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Wie Schaaf sein Team vor dem Köln-Spiel motiviert

Heimpartie der "Roten" Wie Schaaf sein Team vor dem Köln-Spiel motiviert

Thomas Schaaf ist in diesen Tagen für die Abteilung Attacke zuständig. Vor der Heimpartie gegen den 1. FC Köln schlägt der Trainer der "Roten" Alarm. Wenn es mit den dringend benötigten Punkten am Sonnabend klappen soll, muss die Mannschaft endlich wieder mutiger auftreten.

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Weckruf: Thomas Schaaf (Mitte) versucht, sein Team wachzurütteln.

Quelle: Florian Petrow

Hannover. Es waren drastische Worte von Thomas Schaaf. „Wir müssen den Arsch hochkriegen“, sagte der Trainer von Hannover 96 bei der Pressekonferenz am Donnerstag. Es ist nicht der erste Versuch des 54-Jährigen in den zweieinhalb Monaten, in denen er Trainer bei den „Roten“ ist, die Mannschaft wachzurütteln. Aber so deutlich hat Schaaf noch nie Alarm geschlagen.

Bislang probierte es der Coach, zumindest öffentlich, eher auf die sanfte Art, sprach von „Geduld“ und dem „anderen Gesicht“ seines Teams im Training. Selbst als es um die Aufarbeitung der 1:4-Pleite in Bremen ging, hielt er sich mit markigen Sprüchen zurück und wurde stattdessen sogar philosophisch. Seine Enttäuschung beruhe ja schließlich auf einem Wissensstand, sagte Schaaf: „Man kann ja nicht enttäuscht sein, wenn man nichts erwartet. Und erwarten kann man nur etwas, wenn man auch etwas gesehen hat. Ich habe gesehen, dass die Mannschaft in der Lage ist, es viel besser zu machen.“

Mit anderen Worten: Der 96-Trainer glaubt nach wie vor an seine Mannschaft, die am Sonnabend im Heimspiel gegen den 1. FC Köln (ab 15.30 Uhr im Live-Ticker) die Chance hat, auch die etwa 40 000 Fans im Stadion mit einer guten Leistung und am besten auch einem Sieg von ihrer Qualität zu überzeugen.

Wenn ein erfahrener und über Jahre hinweg erfolgreicher Trainer wie Schaaf im 96-Team das Potenzial sieht, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen, und wenn es sich bei seinen Aussagen nicht nur um Durchhalteparolen handelt, dann bleibt immer noch die Frage, warum es ihm nicht gelingt, die Spieler ins Laufen zu kriegen.

Irgendwie müssen die Profis doch zu packen sein, es muss doch Wege und Möglichkeiten geben, um die Blockade zu lösen und mehr Leistung herauszukitzeln. Wie und dass so etwas funktionieren kann, hat 96-Physiotherapeut Ralf Blume mit seinen Plakaten gezeigt. In der Saison 2010/2011 fing der 48-Jährige damit an, vor jedem 96-Spiel zu Hause am Computer ganz besondere Plakate zu gestalten, die er dann von innen an die Kabinentür klebte. „Das war für den extra Motivationsschub“, sagt Blume. Geholfen hat’s, die „Roten“ wurden Vierte und zogen in den Europapokal ein. Bis vor zwei Jahren habe er die Plakate weitergemacht, berichtet Blume, „dann war der Effekt weg. Es hatte sich ausgelutscht.“

„Rote“ Ritter, die - natürlich rein sportlich - eine Attacke auf die Kölner Domstädter reiten; so mutig und entschlossen wie auf Blumes Plakat von vor fünf Jahren wünschen sich die 96-Fans ihre Mannschaft. Und Physiotherapeut Blume verspricht: „Wenn wir gegen Köln gewinnen, gibt’s noch einmal ein richtig geiles Plakat von mir.“

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Wieder in der Startelf: Hugo Almeida.

Nach der Sperre für seinen Ellenbogencheck im Spiel gegen den FC Augsburg ist Hugo Almeida am Sonnabend gegen den 1. FC Köln wieder spielberechtigt. Er wird auch in der 96-Startelf stehen. „Hugo ist für uns ein Thema“, sagt Thomas Schaaf.

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Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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