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Niederlage in Gladbach

Reus spielt 96-Abwehr schwindelig


Hannover 96 konnte vor dem Europa-League-Auftritt in Kopenhagen die karge Auswärtsbilanz in der Liga nicht verbessern. Bei der 1:2-Pleite in Mönchengladbach spielte der zweifache Torschütze Marco Reus die Niedersachsen schwindelig.
Marco Reus hat gegen Hannover 96 zwei Tore erzielt.

Marco Reus hat gegen Hannover 96 zwei Tore erzielt.

© dpa

Mönchengladbach. Gegen Marco Reus war kein Kraut gewachsen. Der überragende Jung-Nationalspieler von Borussia Mönchengladbach entschied die Bundesliga-Partie gegen Hannover 96 fast im Alleingang. „Zwei Elemente waren entscheidend: Wir haben Reus nicht richtig verteidigt bekommen und zudem ein Stück weit Präzision vermissen lassen“, analysierte 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke die 1:2 (1:1)- Niederlage, die die Auswärtsschwäche der Niedersachsen vor dem Europa-League-Spiel am Donnerstag in Kopenhagen unterstrich.

Selbst 96-Trainer Mirko Slomka war beeindruckt vom Gladbacher Vorzeige-Fußballer. „Reus hat uns oft in Schwierigkeiten gebracht. Er ist ein toller Spieler und hat zwei schöne Tore geschossen“, sagte Slomka. Zwei Aktionen in der 21. und 51. Minute entschieden die Partie. Beim 1:0 profitierte Reus von einem direkten Anspiel des früheren 96-Profis Mike Hankes und narrte die gegnerische Abwehr, indem er sich den Ball auf den linken Fuß legte und in die kurze Ecke traf. Das 2:1 erzielte er ähnlich - nur mit dem rechten Fuß. Zwischenzeitlich hatte Emanuel Pogatetz zum 1:1 getroffen (26.).

Slomka erkannte vor dem nächsten internationalen Auftritt in Dänemark immerhin eine Verbesserung seiner Elf, die nach dem Aus im DFB-Pokal gegen Mainz die zweite Niederlage hintereinander einstecken musste. „Das war eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den letzten Auswärtsspielen. Das sollten wir mit nach Kopenhagen nehmen“, sagte der Coach. Die in Gladbach gesperrten Steven Cherundolo und Sergio Pinto können am Donnerstag und auch danach im nächsten Bundesligaspiel gegen Schalke 04 wieder mitwirken.

Das vergrößert die personellen Alternativen in einem Team, das im Borussia Park bereits das 18. Pflichtspiel in dieser Saison absolvierte. „Die Kraft hat auf keinen Fall gefehlt, wie man an dem Aufwand in der letzten Viertelstunde sehen konnte“, sagte Schmadtke. Nicht alle 96-Profis stimmten mit dieser Analyse überein. „Wir hätten es besser machen müssen. Mir hat am Ende die Kraft etwas gefehlt. Wir nehmen aber diese vielen Spiele gern mit und freuen uns auf Donnerstag“, sagte Mittelfeldspieler Christian Pander.

Clubchef Martin Kind wollte die Niederlage nicht dramatisieren. „Wir wissen, dass wir deutliche Schwächen haben. Die Auswärtsschwäche gehört dazu“, sagte er am Sonntag im TV-Sender Sport1. „Dennoch haben wir eine gefestigte Mannschaft. Sie ist stabil, muss aber gezielt weiter entwickelt werden.“

dpa

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