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Mit Sicherheit entspannte Stimmung

96-Ballkontakte Mit Sicherheit entspannte Stimmung

Nach dem abgesagten Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden in der HDI-Arena waren die Sicherheitsvorkehrungen für das Spiel Hannover 96 gegen den 1. FC Ingolstadt besonders hoch. Zahlreiche Prominente waren auch an diesem Spieltag im Stadion.

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Genossen die Atmosphäre (v.l.:) Triathlet Jan Raphael, die Radsportler Grischa Niermann und Leo Appelt sowie Heinz von Heiden-Gesellschafter Helge Mensching.

Quelle: Rainer Surrey

Hannover. Eigentlich wollte der Präsident von RCD Mallorca, Utz Claassen, am Sonnabend zum Spiel gegen Alaves. Doch Claassen beschäftigte noch immer die Absage des Freundschaftsspiels von Deutschland und den Niederlanden in Hannover. „Ich war in der Stadt unterwegs und es wirkte bedrohlich. Es war der sportlich-politisch traurigste Moment in meinem Leben.“ Deshalb wollte er am Sonnabend auch nach Hannover kommen. „Ich möchte so ein Zeichen gegen den Terror setzen.“

Die Nachwirkungen der Spielabsage bemerkten die Besucher auch am Eingang zum VIP-Bereich am eigenen Leib.  Bewaffnete Polizisten überwachten strenge Kontrollen. Auch die prominenten Vertreter der Stadtgesellschaft mussten Koffer öffnen, sich abklopfen lassen, Hosentaschen leeren. „Ich finde das völlig in Ordnung. Hier wird eben alles getan, um für Sicherheit zu sorgen“, sagte die Erste Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette. „Ich danke den Sicherheitskräften“, sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok, der mit dem Kunstfestspiele-Intendanten Ingo Metzmacher zum Spiel kam. „Wir müssen für ein Gefühl der Sicherheit sorgen. Wer sich über solche Maßnahmen beschwert, tut mir leid“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau, der sich mit Schauspiel-Intendant Lars-Ole Walburg das Spiel gegen Ingolstadt anschaute. Nur ganz wenige Gäste konnten sich der Kontrolle entziehen. Klubchef Martin Kind durfte mit dem Auto direkt ans Stadion fahren. Und Ministerpräsident Stephan Weil durfte passieren und machte einen offenkundig entspannten Eindruck. „Ich fühle mich so sicher wie in den 48 vergangenen Jahren bei Hannover 96.“

Mit himmlischen Beistand v.l.: Michelle, Marisa und Ellen

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Und doch wirkte es schon etwas befremdlich, als selbst 96-Sportdirektor Christian Möckel seinen Kofferraum öffnen musste. „Ich sollte mein Handy vorzeigen, aber das mache ich gern“, erzählte „Alte Liebe“-Sänger Dete Kuhlmann. „Ich finde es gut zu sehen, dass ein Signal gesetzt wird, dass man nicht einfach zur Tagesordnung übergeht“, sagte KKH-Vorstandsvorsitzender Ingo Kailuweit. „Beim Freundschaftsspiel waren wir schon in der Loge, als wir plötzlich gebeten wurden, ruhig das Stadion zu verlassen. Und trotzdem fühle ich mich hier sicher und habe keine Angst“, erklärte Maria Carstensen von der MUT-Stiftung. 

In der Logen herrschte am Sonnabend schnell eine entspannte Stimmung. So trafen sich Triathlet Jan Raphael, die Radsportler Grischa Niermann und Leo Appelt mit Heinz von Heiden-Gesellschafter Helge Mensching. Und 96 junge Damen in Engelskostümen sammelten im Auftrag von Ricardo Savia Spenden für das Kinderkrankenhaus auf der Bult. Nur ein Besucher verpasste durch die Kontrollen das frühe 1:0 für Hannover: der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder. Er nahm es gelassen. Es folgten schließlich drei weitere Tore.

Von Jan Sedelies

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