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So viel vom FC St. Pauli steckt in Hannover 96

Ehemalige Hamburger bei den "Roten" So viel vom FC St. Pauli steckt in Hannover 96

Trainer Daniel Stendel hat eine Vergangenheit am Millerntor, Torwart Philipp Tschauner auch. Aber sie sind nicht die einzigen. Insgesamt acht 96er haben eine Vergangenheit bei den Kiezkickern. Für sie dürfte das Spiel gegen die alten Kollegen am Sonnabend ein ganz besonderes sein.

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Einer der acht ehemaligen Hamburger ist Torwart Philipp Tschauner.

Quelle: dpa

Hannover. Hannover 96 gegen den FC St. Pauli – das ist ein höchst brisantes Spiel in der 2. Fußball-Bundesliga (Sonnabend, 13 Uhr), das wohl ausverkauft sein wird – gestern waren bereits 47 000 Tickets abgesetzt. Es ist auch ein sogenanntes Risikospiel, ein Duell zweier ambitionierter Traditionsvereine. Für die „Roten“ aber ist es viel mehr. Denn acht ehemalige St. Paulianer sind hier in unterschiedlichen Positionen beschäftigt – also kann man ohne Übertreibung sagen, es geht gegen die eigene Zentrale. Wie viel St. Pauli steckt in 96?

Daniel Stendel: Er ist durch und durch ein „Roter“, hat sieben Jahre in der 
1. und 2.  Liga in Hannover gespielt. Aber auch der Cheftrainer hat eine, wenn auch kurze, Vergangenheit beim Kultclub vom Millerntor. Bevor er seine Stürmerkarriere in der Saison 2007/2008 bei 96 II ausklingen ließ, spielte er ein Jahr beim FC St. Pauli und half in 15 Spielen mit zwei Toren beim Aufstieg in die 2. Liga. Seitdem ist er bei den „Roten“ in Hannover tätig.

Philipp Tschauner: Vier Jahre hat der 30-jährige Profi bei St. Pauli das Tor gehütet (2011 bis 2015). Er war dort lange Stammkeeper, am Ende seiner Zeit aber nicht mehr. Die Pauli-Fans werden ihn aber nicht nur als Torhüter in Erinnerung behalten, sondern auch als Torschützen: Tschauner hat am 1. April 2013 in der 90. Minute per Kopf zum 2:2-Endstand in Paderborn getroffen. Der Torwart ist seit 2015 bei den „Roten“, stand ein Jahr im Schatten von Ron-Robert Zieler, ist jetzt die Nummer eins.

Sebastian Maier: Drei Jahre am Millerntor (2013 bis 2016, 70 Spiele, neun Tore). Will in Hannover den nächsten Schritt machen und soll als Spielmacher die „Roten“ zurück in die 1. Liga führen. Ist allerdings noch auf der Suche nach der richtigen Form.

Fabio Morena: Der Teammanager der „Roten“, seit Juni im Amt, war eine Institution bei den St. Paulianern. Acht seiner neun Jahre (2003 bis 2012) in Hamburg war er Kapitän der Mannschaft. „Ich freue mich, dass ich mich bei einem so tollen Verein wie 96 weiterentwickeln kann. Ich möchte meine sportliche Erfahrung hier einbringen. Ich mag das Vereinsleben und die Nähe zur Mannschaft“, sagt er.

Timo Rosenberg: Der Athletiktrainer ist seit 2015 bei den „Roten“; zuvor hatte er diese Funktion vier Jahre bei den Hamburgern inne. Der zweifache Familienvater ist auch für die gesunde Ernährung der 96-Profis zuständig.

Christian Bönig: Der Leiter Medien und Kommunikation bei 96 hat eine bewegte St-Pauli-Vergangenheit hinter sich. Der 39-Jährige war in seinen zehn Jahren am Millerntor Medienchef, Marketingleiter und zuletzt auch Teammanager, bevor man sich im Juni 2015 trennte. Im Januar 2016 heuerte er bei den „Roten“ an. „Hamburg ist Heimat. Die Verbindung ist nach wie vor intensiv. Ich entwickle aber immer mehr eine Emotion für Hannover und besonders 96“, sagt Bönig.

Josip Grbavac: Der Marketingchef der „Roten“ (seit Oktober 2014) war ebenfalls zehn Jahre beim FC St. Pauli tätig. Er begann damals als Praktikant am Empfang und arbeitete sich nach oben, bevor er schließlich Leiter der Marketingabteilung wurde. Der ausgebildete Bankkaufmann gilt als sehr kreativ.

Jan-Moritz Lichte: Der Leiter der 96-Nachwuchsabteilung und frühere Ko-Trainer der Profis war bei Pauli 2011/2012 Assistent von Chefcoach André Schubert (inzwischen Gladbach).     

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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