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„Da ist weiter Luft nach oben“
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Ron-Robert Zieler im Interview „Da ist weiter Luft nach oben“

Abhaken und weitermachen. In der vergangenen Saison hat 96-Torhüter Ron-Robert Zieler 62 Mal hinter sich greifen müssen und auch in der deutschen Elf muss er um seinen Platz kämpfen. Im HAZ-Interview spricht er über die Nationalelf, Talente und Ziele.

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„Ich hätte auch in dieser Saison zu gern wieder Europa League gespielt“: Hannovers Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler.

Quelle: zur Nieden

Glücksburg. Herr Zieler, zwei Tage im Trainingslager mit vier anstrengenden Einheiten liegen hinter Ihnen. Sind Sie nach Ihrem Urlaub schon wieder mittendrin im Geschäft?
Die Zeit in Miami, auf Mallorca und in Timmendorfer Strand hat mir gutgetan. Jetzt wieder bei der Mannschaft hier in Glücksburg zu sein und auch ein paar neue Gesichter zu sehen, darauf hatte ich mich schon gefreut. Und an den neuen Bundesliga-Ball habe ich mich auch schon ein wenig gewöhnt.

Im Mai waren Sie ja vorher schon mit der Fußball-Nationalmannschaft auf USA-Reise. War das auch eine Art Urlaub?
Nein, das kann man wirklich nicht sagen. Es ist da sicher etwas lockerer zugegangen im Vergleich zu der Zeit, wenn die Saison läuft, aber trotzdem waren alle konzentriert bei der Sache.

Ist die Enttäuschung, dass Sie in den beiden Länderspielen nicht zum Einsatz gekommen sind, inzwischen verflogen?
Ich hatte schon darauf gehofft, dass ich ein weiteres Mal im Tor stehen würde. Es bringt nichts, sich darüber lange zu ärgern. Ich muss nach vorne gucken und im Verein gute Leistungen bringen, um mich so weiter anzubieten. Ich bin selbstbewusst genug, um zu sagen: Das kriege ich hin.

In der vergangenen Saison hat Hannover 96 in der Liga 62 Gegentreffer kassiert, auch daran werden Sie sich sicher nicht so gerne erinnern.
Das muss besser werden und darf so nicht wieder passieren. Die gesamte Mannschaft muss sich das auf die Fahne schreiben. Die Zahl der individuellen Fehler war deutlich zu hoch, das hat mich sehr gewurmt. Wir werden das besser hinbekommen, da bin ich mir sicher.

Mit Salif Sané hat 96 einen neuen Innenverteidiger verpflichtet. Er spricht nur französisch. Ist es ein Problem, sich auf dem Platz zu verständigen?
Wenn man in ein anderes Land wechselt, sollte man die Landessprache erlernen. Ich gehe davon aus, dass er es tun wird. Kommandos auf Deutsch, die im Training und Spiel wichtig sind, kriegt er ohnehin schnell beigebracht: „links“, „rechts“, „Hintermann“, um einige Beispiele zu nennen. Oder es klappt irgendwann auf Englisch. Grundsätzlich wird ein neuer Spieler bei uns gut aufgenommen, das sollte auch Salif den Einstieg erleichtern.

Was muss bei 96, abgesehen von den vielen Gegentoren, noch anders laufen, um in der kommenden Saison wieder mehr Erfolg zu haben?
Die Verantwortlichen haben das alles aufgearbeitet und wissen, wo die Defizite lagen. Etwa, dass wir unser Spielsystem nicht so konsequent umgesetzt haben, wie wir das wollten.

Hinterfragen Sie sich da auch?
Grundsätzlich mache ich mir immer Gedanken, was ich noch besser machen kann. Letztlich geht es darum, dass ich Woche für Woche eine gute Leistung abliefere.

Das wäre wiederum auch wichtig, um beim Bundestrainer weiter gute Karten zu haben. Wie beurteilen Sie Ihre Chancen, bei der WM 2014 dabei zu sein?
Mit der Nationalelf nach Brasilien zu reisen, ist und bleibt ein Ziel, das ich unbedingt erreichen möchte. Ich weiß, dass ich das nur erreichen werde, wenn ich weiterhin positiv auf mich aufmerksam mache. So habe ich mir in den vergangenen zwei Jahren auch meine Position als aktuelle Nummer 3 erarbeitet. Deshalb gilt meine ganze Konzentration jetzt Hannover 96.

Im Trainingslager schnuppern mit Onur Capin, Tim Dierßen, Valmir Sylejmani und Niklas Teichgräber vier talentierte Jugendspieler erstmals Profi-Atmosphäre. Sie selbst haben seinerzeit mit 16 den Sprung zu Manchester United gewagt. Was können sie den vier mit auf den Weg geben?
Ich finde es klasse, dass der Klub ihnen die Möglichkeit gibt, sich zu zeigen. In England ist das gang und gäbe. Wer das nötige Potenzial mitbringt, der sollte auch eine Chance bekommen. Wichtig ist, sich voll auf das Sportliche zu konzentrieren und im Training immer alles zu geben.Mit dem einen und anderen habe ich schon kurz gesprochen. Mein Eindruck lautet: Sie wissen, was zu tun ist und wollen lernen.

Mit Blick auf die neue Saison spricht Trainer Mirko Slomka davon, dass die Qualifikation für die Europa League wieder das Ziel sein soll. Wie sehr fehlt Ihnen nach zwei tollenSpielzeiten dieser internationale Wettbewerb?
Ich hätte auch in dieser Saison zu gern wieder in der Europa League gespielt. Solche Erfahrungen bringen einen auch in der eigenen Entwicklung voran. Diesmal hat es einfach nicht gereicht für uns, das können wir besser. Auch weil wir junge, ehrgeizige Spieler dazubekommen haben.

Haben Sie im Laufe der Jahre bemerkt, dass Hannover 96 bundesweit in der Öffentlichkeit anders wahrgenommen wird?
Wir bekommen schon mehr Aufmerksamkeit, keine Frage. Aber da ist weiter Luft nach oben. Den Weg Schritt für Schritt fortzusetzen, gelingt aber nicht von heute auf morgen.

Sie haben vor einiger Zeit gesagt, irgendwann für einen europäischen Topverein spielen zu wollen. Wie eilig haben Sie es damit?
Was ich kann, habe ich in den vergangenen zwei Jahren bewiesen. Aktuell ist das kein Thema. Ich habe bei 96 noch einen zwei Jahre gültigen Vertrag, wir stecken in der Saisonvorbereitung, und darauf konzentriere ich mich als Teil der Mannschaft.

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