter von den Fans entfernt.

+++ 19.24 Uhr: Am Südeingang hat sich die Situation ein wenig entspannt. Die BTSV-Fans sind zwar vorerst in dem Bereich der Sicherheitskontrolle von der Polizei eingekesselt und können weder vor, noch zurück. Trotzdem singen sie ausgelassen "Wir sind alle Braunschweiger Jungs". Ob die BTSV-Fans, die sich wenige Minuten zuvor noch äußerst aggressiv der Polizei entgegengestellt haben, die Sicherheitskontrollen ohne Weiteres über sich ergehen lassen, ist aber noch ungewiss.

+++ 19.16 Uhr: Kein schöner Empfang für das Eintracht-Team am Stadion: Just in dem Moment, als der Mannschaftsbus am Stadion angekommen ist, fährt die Polizei Wasserwerfer auf. Die Braunschweiger kommen allerdings unversehrt ins Stadion – unter dem Jubel der BTSV-Fans.

+++ 19.07 Uhr: Die Polizeitaktik ist nicht aufgegangen: Die Braunschweig-Fans haben den Eingangsbereich des Südeingangs gestürmt, um die Sicherheitskontrollen zu umgehen. Die Polizei fährt Wasserwerfer auf. Die Situation ist gerade völlig unübersichtlich.

+++ 19.02 Uhr: Es wird brenzlig am Südeingang: Mehrere Hundert Braunschweig-Fans wollen ins Stadion, doch vorher müssen sie durch die Sicherheitskontrolle. Die Polizei versucht die Fans mit Durchsagen zu beruhigen. Ob das fruchtet ist vorerst ungewiss: Die BTSV-Anhänger haben sich vermummt und spannen schwarze Regenschirme auf.

+++ 18.55 Uhr: Braunschweig-Fans sammeln sich an der Stadionbrücke. Die Polizei bringt Wasserwerfer in Stellung.

+++ 18.53 Uhr: Am Südeingang lässt die Polizei die Braunschweig-Anhänger in kleinen Gruppen ins Stadion. Auch hier fliegen erste Böller. Ein Problem gibt es mit den Leuten, die zum "BossHoss"-Konzert wollen. Viele haben nicht mitbekommen, dass sie nicht über die Stadionbrücke zur Swiss Life Hall kommen sollen. Die Polizei muss sie durch ihre Reihen schleusen.

+++ 18.47 Uhr: Auch am Nordeingang hat der Einlass jetzt begonnen. Immer mehr Fans haben sich dort in den vergangenen Minuten versammelt, sodass es richtig eng wurde. Und macht sich Erleichterung bei den Tausenden Fans breit: Endlich rein ins Stadion. Ein unschöner Nachtrag: Bei den Auseinandersetzungen vor einer halben Stunde hat es laut Polizei auch einen Verletzten gegeben.

+++ 18.38 Uhr: Am Hauptbahnhof sind weitere 400 Braunschweig-Anhänger angekommen. Auch sie werden von der Polizei durch einen Tunnel zur S-Bahn eskortiert. Mit der Bahn sollen sie zum Halt in Fischerhof fahren. Doch auch hier fliegen schon im Tunnel die Böller.

+++ 18.30 Uhr: Der Einlass hat begonnen – sowie der Verkauf der letzten Karten an der Abendkasse am Südeingang. Dort wird jetzt gedrängelt, geschubst und geschoben, weil rund 250 Menschen sich noch ein Ticket sichern wollen.

+++ 18.28 Uhr: Es gab erste Festnahmen am Stadion. Die Polizei hat mehrere Anhänger der "Roten", die Pyros und Flaschen in Richtung der Polizei geworfen haben, gezielt aus der Menge gezogen. Zuvor gab es hektische Bewegungen am Stadion: Minutenlang drohte die Situation zu eskalieren, Rauchschwaden zogen über den Vorplatz. Jetzt hat sich die Situation aber wieder beruhigt.

