Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
So will 96 ins erste Zweitliga-Spiel gehen

Stendels Startelf So will 96 ins erste Zweitliga-Spiel gehen

Mit Fossum, Klaus und einem Sobiech in Torlaune: So will der Trainer mit Hannover 96 die ersten Zweitliga-Punkte einfahren

Voriger Artikel
„Ich bin froh, die Nummer 1 zu sein“
Nächster Artikel
Sané ist fit für den Zweitligastart

Trainer Daniel Stendel hat seine Elf für das Auftaktspiel in der Zweiten Liga in Kaiserslautern zusammen.

Quelle: dpa

Hannover. Zufrieden ist Daniel Stendel noch lange nicht. Der 96-Trainer weiß genau, dass seine Mannschaft, die er am Freitag im ersten Punktspiel der neuen Zweitliga-Saison beim 1. FC Kaiserslautern auf den Platz schicken wird, noch kein eingespieltes Team ist, das vor Selbstvertrauen nur so strotzt. Sie ist vielmehr eine fragile Einheit, die zwar alles mitbringt, um erfolgreich zu sein, aber auch genauso gut auseinanderbrechen kann.

Es gibt für Stendel aber auch keinen Grund, an seinem Team zu zweifeln. Die Probleme in der Defensive hat der 96-Trainer deutlich angesprochen, seine Kabinenpredigt am vergangenen Donnerstag zeigte Wirkung. Bei der Generalprobe in Norwich war zwar noch nicht alles gut, aber vieles schon besser. „Das ist das, was ich sehen will. Das ist schon klasse“, lobte Stendel seine Mannschaft. Hört sich an, als habe der 42-Jährige seine Startelf gefunden

Tor

Trainer Daniel Stendel klärte die Torwartfrage in England. Im Gespräch mit den Torhütern am Sonnabend machte er Philipp Tschauner zur Nummer 1. Rivale Samuel Sahin-Radlinger war „natürlich enttäuscht“, sagte Stendel, „aber ich habe ihm gesagt, dass er dranbleiben soll, das ist nicht in Stein gemeißelt.“

Abwehr

Oft gescholten, machte die Viererkette beim Spiel in Norwich ihre Sache besonders in der ersten Halbzeit gut, leistete sich jedoch nach dem Seitenwechsel eine Phase, in der die Ordnung wieder einmal verloren ging. Für mehr Sicherheit soll am Freitag Salif Sané sorgen. Der Innenverteidiger verpasste die letzten Testspiele aufgrund einer Grippe, steigt heute jedoch wieder ins Mannschaftstraining ein. Für den Senegalesen muss Florian Hübner Platz machen. Sicherheit soll Sané auch seinen Mitspielern geben. Waldemar Anton spielt noch unter Form, und auch Oliver Sorg sollte noch mehr als eine Schippe zulegen.

Mittelfeld

Das Duell um den Platz neben Manuel Schmiedebach hat erst einmal Iver Fossum gewonnen. Der Norweger profitierte von der Verletzung von Marvin Bakalorz. Mit Sebastian Maier haben die „Roten“ einen torgefährlichen Regisseur und guten Freistoßschützen.

Angriff

Mit guten Leistungen in der Vorbereitung hat Felix Klaus auf sich aufmerksam gemacht. Dass er gegen Kaiserslautern wahrscheinlich von Beginn an spielen wird, liegt aber auch daran, dass sich Niclas Füllkrug vergangene Woche im Training verletzte. Ob der Neuzugang aus Nürnberg bis Freitag fit wird, ist fraglich. Auf einem guten Weg ist Martin Harnik, wenngleich ihm noch etwas die Spritzigkeit fehlt. In Topform ist hingegen Artur Sobiech. Der Pole trifft zurzeit wie er will. Hoffentlich auch in Kaiserslautern.

Die voraussichtliche Startaufstellung

Tschauner – Albornoz, Sané, Anton, Sorg – Fossum, Maier, Schmiedebach – Klaus, Sobiech, Harnik.

 

Korkut setzt in Kaiserslautern auf Offensive

Das letzte Aufeinandertreffen zwischen Hannover 96 und den „Roten Teufeln“ vom 1. FC Kaiserslautern in der Bundesliga liegt bereits eine Weile zurück. Über vier Jahre ist es her, dass 96 am letzten Spieltag der Saison 2011/2012 sein Heimspiel gegen die Pfälzer gewann – und so das Ticket für die Europa League löste. Gegen ein ähnliches Ergebnis zum Auftaktspiel der 2. Bundesliga am Freitag hätten sicher weder die Fans noch Trainer Daniel Stendel etwas einzuwenden.

Wie erfolgreich der 1. FCK in die neue Saison starten wird, ist aber schwer abzusehen. Denn wie 96 befinden sich auch die Pfälzer in dieser Saison im Umbruch. Zumindest einer der neuen Akteure dürfte vielen in Hannover noch ein Begriff sein: Tayfun Korkut, bis April 2015 Trainer der „Roten“, wurde im Juni in Kaiserslautern als neuer Trainer vorgestellt. Der 42-Jährige will auf dem Betzenberg mit Offensivfußball erfolgreich sein. Große Namen auf der Transferliste fehlen den „Teufeln“ allerdings – nicht zuletzt wegen finanzieller Engpässe. Schlagzeilen machte der Verein kürzlich, als Thomas Gries, Vorstandsvorsitzender beim 1. FCK, sagte, er wolle mit dem derzeit vereinslosen Miroslav Klose über eine Rückkehr zum Betzenberg sprechen. Der aber winkte schnell ab.

Geld in die Kassen könnte die Abgabe vom isländischen Nationalspieler Jon Dadi Bödvarsson bringen, der den Verein offenbar in Richtung England verlassen will. In Kaiserslautern will man den Spieler für drei Millionen Euro ziehen lassen. Mit dem Erlös könnten noch vorhandene Schwachstellen im Kader – etwa in der Verteidigung oder im Angriff – geschlossen werden.

Ganz ohne Torgefahr stehen aber auch die „Roten Teufel“ zum Saisonstart nicht da. In Testspielen etwa gegen den französischen Erstligisten FC Metz und den tschechischen Erstligisten 1. FK Pribram traf einer der Neuzugänge mehrfach: Osayamen Osawe wechselte ablösefrei vom Halleschen FC auf den Betzenberg und überzeugte in der Vorbereitung in der Offensive.

sag

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Debatte wurde beendet
Die Debatte zu diesem Artikel ist beendet. Auf HAZ.de können Sie die Themen des Tages diskutieren – hier finden Sie die aktuellen und vergangenen Themen im Überblick.
Mehr zum Artikel
Interview mit Philipp Tschauner
Ist nun Nummer 1 bei Hannover 96: Philipp Tschauner.

Im Interview spricht der 96-Torwart Philipp Tschauner über den 3:2 Sieg gegen Norwich City. Und weiß, woran die Mannschaft trotzdem noch arbeiten muss.

mehr
Mehr aus Hannover 96
Einzelkritik: 96 gegen Heidenheim

Hannover 96 gegen 1. FC Heidenheim: So waren die Spieler der "Roten" in Form.

Anzeige
Die HAZ-Sportexperten schreiben gemeinsam den RotenBlog
27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

mehr