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Schiri-Plausch mit Schlaudraff sorgt bei Hoffenheim für Ärger

Umstrittener Freistoß Schiri-Plausch mit Schlaudraff sorgt bei Hoffenheim für Ärger

Hannover 96 hat dort angefangen, wo die Mannschaft vorige Saison aufgehört hat. Das 2:1 gegen Hoffenheim war hart erkämpft. Der frühere Nationalspieler Jan Schlaudraff war bester Mann auf dem Platz. Sein Freistoßtor löste heftige Diskussionen aus.

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Jan Schlaudraff und Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer vor dem Freistoß, der zum 1:0 führte.

Quelle: dpa

Hannover. Zumindest seinen Galgenhumor hatte Holger Stanislawski nicht verloren. Mit reichlich Sarkasmus kommentierte der neue Trainer von 1899 Hoffenheim die meistdiskutierte Szene bei der 1:2 (1:1)-Auswärtsniederlage seiner Mannschaft in Hannover. „Es ist ja schön, wenn der Schiedsrichter mit Herrn Schlaudraff ein Pläuschchen führt, wie er die Mauer haben möchte“, sagte Stanislawski zu dem kuriosen Freistoß-Tor von Jan Schlaudraff in der 15. Minute, das den Europa-League-Teilnehmer beim gelungenen Bundesliga-Start vor 40315 Zuschauern auf die Siegerstraße führte.

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Nach einem Freistoß-Pfiff hatte Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer den 96-Profi Schlaudraff gefragt, ob er die Hoffenheimer Mauer zurücksetzen soll. „Der Spieler Schlaudraff hat zu mir gesagt, nein, er brauche keine Mauer. Daraufhin habe ich das Spiel freigegeben“, berichtete Kinhöfer nach der Partie. Schlaudraff schaltete schnell und schlenzte den Ball zum 1:0 über die verdutzten Hoffenheimer ins Tor. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Sejad Salihovic (18.) und das 96-Siegtor durch Mohammed Abdellaoue (30.) resultierten jeweils aus Foulelfmetern.

„Nach meiner Meinung war das ein klarer Regelverstoß. Wenn er den Ball durch ein Handzeichen am Boden freigibt, kann ich das nicht erkennen, wenn 18 Mann vor mir stehen. So sehe ich natürlich aus wie ein Trottel“, schimpfte Hoffenheims Keeper Tom Starke auf den Unparteiischen. Auch Verteidiger Marvin Compper war sauer: „Wenn man den Freistoß freigibt, sollten das beide Mannschaften wissen.“ Doch Kinhöfer wollte von einem Regelverstoß nichts hören: „Ich kann nicht wissen, was die Hoffenheimer Spieler denken.“

Der schlitzohrige Ex-Nationalspieler Schlaudraff bestätigte die Schiedsrichter-Version. „Kein Hoffenheimer hat sich vor den Ball gestellt. Dann hat mich der Unparteiische gefragt und ich habe erklärt, dass ich direkt schießen will.“ Gesagt, getan, doch nicht nur wegen dieses Tores war der agile Schlaudraff bester Spieler von Hannover 96. Das Team von Trainer Mirko Slomka knüpfte mit dem hart erkämpften Sieg an die Erfolge der vergangenen Saison an, profitierte aber auch vom Verletzungspech der Gäste, bei denen Stanislawski auf sieben Fußball-Profis verzichten musste.

„Das war ein extrem schweres Spiel, es stand auf der Kippe. Hoffenheim hat uns alles abverlangt. Ich bin sehr froh über den Sieg“, sagte Slomka. Vor allem im zweiten Durchgang bemühte sich Hoffenheim mit viel Einsatz um das Remis. Es fehlte aber die Präzision beim Abschluss. „Wir müssen uns selber den Vorwurf machen, dass wir beim letzten Ball nicht konsequent waren. Es ist aber schon gut anzusehen, wie die Jungs kombiniert haben. Das war ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Stanislawski.

dpa

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