+++ 18.23 Uhr: Am Stadion wird es offenbar ernst: Erst gibt es erste Konfrontationen zwischen 96-Fans und Polizei. Nachdem 96-Anhänger versucht hatten, sich Zugang zur Arena verschaffen, wurden sie von der Polizei zurückgedrängt. Jetzt fliegen erste Flaschen und Böller in Richtung der Beamten. Die Polizei versucht, die Menge mit Durchsagen zu beruhigen. Offenbar wollen die Anhänger zum Südeingang ziehen, wo die Gästefans auf Einlass warten.

+++ 18.17 Uhr: Im Sonderzug mit den Eintracht-Anhängern wird es unruhig: Die Fans haben mehrfach die Notbremse gezogen. Der Zug steht deshalb zwischen Maschsee und Fischerhof. Offenbar wollen die Fans nicht von der Polizei am Bahnhof in Empfang genommen werden. Die Türen des Zuges sind aber noch geschlossen.

+++ 18.11 Uhr: Wie kommt man denn jetzt ins Stadion? Am Südeingang gibt es kurze Verwirrung bei den Gästefans. Statt direkt durch den Südeingang ins Stadion zu gelangen, müssen die Eintracht-Anhänger durch eine eigens aufgebaute Sicherheitskontrolle. Die Polizei erklärt das Prozedere ruhig und gelassen. Für die Fans heißt es aber erst mal: Anstellen und Warten. Einlass in die Arena ist erst um 18.30 Uhr.

+++ 18.01 Uhr: Am Bahnhof Linden-Fischerhof sind die ersten Eintracht-Fans angekommen. Die Stimmung ist ausgelassen und friedlich. Die Polizisten nimmt die Ankunft noch ziemlich gelassen hin.

+++ 17.56 Uhr: Der Zug der 96-Fans hat sich in Bewegung gesetzt: Vom Friederikenplatz aus ziehen mehrere Hundert Fans in Richtung Arena, in den ersten Reihen haben sich die Anhänger vermummt. Immer wieder werden Böller abgeschossen, 96-Anhänger skandieren Hass-Parolen gegen Eintracht Braunschweig. Am Südeingang sind unterdessen zehn Polizeibusse aus Braunschweig angekommen. Der Bereich, in dem die Gästefans ankommen, ist hell erleuchtet. Die Bundespolizei hat im Hintergrund einen Wasserwerfer postiert.

+++ 17.52 Uhr: Am Südeingang verstärkt die Polizei ihre Einsatzpräsenz. Mehr als 30 Einsatzwagen sind hier am Stadion angekommen. Noch ist es aber ruhig. Trotz des Alkoholverbots im und ums Stadion sind rund um die Arena diverse Jugendliche mit Bierdosen und Bierflaschen zu sehen. Auch Flaschensammler stehen bereit. Die Polizei greift noch nicht ein.

+++ 17.50 Uhr: Der Sonderzug aus Braunschweig ist kurz vor Hannover. Laut Bundespolizei sind rund 1200 Personen an Bord – unter ihnen sollen auch rund 500 gewaltbereite Fans der sogenannten B-Kategorie und rund 200 Fans der C-Kategorie. Nach Angaben eines Polizeisprecher sei dies die Masse der Problemfans. Der Zug wird gegen 18 Uhr am Bahnhof Fischerhof erwartet. Weitere 200 Problemfans sollen sich zudem in einem regulären Regionalzug in Richtung Hannover befinden. Die Bundespolizei plant, diese direkt am Hauptbahnhof abzufangen und mit der S-Bahn in Richtung Fischerhof und von dort zum Stadion zu geleiten.

+++ 17.41 Uhr: In der Innenstadt gibt es erste Verkehrsbehinderungen: Mehrere Hundert Fans haben sich im Bereich der Leinstraße/Karmaschstraße versammelt und den Verkehr zum Erliegen gebracht. Die Polizei hat die Abbiegespur vom Friedrichswall zum Landtag deshalb gesperrt.

