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Tschauner tritt aus Zielers Schatten

Ex-96-Torwart in England nur Ersatz Tschauner tritt aus Zielers Schatten

Des einen Freud', des anderen Leid: Während sich Philipp Tschauner bei Hannover 96 als Torwart Nummer eins etabliert hat, ist die Karriere von Ron-Robert Zieler bei Leicester City ins Stocken geraten. Der Ex-96-Keeper saß auch in der Champions League wieder nur auf der Bank.

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Philipp Tschauner (links) spielt bei 96, Ron-Robert Zieler sitzt bei Leicester City auf der Bank.

Quelle: Team zur Nieden/im (Montage)

Hannover. Bei den Fußballfans von Hannover 96 ist Ron-Robert Zieler nach wie vor beliebt. Das dürfte den Torwart freuen, denn Zuspruch kann er derzeit gebrauchen. „Come back home“, schrieb gestern einer, der sich beim Kurznachrichtendienst Twitter „Unnormal 96“ nennt, und fügte hinzu: „Ihr Auftrag, Herr Bader!“


Was war geschehen? Zieler, nach dem Abstieg aus der 1. Liga von 96 zum englischen Meister Leicester City gewechselt, hatte am Mittwochabend die Champions League wie in der vergangenen Saison auch verfolgt: als Zuschauer, wenn auch näher dran als früher. Beim 3:0-Sieg in Brügge saß Zieler nur auf der Bank. Genau wie in der Premier League.

Dass er mit Kasper Schmeichel einen starken Konkurrenten hat, wusste Zieler vor dem Wechsel auf die Insel. Deshalb hatte er auf eine Arbeitsteilung gehofft, wie sie der FC Barcelona in der vergangenen Saison mit seinen zwei Torhütern praktizierte: der eine im Liga-Alltag, der andere im Europacup. Doch Leicesters Claudio Ranieri, Englands Trainer des Jahres, setzt bisher ausschließlich auf Schmeichel. Zieler kommt bislang auf 
33 Einsatzminuten, gegen Swansea City wurde er nach einer Verletzung seines Konkurrenten eingewechselt.

In der Region verfolgen viele 96-Fans, wie Zielers Karriere gerade etwas ins Stocken gerät. Und Anhänger wie „Unnormal 96“ würden sich über eine Rückkehr nach Hannover freuen. Der Haken an der Sache für Zieler: 96 hat in der 
2. Liga bisher defensiv Schwächen gezeigt, ein Torwartproblem haben die „Roten“ aber nicht. Im Gegenteil: Philipp Tschauner, die neue Nummer 1, gehört zu den positiven Überraschungen. Den Auftrag, sich um eine Rückkehr von Zieler zu bemühen, kann 96-Geschäftsführer Martin Bader also getrost erst einmal ignorieren, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Bereits nach vier Spielen ist Tschauner aus dem langen Schatten von Zieler herausgetreten, in dem er vorher gestanden hatte. Auch bei den Fans gehört er zu den gefragtesten 96-Profis. In der jungen Mannschaft ist Tschauner mit seinen 30 Jahren ein gefragter Ratgeber. „Es wird bestimmt Rückschläge geben, das muss man mit Geschlossenheit auffangen“, hatte er vor Saisonbeginn gesagt. Nun ist der erste Rückschlag mit dem 0:2 gegen Dynamo Dresden da, Tschauner wird aber nicht bange vor der nächsten Aufgabe am Sonntag bei Arminia Bielefeld. „Die Niederlage kam früher, als wir gedacht haben und das wollten. Wir müssen jetzt unsere Schlüsse daraus ziehen, anders auftreten und schauen, dass wir das Spiel in Bielefeld gewinnen.“ So ähnlich hätte das übrigens Zieler bestimmt auch formuliert.

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Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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