Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Schnappt sich 96 den dritten Sieg in Folge?

Hannover 96 gegen Eintracht Frankfurt Schnappt sich 96 den dritten Sieg in Folge?

Die "Roten" wollen sich am Sonnabend gegen Eintracht Frankfurt "reinbeißen". Trainer Michael Frontzeck bleibt nach den letzten beiden Siegen auf dem Teppich: „Wir wissen, dass wir noch sehr viel Arbeit vor der Brust haben.“

Voriger Artikel
Logisches aus Frankfurt
Nächster Artikel
96 verliert 1:2 gegen Eintracht Frankfurt

„Es ist verdammt wichtig, dass wir mit der derselben Einstellung weitermachen“: 96-Torwart Ron-Robert Zieler würde gern auch gegen Frankfurt ohne Gegentor bleiben.

Quelle: Florian Petrow

Hannover. 1:1 in Wolfsburg. 1:0 gegen Bremen. 1:0 in Köln. Drei Spiele, sieben Punkte, zwei Siege in Folge: Hannover 96 hat sich in der Fußball-Bundesliga „reingebissen in die Saison“, wie es Michael Frontzeck formulierte. Doch als der Trainer erklären sollte, wie 96 am Sonnabend (Anstoß 15.30 Uhr) gegen Eintracht Frankfurt die „Erfolgsserie“ fortsetzen wollte, da musste er erst einmal etwas klarstellen.

Erfolgsserie. Das war Frontzeck doch etwas zu dick aufgetragen. „Wir drehen nicht durch und flippen nicht aus - und dazu besteht auch kein Anlass“, sagt er. „Wir wissen, dass wir noch sehr viel Arbeit vor der Brust haben.“

Das kleine Fußballhoch nach einem „schwierigen und komplizierten Start“ (Frontzeck) betrachtet der 96-Trainer noch mit einer gewissen Zurückhaltung. Frontzeck ist berüchtigt für seine Unaufgeregtheit, und die gilt nicht nur in kritischen Phasen, sondern auch in erfolgreicheren Zeiten.

So richtig schlau wird man aus Hannover 96 schließlich immer noch nicht. Die zwei Siege haben der Mannschaft gut getan, sie sind wie Stimmungsaufheller, auch im Umfeld des Clubs. In der Tabelle ist nach neun Spieltagen außer ganz oben alles noch sehr unsortiert, deshalb kann es in beide Richtungen schnell gehen. Die „Roten“ haben nur drei Punkte mehr als Schlusslicht Augsburg. Aber eben auch nur vier Punkte weniger als Champions-League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach auf dem 10. Platz. Gelingt gegen Frankfurt der dritte Sieg in Folge, könnten sich die Hannoveraner vorsichtig nach oben orientieren.

„Die Mannschaft hat bei der Einstellung und bei der Kompaktheit einen Schritt nach vorn gemacht“, sagt Frontzeck. Und sie hat seit zwei Spieltagen einen Begleiter namens Glück, der zum Anfang der Saison selten in Hannover vorbeigeschaut hatte. Bei den Siegen gegen Bremen und Köln war 96 nicht die bessere Mannschaft, wären beide Begegnungen unentschieden ausgegangen, hätte sich niemand beschweren können.

Ron-Robert Zieler, Hiroshi Kiyotake und Standardsituationen: Darauf war zuletzt Verlass. Frontzeck mag es nicht, wenn das 96-Spiel auf diese drei Faktoren reduziert wird. Doch natürlich weiß er, dass es wieder Spiele geben wird, in denen das nicht reichen wird. Hoffentlich nicht schon heute gegen die Frankfurter, die zuletzt die Gegner freundlich zum ungestörten Toreschießen einluden.Auch in Köln war zu sehen, wie schwer sich Hannover 96 nach wie vor tut, Chancen heraufzubeschwören. Wie wenig Torgefahr die Mannschaft in der Offensive ausstrahlt, wie holperig das Kombinationsspiel mitunter ist.

„Wir sind noch ein Stück weit weg von dem, was wir fußballerisch zeigen wollen“, sagt Frontzeck. Deshalb verlangt er - eher mit den Worten eines Wirtschaftsmanager als eines Fußballtrainers - gegen Frankfurt „bei den Basics zu bleiben und on Top die guten spielerischen Phasen auszubauen.“ Der verpatzte Start habe dazu geführt, einen „anderen Weg gehen zu müssen“.

Deshalb hat sich 96 in die Saison reingebissen. Und nicht reingespielt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hannover 96
Einzelkritik: 96 gegen Heidenheim

Hannover 96 gegen 1. FC Heidenheim: So waren die Spieler der "Roten" in Form.

Anzeige
Die HAZ-Sportexperten schreiben gemeinsam den RotenBlog
27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

mehr