+++ 17.30 Uhr: Die Bundespolizei hat mittlerweile an der Stadionbrücke die Zufahrt zum Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg gesperrt. Dort ist für Autos kein Durchkommen mehr. Fans von "The BossHoss", die zum Konzert in die Swiss-Life-Hall wollen, sollen Autos am Baumarkt in Linden-Süd parken und zu Fuß zum Konzert laufen.

+++ 17.18 Uhr: Die ersten Fans von Eintracht Braunschweig sind auf Gleis 12 am Hauptbahnhof angekommen. Die Polizei hat sie sofort nach ihrer Ankunft von 96-Fans getrennt und sie durch Tunnel unter dem Bahnhof durchgeführt. Die meisten der Braunschweig-Fans, die mit dem Zug kommen, verhalten sich ruhig. Derweil wird es in der Altstadt unruhiger. Die ersten Böller gehen los. Gegen 18 Uhr wird aus Braunschweig der erste Fan-Sonderzug erwartet. Nach Angaben von Martin Ackert, Sprecher der Bundespolizei, ist der Zug voll besetzt. Unter den Reisenden sind offenbar auch einige Braunschweiger Alt-Hooligans.

+++ 17.01 Uhr: Am Bahnhof Linden-Fischerhof kommt Bewegung auf. Die Polizei bezieht Stellung auf dem Bahnsteig, da sie mit den ersten Fans aus Braunschweig rechnen. In Braunschweig selbst war die Situation laut "BZ" den ganzen Nachmittag über vor dem Bahnhof äußerst entspannt und friedlich.

+++ 16.53 Uhr: Die Innenstadt füllt sich langsam mit Fans der "Roten". Die 96-Anhänger versammeln sie traditionell an der Markthalle, anders als sonst sind sie heute aber ziemlich ruhig. Fangesänge – bislang noch Fehlanzeige.

+++ 16.42 Uhr: Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe schaut am Stadion vorbei, um sich persönlich ein Bild von der Lage zu machen. Derzeit sei die Lage ruhig, heißt es von der Polizei. Die Beamten haben die Fans noch einmal dazu aufgerufen, das Derby friedlich zu genießen: "Heute habt ihr die Möglichkeit, unter Beweis zu stellen, dass ihr vorbildliche Supporter eures Vereins seid! Nutzt Eure Energie zur Unterstützung Eurer Mannschaft im Stadion und nicht für Auseinandersetzungen mit anderen. Sollte es trotz allem zu Auseinandersetzungen kommen, könnt ihr sicher sein, dass wir wieder konsequent und ohne Toleranz eingreifen werden, um Familien und friedlichen Fans ein schönes Fußballspiel zu ermöglichen", heißt es in dem Post auf der Facebook-Seite der Polizei Hannover.

+++ 16.36 Uhr: Nicht nur vor der HDI-Arena stehen die ersten Besucher. Auch ein Stück weiter bildet sich vier Stunden vor dem Konzert von The BossHoss schon eine kleine Schlange. Meike (20) und Katharina (19) aus Osterode interessieren sich keinen Deut für das Derby. "Wir sind so früh dran, weil wir unbedingt in die erste Reihe wollen."

+++ 16.25 Uhr: Bei Twitter ist das Schlagwort #DASDERBY mittlerweile unter den Trendbegriffen für Deutschland.

 

+++ 16.15 Uhr: Schnappschuss eines Lesers, der auf der A2 unterwegs ist. Nahe der Raststätte bei Lehrte haben sich Beamte postiert, die den anrollenden Verkehr aus Richtung Braunschweig im Blick haben.

+++ 16.05 Uhr An der Südseite vor der Mosaikwand bereiteen sich die Hundertschaften auf ihren Einsatz vor. Die Einsatzkräfte legen ihre Schulter- und Kniepads an. Etwa 50 Fußballfans haben sich auf dem Platz vor dem Südeingang versammelt. Unter ihnen auch einige komplett schwarz gekleidete junge Leute.

+++15.57 Uhr: Geht doch: Maren und Axel fiebern dem Derby in aller Eintracht entgegen. Der Sportbuzzer sucht Ihre besten Bilder vom Derby. Machen Sie mit und gewinnen Sie zwei Freikarten für ein 96-Heimspiel.

