Nach dem Abpfiff: Trainer Slomka umarmte jeden Spieler.
Nach dem 2:1 (0:0) beim SC Freiburg eilte 96-Trainer Mirko Slomka auf den Platz und umarmte jeden seiner Spieler. Der ebenso wichtige wie glückliche Sieg beendete nicht nur Hannovers schwarze Serie von neun Niederlagen nacheinander, sondern vorerst auch eine erste zaghafte Diskussion um seine Person. „Das war auch für mich wichtig“, sagte Slomka. „Aber der Sieg tut der Mannschaft, den Fans und dem ganzen Verein gut. Die Spieler können endlich einmal wieder mit einem Lächeln im Gesicht zum Training kommen.“ Und dazu noch etwas entspannter auf die Tabelle schauen: 96 hat die nun seit elf Spielen sieglosen Freiburger überholt und ganz tief mit hineingezogen in den Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga.
Nach Punkten liegen beide Mannschaften gleichauf, aber die Stimmung hätte am Samstag kaum gegensätzlicher sein können. Hannover war erleichtert, Freiburg entsetzt. „Das ist sehr hart momentan. Die Situation wird immer schwieriger“, meinte SC-Trainer Robin Dutt. 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke empfand den Sieg dagegen als endgültige Trendwende: „Ich bin zu 100 Prozent vom Klassenerhalt überzeugt.“ Dabei hatte Freiburg die besseren Chancen, gewann aber auch das achte Heimspiel in Serie nicht. Papiss Cissé köpfte in der 75. Minute per Eigentor den Siegtreffer für Hannover. Jener Stürmer, der zuvor schon aus vier Metern am leeren Tor vorbeigezielt hatte und die Führung für den SC vergab (57.). Elson traf daraufhin zum 1:0 für die Gäste (63.), Yacine Abdessadki glich noch einmal aus (70.).
Hannovers Clubchef Martin Kind war so ehrlich, von einem „glücklichen Sieg“ zu sprechen. Er nannte ihn aber auch „das richtige Signal zur richtigen Zeit“. Jeder bei 96 verspricht sich davon, dass nun das Selbstvertrauen und die Zuversicht zurückkehrt. So schwach, wie die Mannschaft auch am Samstag lange Zeit spielte, wird das allein nicht reichen. Aber im Gegensatz zu Freiburg schlummert in Hannover noch ein wenig Potenzial, das in den nächsten Wochen freigelegt werden könnte. 96 spielte strukturierter als der SC.
Mit Leon Andreasen und Didier Ya Konan kehrten die ersten der vielen Langzeitausfälle wieder zurück. Einer Mannschaft, die in den vergangenen Monaten derart viel wegstecken musste (Robert Enkes Freitod, die Niederlagenserie, das Verletzungspech) tut so ein Erfolgserlebnis besonders gut. „Das wird uns einen Schub geben“, glaubt Slomka. Sein Präsident nutzte den Sieg, um die Position des Coaches zu stärken. „Jetzt zeigen sich die Folgen seiner Trainingsarbeit“, lobte Kind. „Die Laufbereitschaft hat zugenommen, das Zweikampfverhalten ist besser geworden. Wichtig ist, dass wir darauf jetzt aufbauen.“
lni
Kommentare
Prrinzip Freude Penkman – 08.03.10
Könnt Ihr Euch eigentlich auch mal freuen? Kauft Euch nen BMW, wenn 96 Euch dabei nicht hilft. Ich für mein Teil freue mich vorbehaltlos, für die Mannschaft, für den Trainer und für den Verein. Ein Schritt, mehr nicht- aber womöglich ein wichtiger. Einfach mal Glück haben kann auch Wunder wirken. Ich kenne das geschäftlich: Scheiße kommt immer gehäuft- aber wenn es erst mal läuft, dann läuft es eben. Drücken wir den Roten die Daumen gegen Krankfurt Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden@ghost losse – 08.03.10
Wo treffen wir uns? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenSchub Peter – 08.03.10
Ich wusste es, Kind hatte den Papst in der Tasche. Er konnte hinterher im Interview, vor lauter Peinlichkeit, kaum noch was vernünftiges sagen. ´Es bleibt viel zu tun´ und ´Ich freue mich für Mirco Slomka´. Wahrscheinlich deshalb, weil er ihn erstmal nicht feuern muss. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenSieg der Roten PWT – 08.03.10
So erfreulich der Sieg der Roten in Freiburg auch sein mag, sollte man nicht vergessen, das dieses nicht spielerisch sondern durch ein Eigentor der Freiburger zustande gekommen ist. Spielerisch muss sich da noch einiges aendern bevor die dicken Brocken wie Bayern, Schalke, HSV und Leverkusen einer nach dem anderen die roten testen wird. Aber vielleicht hilft Fortuna den Roten ja auch in diesen Begegnungen. Wir koennen nur hoffen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKlassenerhalt Hossi – 07.03.10
Ich hoffe die Roten retten sich und bleiben erstklassig. Dann geht der selbe Mist unter Kind, Schmadtke, Slomka mit dieser Mannschaft weiter und wir können wieder diese tollen Kommentare schreiben. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenStadionbesuch gegen Frankfurt 96-Ghost – 07.03.10
@ losseGehst Du am Sonnabend denn auch hin? Deine Antwort auf die diesbezügliche Frage an Dich nach dem Wolfsburg-Spiel steht ja noch aus, oder sollte ich das überlesen haben? Im Internet trommel allein reicht nicht. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Endlich! amta – 07.03.10
Jetzt darf man sich auch mal freuen. Dann muss nachgelegt werden! Dazu sind die Bedingungen jetzt günstiger als sie es ohne diesen Sieg wären. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden5 Gründe am Samstag ins Stadion zu gehen. losse – 07.03.10
1. Das letzte Heimspiel war kämpferisch und spielerisch ein Lichtblick.2. Hannovers Fußballfans wollen weiterhin Erstliga-Fußball sehen.
3. Der 12. Mann kann sehr viel bewirken; er setzt zusätzliche Kräfte frei.
4. Mannschaftssport ist zu 60% Psychologie, häufig sogar mehr.
5. Eine Stadt zeigt Fußball- Deutschland, dass sie voll hinter Verein und Mannschaft steht.
....und was Nürnberg kann, kann 96 allemal.....vielleicht sogar besser!
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Hecking raus ??? losse – 07.03.10
Merkt ihr was? Volker Wiedersheim, manchmal möchte man die Uhr wieder zurückdrehen? Nicht wahr? Geht leider nicht! Nur man kann draus lernen! Wenn man denn will!!Heckings "Bilanz":
In München - unentschieden
Leverkusen - geschlagen (1. Niederlage in der Saison)
vom Abstiegsplatz auf Platz 15 vorgerückt
und dies alles dies mit einer "Abstiegs- Mannschaft!"
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Niederlagenserie M.J. – 07.03.10
Ihr habt es geschafft, Jungs! Die Niederlagenserie ist durchbrochen - den Rest schafft ihr auch =) Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben