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Sobiech überzeugt bei seinem Comeback

96-Stürmer Sobiech überzeugt bei seinem Comeback

Artur Sobiech hat am Sonnabend bei seinem Comeback auf den ganzen Linie überzeugt. Nach der Ernährungsumstellung fühlt sich der 96-Stürmer topfit. So richtig glücklich war er aber nicht: „Ich bin schon ein wenig enttäuscht, weil wir keine Punkte geholt haben“, sagte er.

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„Für einen Stürmer ist es das Wichtigste, dass er trifft“: Von Edgar Prib gibt es für den 96-Torschütze Artur Sobiech ein Küsschen, auch Leon Andreasen freut sich mit.

Quelle: Maike Lobback

Hannover. Wow, welch ein Comeback in der Startelf. Zwei blitzsaubere Tore - und die gegen den Tabellenführer Borussia Dortmund. Artur Sobiech hätte der glücklichste Mensch der Welt sein können. War er aber nicht. „Ich bin schon ein wenig enttäuscht, weil wir keine Punkte geholt haben“, sagte der Stürmer von Hannover 96. Nach einem kurzen Moment der Besinnung kam dann aber doch auch die Freude durch. „Natürlich bin ich auch ein bisschen glücklich über meine beiden Tore“, sagte der 25-Jährige. „Für einen Stürmer ist es einfach das Wichtigste, dass er trifft. Daran wird ein Stürmer gemessen.“

Und genau da hatte in der Vergangenheit allzu oft das Problem des Mittelstürmers gelegen. Häufig ist er in seinen bereits vier Jahren bei den „Roten“ gewogen, aber genau so häufig für zu leicht befunden worden. Hinzu kam ein schier unglaubliches Verletzungspech. Stimmt die Leistung, und man durfte auf den Durchbruch des Polen hoffen, dann erwischte es ihn.

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Das soll jetzt alles der Vergangenheit angehören. Sobiech wähnt sich topfit. Er hat seine Ernährung komplett umgestellt, hat abgenommen und das neue Wohlgefühl macht sich auch auf dem Platz bemerkbar. Der 25-Jährige hat die zurückliegende Länderspielpause genutzt, um an seinem größten Konkurrenten vorbeizuziehen. Mevlüt Erdinc weilte bei der türkischen Nationalmannschaft und kam dabei nicht zum Einsatz. Sobiech dagegen sammelte im Verein Selbstvertrauen. Er lief im Testspiel der „Roten“ gegen den 1. FC Egestorf/Langreder zur Höchstform auf. Er traf viermal - das ist auch gegen einen zudem ambitionierten Oberligisten nicht so einfach. Und zwei Tage später gehörte er auch gegen den Rotenburger SV zu den Torschützen.

Natürlich war das gegen unterklassige Mannschaften, aber ein Stürmer braucht eben Sicherheit im Abschluss - und den hat sich Sobiech gegen Rotenburg und Egestorf geholt. Erdinc dagegen schob eher Frust. Trainer Michael Frontzeck hat sich deshalb schon Mitte der Woche dafür entschieden, Sobiech gegen den BVB stürmen zu lassen und nicht Erdinc oder gar Charlison Benschop, der in Mainz enttäuscht hatte.

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Sobiech zahlte das in ihn gesetzte Vertrauen zurück. Obwohl er schwer in die Partie fand, war er zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Besonders die Entstehung seines ersten Tores hatte es ihm angetan. Das war so, wie wir uns das vorgestellt hatten“, sagte der Stürmer. Leon Andreasen und Hiroshi Kiyotake hatten vor einer kompakten defensiven Mittelfeldreihe gespielt, auch um ihn in Szene zu setzen. Und genau das hat bei der zwischenzeitlichen Führung der „Roten“ (18. Minute) optimal gepasst. „,Kiyo’ hat einen super Pass auf Leon gespielt, der legt quer - und ich mach ihn rein.“

So einfach kann Fußball sein; das hat man bei 96 in dieser Saison jedoch bisher selten gesehen. Nicht nur für Sobiech hat das mit dem Comeback von Kiyotake zu tun. „Man hat schon seine enorme Qualität gesehen. Wie stark er am Ball ist, welch kluge Ideen er hat. Genau das hat uns gefehlt“, sagte der Pole.

Vermisst wurde aber auch bislang ein Angreifer, der trifft. Einer wie Sobiech eben. „Ich will der Mannschaft immer helfen. Ich hoffe, dass alle Unwägbarkeiten hinter mir liegen und ich über einen längeren Zeitraum zeigen kann, was in mir steckt“, sagte der Stürmer.

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