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Nur die Belohnung fehlt

96 gegen Mainz Nur die Belohnung fehlt

So richtig unzufrieden war hinterher niemand. Die deutlichsten Worte nach dem 0:0 zwischen dem FSV Mainz 05 und Hannover 96 fand noch Ron-Robert Zieler. Der Nationaltorwart sprach von einem „dreckigen Unentschieden“. Und er freute sich zugleich, „dass die Serie hält“.

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Hannover 96 kämpft sich beim 0:0 in Mainz zurück ins Spiel – und ist nun schon seit acht Partien in Folge ungeschlagen.

Quelle: dpa

Mainz. Rechnet man die vergangene Saison in der Fußball-Bundesliga und das jüngste DFB-Pokalspiel mit ein, dann sind die „Roten“ jetzt schon acht Spiele in Folge unbesiegt. Auch auswärts, wie jetzt in Mainz, wo 96 in den vergangenen beiden Spielzeiten leer ausgegangen war, kommt dabei wieder etwas auf sportliche Konto. Die geduldige konzeptionelle Arbeit trägt offenbar Früchte.

Es hätte am Sonntagnachmittag aber auch etwas mehr sein können, was im 96-Korb landet. Denn in der 1. Halbzeit war die Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut im Vergleich zu dem, was sie acht Tage zuvor gegen Schalke 04 abgeliefert hatte, nur ansatzweise wiederzuerkennen. Mit ihrer Spielweise, die bei Weitem nicht so zupackend war wie zuletzt, machten es die Hannoveraner den Mainzern oft viel zu leicht. Sportdirektor Dirk Dufner musste zur Pause einräumen, dass 96 da „recht zerfahren“ agiert hatte und weit entfernt war von der zuletzt gezeigten Kompaktheit.

Hannover 96 hat ein Unentschieden im ersten Auswärtsspiel der neuen Saison geholt. Gegen Mainz 05 gab es ein 0:0.

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Da ließen sich die Mainzer, die in dieser Saison noch auf der Suche nach sich selbst sind und die für den heutigen Montag sage und schreibe noch fünf Spielertransfers angekündigt haben, nicht lange bitten. Bei Chancen von Christoph Moritz (15. Minute), dessen Kopfball das Tor verfehlte, und Julian Baumgartlinger (34.), der aus 16 Metern nicht genau genug zielte, lag der Führungstreffer der 05er in der Luft.

96 blieb lange Zeit harmlos, erst kurz vor dem Halbzeitpfiff von Sascha Stegemann, der in seinem ersten Bundesligaeinsatz eine gute Leistung zeigte, kam bei den etwa 350 mitgereisten 96-Fans unter den 27 647 Zuschauern so etwas wie Torstimmung auf. Joselu hatte nach einer feinen Flanke von Leonardo Bittencourt zum Kopfball angesetzt – doch der Mainzer Keeper Loris Karius lenkte den Ball noch mit den Fingerspitzen über die Latte (43.). Da war endlich das „gute Gefühl“ in Ansätzen zu spüren, mit dem Trainer Korkut auch in dieses Spiel gegangen war.

Marcelo spielt seine Kopfballstärke aus, Kiyotake hat beim Startelf-Debüt Pech, Bittencourt im eigenen Strafraum Glück – so waren die 96-Profis gegen Mainz in Form.

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Mit Hiroshi Kiyotake hatte der 40-Jährige von Anfang an einen neuen Spielmacher aufgeboten, da Lars Stindl und dessen jüngster Vertreter Edgar Prib aufgrund von Knieverletzungen wochenlang ausfallen. Der Japaner versuchte einiges; viel hätte auch nicht gefehlt, und ihm wäre der Führungstreffer gelungen. Doch seinen Schuss holte ein Mainzer noch von der Linie (51.). „Er musste ran, und er hat es ordentlich gemacht“, sagte Korkut über den Auftritt von Kiyotake, dem es aber noch sichtlich an Bindung zu seinen Mitspielern fehlt.

Immerhin war diese Aktion ein Signal dafür, dass 96 den Kopf wieder oben und sich ins Spiel zurückgekämpft hatte. In der Offensive lief bei den Mainzern kaum noch etwas zusammen, Marcelo und Co. hatten die Sache jetzt weitestgehend im Griff. Und 96 besaß weitere Chancen, den einen Punkt noch zu veredeln. Die beste bot sich Joselu, der den Ball nach einer Hereingabe des eingewechselten Artur Sobiech am rechten Pfosten vorbeischoss (78.). Doch zu sehen war auch: Da stand eine Mannschaft auf dem Platz, die sich zurück ins Spiel gekämpft hatte. Die es gestern allerdings versäumte, sich die richtige Belohung dafür abzuholen.

Reaktionen

  • Tayfun Korkut (96-Trainer): „In der 1. Halbzeit haben wir es nicht geschafft, ins Spiel zu kommen. Da wurde zu wenig Druck nach vorne gemacht. Nach der Pause sind wir zurückgekommen, beide Teams hatten ihre Chancen. Es ist ein gerechtes Unentschieden.“
  • Kasper Hjumand (Trainer Mainz): „Es ist wichtig, dass wir zu null gespielt haben. Beide Mannschaften hatten ihre Tormöglichkeiten.“
  • Ron-Robert Zieler (96-Torwart): „Man muss auch mal mit so einem dreckigen Unentschieden zufrieden sein. In der vergangenen Saison hätten wir das 0:0 vielleicht noch aus der Hand gegeben.“
  • Christian Pander (96-Abwehrspieler): „Wir wissen, das wir besser spielen können. In der vorigen Saison hätten wir uns über so ein Ergebnis auswärts gefreut.“
  • Martin Kind (96-Klubchef): „In Mainz hatten wir immer schwierige Spiele. Die Aktionen waren zu unruhig und zu wenig strukturiert.“

fe

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