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Rausch freut sich auf Spiel gegen Sevilla

Erfolgsfaktor Rausch freut sich auf Spiel gegen Sevilla

Konstantin „Kocka“ Rausch ist in Klasseform. Zu seiner beachtlichen Laufleistung kommt immer häufiger spielerische Präzision. Auch übernimmt er in kniffligen Situationen Verantwortung. Das braucht das Team - auch und vor allem, wenn es gegen Sevilla geht.

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Übernimmt auch in kniffligen Situationen Verantwortung im Team: Konstantin Rausch.

Quelle: dpa

Nürnberg. Wozu legt der Trainer eigentlich die Elfmeterschützen vor dem Spiel fest? Beim Fußball-Bundesligisten Hannover 96 hat es in den bisherigen beiden Spielen je einen Strafstoß gegeben. Beide Male schoss nicht der vorgesehene Spieler. Aber beide Male war der Ball drin. 96-Coach Mirko Slomka kann es nur recht sein. Besser so, als wenn der vorgesehene Schütze versemmelt – wie bei Sergio Pintos Patzer im DFB-Pokalspiel gegen Anker Wismar.

Diesmal, in Nürnberg, war es Konstantin Rausch, der Slomkas Liste Liste sein ließ. „Ich habe mich einfach gut gefühlt. Ich hatte schon im Training gute Elfmeter geschossen und wusste, dass ich ihn reinmache“, sagte Rausch. Ball auf den Punkt, kurzer Anlauf, platzierter Schuss, drin. So einfach. Der Schusstachometer am Nürnberger Spielfeldrand maß Tempo 110,7. Der schärfste Schuss des Spiels.

Schiedsrichter Marco Fritz lag goldrichtig

Die Szene war nach dem ersten Tor – Doppelpass Sofian Chahed/Manuel Schmiedebach, Flanke auf Mohammed Abdelloaue, Tor! – der zweite Beleg für die in der Vorsaison sprichwörtlich gewordene 96-Effizienz. Lars Stindl hatte vier Nürnberger mit seinem dynamischen Antritt stehen gelassen und aufs Tor geschossen. „Club“-Torwart Raphael Schäfer ließ den Ball nur abprallen und brachte beim Versuch, noch einmal zuzugreifen, den heransprintenden Abdellaoue zu Fall. Schiedsrichter Marco Fritz zögerte mit dem Pfiff keine Sekunde und lag goldrichtig.

Vorgesehen als Schütze war Abdellaoue, aber der „lag noch betrübt am Boden“, sagte Rausch. Außerdem schießt der Gefoulte nicht selbst – „ich bin zwar nicht abergläubisch, aber das war schon immer so“, erklärte „Moa“ seinen Verzicht. Nächster Schütze auf der Liste war Jan Schlaudraff. Dem aber erklärte Rausch, dass er sich ganz sicher fühle, und so ließ Schlaudraff seinem Zimmergenossen im Spielerhotel bei allen Auswärtsfahrten den Vortritt. Ähnlich war’s, als Abdellaoue gegen 1899 Hoffenheim am 1. Spieltag für den gefoulten Schlaudraff vom Punkt getroffen hatte. Eitelkeiten am Elfmeterpunkt – nicht bei 96!

Konstantin „Kocka“ Rausch hat schon in der Vorsaison als Blitzstarter überrascht. Bundesliga-Torpremiere im Auftaktspiel gegen Eintracht Frankfurt und gleich noch einen Treffer danach gegen Schalke 04. Das war seine Antwort auf die mahnenden Worte Mirko Slomkas, Rausch drohe als ewiges Talent sein Potenzial zu vergeuden. Das hat gewirkt.

Rausch hat in der Vorsaison in allen 34 Liga-Spielen auf dem Platz gestanden. Er ist auch in die aktuelle Saison auf den Punkt fit gestartet. Zu seiner beachtlichen Laufleistung kommt immer häufiger spielerische Präzision. Auffällig ist sein harmonisches Zusammenspiel mit Abdellaoue: „,Moa‘ ist ein ganz wichtiger Spieler bei uns. Und es stimmt: Ich weiß immer ganz genau, wo er hinläuft. Er lauert immer.“

Und nun will Rausch die zehn Scorerpunkte für fünf Treffer und fünf Torvorlagen übertreffen. Der Anfang ist gemacht. Dieser Rausch, der sich zwar noch nicht als „alten Hasen, aber gereift und gestärkt“ einschätzt, er ist längst kein Mitläufer mehr, sondern übernimmt auch in kniffligen Situationen Verantwortung im Team.

Auch auf der europäischen Bühne gegen den FC Sevilla? „Wir nehmen aus dem Nürnberger Spiel die Erkenntnis mit, dass wir wieder sehr effizient sind. Ich freue mich auf das Spiel gegen Sevilla. Die ganze Stadt freut sich auf das Spiel.“

Volker Wiedersheim

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Traumstart in die Saison
Nahkampf: Mohammed Abdellaoue (links) drückt den Ball zum 1:0 an Torhüter Raphael Schäfer vorbei.

Hannover 96 wiederholt durch das 2:1 in Nürnberg den Traumstart der Vorsaison – und setzt noch einen drauf: Die „Roten“ waren am Sonnabend Spitzenreiter für 48 Minuten.

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