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Polizei beendet 96-Jugendspiel wegen Fan-Randale

Braunschweig-Anhänger Polizei beendet 96-Jugendspiel wegen Fan-Randale

Polizeieinsatz beim B-Junioren-Spiel zwischen den Reserveteams von Hannover 96 und Eintracht Braunschweig: Weil gewaltbereite Braunschweiger Fans an einen Zaun stürmten, hinter dem sich ebenfalls als gewaltbereit eingestufte 96-Fans aufhielten, schritt die Polizei ein. 

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Hannover. Der Schiedsrichter hatte die Jugendpartie auf einem Nebenplatz des Eilenriedestadions um 15 Uhr angepfiffen. Am Spielfeld sahen einige Fans zu, die laut Polizei zur Braunschweiger Risikoszene gehören. Vorsorglich beorderte die Polizei mehrere Beamte, auch mit Polizeipferden und Hunden, zu dem Sportplatz.

Unruhe setzte unmittelbar vor Abpfiff ein

Kurz vor Spielende stürmte die Braunschweiger Gruppe an einen Zaun, hinter dem sich offensichtlich Anhänger aus der hannoverschen Fan-Szene aufhielten, die ebenfalls als gewaltbereit eingestuft wurden. Die Polizei konnte ein Aufeinandertreffen der Fan-Gruppen verhindern, dennoch wurde Pyrotechnik gezündet. Der Schiedsrichter brach das B-Jugend-Spiel daraufhin ab, die Kicker gingen in die Kabine.

Laut Hannover 96-Pressesprecher Christian Bönig seien nur noch wenige Momente des Spiels zu absolvieren gewesen, so dass das Spiel mit 2:1 für die Braunschweiger - so stand es zu diesem Zeitpunkt durch Tore von Nikos Elfert für die Gastgeber (10.) sowie Kilian Führmann (25.) und Ali Elibol (63.) für die Eintracht - in die Wertung geht. Ein Einspruch seitens Hannover 96 gegen dieses Ergebnis sei nicht geplant. 

Aufenthaltsverbot für Gästefans

Die Fans wollten sich am Stadioneingang erneut treffen, was die Polizei verhinderte, in dem sie das Eingangstor schloss. Während 40 hannoversche Anhänger flüchteten, nahmen die Beamten die Personalien von 89 Braunschweigern im Stadion auf. Nahe der Arena wurden sechs 96-Anhänger kontrolliert. Gegen 19.20 Uhr mussten die Braunschweiger Hannover verlassen, sie hatten ein Aufenthaltsverbot erhalten. Die Polizei ermittelt wegen Landfriedensbruchs und Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz.

Laut Polizei gab es keine Verletzten. Bönig schloss aus, dass die Sicherheit der Aktiven auf dem Feld in Gefahr gewesen sei.

  "Kein Verständnis dafür"

"Wir haben grundsätzlich überhaupt kein Verständnis dafür, dass mittlerweile schon Jugendspiele als Bühne genutzt werden, um die Rivalität zwischen den beiden Vereinen auszutragen", sagte Bönig. Man werde nun versuchen herauszufinden, ob die Vorfälle in direktem Zusammenhang mit dem am 6. November in Braunschweig stattfindenden Zweitliga-Derby stünden oder ob man in Zukunft auch im Junioren-Bereich bei Spielen der beiden Vereine gegeneinander höhere Sicherheitsvorkehrungen treffen müsse. "Natürlich werden wir uns diese Situation nun ganz genau angucken."

sbü/or

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