+++15.45 Uhr Ein Polizeihubschrauber kreist über der Arena und wahrt den Überblick über die Umgebung vom Stadion bis in die Innenstadt. Bisher gibt es jedoch nicht viel zu sehen - die Lage ist weiterhin ruhig.

+++15.30 Uhr Am Haupteingang des Stadions herrscht bislang noch gähnende Leere. Weder Polizei noch Fans sind zu sehen. Nichts deutet auf das Spiel heute Abend hin. Aber es sind ja auch noch knapp fünf Stunden bis zum Anpfiff.

+++ 15.25 Uhr An der Tageskasse vor dem Südeingang der HDI-Arena warten bereits seit 13.30 Uhr 20 Nachwuchsschiedsrichter. Unter ihnen sind auch Meris Perva, Arndt Meissner, Björn Behrens und Finn Meyer. Sie sind allesamt 96-Fans und hoffen eine von 300 Freikarten zu ergattern, die ab 18.30 Uhr an der Tageskarte gegen Vorlage ihres Schiedrichterausweises ausgegeben werden. Sie hoffen, dass hier alles ruhig bleibt. Am Südeingang befindet sich der Gästeeingang.

+++ 15.05 Uhr Am Stadion stehen mehrere Reiterstaffeln sowie Kleinbusse der Polizei bereit. Vor allem an der Südseite im Bereich der Mosaikwand sind weiträumig Gitter und Container aufgebaut, um die anreisenden Braunschweiger gezielt in das Stadion zu leiten. Auch großräumig mit Sichtschutz abgeschirmte Personenkontrollen wurden aufgebaut.

+++ 14.50 Uhr 43.000 Fans von Hannover 96 und 4000 Anhänger der Gäste aus Braunschweig werden heute Abend in der HDI Arena sein. Alles was Sie zur  Anreise und zur Sicherheit im Stadion wissen müssen, finden Sie in unserer Übersicht.

+++ 14.40 Uhr 96-Fans sammeln sich in der Altstadt (Kramerstraße, vor der Klickmühle, an der Markthalle) und trinken in Ruhe ihr Bier, weil es im Stadion nichts gibt. Polizei ist vor Ort, die Lage ist aber entspannt.

+++ 12:57 Uhr Vor dem Kröpcke-Center positionieren sich die ersten Polizeiwagen.

Text: jki/tm/fx/ska/frs

Fotos: Dröse/Körner/Thomas/v.Ditfurth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig
Hannover 96 will drei Punkte aus dem Niedersachsen-Derby mitnehmen.

Hannover 96 wollte den Sieg im Niedersachsen-Derby gegen Eintracht Braunschweig. Am Ende aber trennen sich beide Teams torlos. Für 96 ein enttäuschendes Ergebnis. Das Spiel zum Nachlesen.

mehr
Mehr aus Hannover 96
Die Trikots von Hannover 96

Eine Zeitreise durch den Kleiderschrank von Hannover 96: Die Arbeitskleidung der „Roten“ im Rückblick.

Anzeige
Die HAZ-Sportexperten schreiben gemeinsam den RotenBlog
17. Mai 2016 - Heiko Rehberg in Allgemein

Die Zeichen stehen auf Abschied. Leon Andreasen und Christian Schulz werden bei Hannover 96 mit großer Wahrscheinlichkeit keinen neuen Vertrag mehr bekommen. Beide sind 33 Jahre und verletzungsanfällig.

mehr

Bruno Brauer und Uwe Janssen nehmen als „Der Platzwart“ in der Rubrik „Roter Platz“ ihren Lieblingsverein unter die Lupe. mehr

Das sind die bisherigen 96-Trainer

Namen wie Rolf Paetz, Karl-Heinz Mühlhausen und Hannes Baldauf gehören genauso zur 96-Trainer-Geschichte wie Tayfun Korkut, Mirko Slomka und Ralf Rangnick. Die Trainer von Hannover 96 seit 1963: